Deutscher Mathematikstudent in Türkei verhaftet – da er Lehrbuch mit griechischen Buchstaben im Gepäck hatte

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Gefägnis
So kein ein Türkei-Urlaub enden! Lizenz: Public Domain

Erneut ist ein Deutscher in der Türkei verhaftet worden. Dieses Mal traf es einen Studenten der Mathematik. Holger Euler (23) wollte nach Angaben seiner Familie in der Türkei Urlaub machen und am Strand ein wenig Mathematik pauken. Er konnte offenbar bei einem Last-minute-Angebot nicht widerstehen und hatte 14 Tage an der Türkischen Riviera gebucht. Heute war sein letzter Urlaubstag. Beim Flughafen-Check-in wurde Euler von der türkischen Polizei verhaftet. Der Vorwurf: In seinem Gepäck hatte die Security ein Lehrbuch mit griechischen Buchstaben gefunden.

Spionage- und Terrorverdacht

Griechenland ist der Erzfeind der Türkei. Folgerichtig bestehe der Verdacht, dass Euler ein Spion sei, der im Auftrag der griechischen Regierung arbeite, so ein Sprecher der türkischen Regierung. Noch schlimmer: Auch gebe es Hinweise auf die Mitgliedschaft oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Wer für griechische Interessen arbeite, sei ganz klar ein Feind der Türkei, hieß es. Feinde wollten der Türkei schaden, um sie dann einfacher zerstören zu können. Das sei klarer Terrorismus, so die offizielle Stellungnahme.

Erneute Verschärfung der Reisehinweise?

Euler sitzt nun in Untersuchungshaft, die in der Türkei bis zu fünf Jahre dauern kann. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) zeigte sich empört und will nun über eine nochmalige Verschärfung der Reisehinweise nachdenken. Aufgenommen soll eine Empfehlung, dass wenn man schon unbedingt in die Türkei reisen wolle, Flüge nur One-way buchen sollte. „Man muss ja das Geld nicht mit vollen Händen zum offenen Fenster hinauswerfen, das tun ja wir sch… Ich meinte, wir sparen, und das mit Erfolg. Und damit das so bleibt, bitte ich Sie bei der Bundestagswahl um beide Stimmen für die SPD. Sie wollen außerdem sicher nicht, dass Frau Dr. Merkel in Zukunft mit Freunden Erdoğans regiert, nicht?“ Fragen, wer diese Freunde seien, wollte Gabriel nicht weiter kommentieren, da ein Hubschrauber wartete, der ihn zu einer Wahlkampfveranstaltung brachte.

Derzeit sitzt ein gutes Dutzend Deutscher aus politischen Gründen in der Türkei in Haft.

Nach G8/G9-Chaos – Schüler gegen G20

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G20: Hamburger Messehallen
G20: Tagungsort sind die Hamburger Messehallen. Foto: Martina Nolte / Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Mit G8 sollte die Schulzeit am Gymnasium verkürzt werden, um Deutschlands Schüler im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger zu machen. Denn in anderen Ländern fällt die durchschnittliche Verweildauer an der Schule teilweise wesentlich kürzer aus als in Deutschland.

Doch schnell kam Kritik an dem „Turbo-Abi“ auf, das teilweise im Hauruckverfahren eingeführt würden war. Mehrere Bundesländer sind inzwischen wieder zum G9 zurückgekehrt oder haben die Regelung zumindest aufgeweicht. Deutschlands Schüler sind mit der Rückkehr zu dem alten, bewährten G9 einverstanden und wollen daran festhalten.

Das angekündigte G20, das am 8. bis 9. Juli bei einem Gipfel in Hamburg beschlossen werden soll, wird dagegen entschieden abgelehnt. Zwar sei man dafür, den Stoff nicht zu schnell zu vermitteln, damit er sich setzen („, sechs“) könne und während der Schulzeit noch Raum für Partys bleibe, gerade daher begrüße man ja die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums G9, so die Schülervereinigung „Schule brennt!“. Aber die jetzt geplante Ausweitung auf 20 Jahre Gymnasium halte man für leicht übertrieben, so ein Sprecher.

Wie unsere Redaktion heute von einem Informanten erfahren hat, steckt jedoch etwas ganz anderes dahinter. Bei 20 Jahren Aufenthalt am Gymnasium reduziert sich die Lebensarbeitszeit. Dadurch stehen weniger Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Auf diese Weise soll Vollbeschäftigung erreicht werden, so wie sie jetzt ja im Wahlprogramm von CDU/CSU steht.

Deutsche Schulen nehmen Türkei aus Erdkundeunterricht

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Türkei
Türkei: Bald ein weißer Fleck im deutschen Geografieunterricht. Bild: Turkey_location_map.svg: NordNordWest, derivative work: Uwe Dedering / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das türkische Bildungsministerium hat die Abschaffung der Evolutionstheorie an den Schulen beschlossen. Als Grund wurde angeführt, dass die darwinsche Evolutionstheorie für Schüler zu kompliziert sei. Erst an den Universitäten soll sie weiter gelehrt werden.

Inzwischen hat die deutsche Bundesregierung beschlossen, die Türkei aus dem Erdkundeunterricht zu nehmen. In Absprache mit den Bundesländern soll die Türkei ab dem Schuljahr 2017/2018 nicht mehr Bestandteil des Erdkundeunterrichts sein. Die Kultusminister aller Bundesländer haben ihre Bereitschaft erklärt, die entsprechende Lehrplanänderung zeitnah umzusetzen.

Zu schwierig für die Schüler!

Als Begründung wurde angeführt, dass die Türkei für Schüler zu kompliziert sei. Erst an den Universitäten soll sie weiter gelehrt werden. Kritiker halten das für einen Vorwand, tatsächlich wolle man wohl der türkischen Regierung schaden, da diese sich immer weiter von der Rechtsstaatlichkeit entferne. Denn wer das Land nicht kenne, würde dorthin auch nicht in den Urlaub fahren. Die Folge wäre ein weiterer Einbruch des Tourismus. Damit soll der türkische Präsident Tayyip Erdoğan unter Druck gesetzt werden.

Doch Bundesbildungsministerin (CDU) Johanna Wanka widerspricht. Sie fügt an, dass das Krankheitsbild der narzisstischen Persönlichkeitsstörung, die als typische Diktatorenerkrankung berüchtigt ist, für Schüler ja unbestritten zu kompliziert sei. Damit wolle man die Schüler auch im Erdkundeunterricht nicht einmal indirekt konfrontieren. Das sei etwas für die Universitäten. Dort solle das Krankheitsbild im Rahmen eines Medizinstudiums weiter gelehrt wurden.

Ersatz für die Türkei

Als Ersatz für die Türkei sollen im Erdkundeunterricht die bisher nicht berücksichtigten Länder Altseeland, Legoland, Bettenland und Kaufland auf den Lehrplan nachrücken.

Lehrerin hat es am Kreuz: Nun darf sie wegen Zurschaustellung religiöser Symbole nicht mehr unterrichten

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Kruzifix
Direktor ließ Kruzifixe abnehmen. Aber er will weiter konsequent sein. Foto: Herbert Wittmann / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ute Reinhold ist Lehrerin an einem Gymnasium im oberbayerischen Brunnweiler. Anfang des Jahres meldete sie sich wegen starker Rückenschmerzen krank. Sie bekam von ihrem Arzt Tabletten und es ging ihr bald besser. Als sie wieder zum Dienst antreten wollte, schickte sie der Direktor heim. Als Begründung gab er an, in dem Attest stehe, Frau Reinhold habe Probleme mit ihrem Kreuz.

Eine Rückfrage beim Arzt habe ergeben, dass die Frau tatsächlich ein Kreuz habe und dass dieses chirurgisch nicht entfernt werden könne bzw. dies zum Tod der Frau führen würde. Also käme so ein Eingriff wahrscheinlich nicht in Frage, das Risiko sei viel zu hoch.

Chirurgische Entfernung des Kreuzes zu riskant

Der Direktor sagte unserer Redaktion: „Stellen Sie sich das vor: Wir haben in den Klassenzimmern konsequent alle Kruzifixe abgenommen, weil wir nicht für Religionen werben wollen und dürfen. Dann aber soll ein quasi lebensgroßes und auch noch lebendes Kreuz vor der Schulklasse stehen. Das verstößt klar gegen die staatliche Neutralitätspflicht.“

Ein Fall völlig überzogener staatlicher Neutralität?

Die Lehrerin will nun mit rechtlichen Mitteln gegen ihre Suspendierung vorgehen. Ihr Anwalt möchte offenbar einen Kompromiss vorschlagen. Reinhold könne als Ausgleich dazu verdonnert werden, regelmäßig vor ihrer Schulklasse Vorträge zu halten, welches Leid Religionen verursacht haben und immer noch verursachen. Ob es hier zu einer Einigung kommt, ist noch völlig offen.

Reißender Absatz von Kindermalbuch mit Hitler-Motiv – Neuauflage mit Trump und Merkel kommt

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Adolf Nazi
Adolf Nazi: Er war ein gescheiterter Postkartenmaler, aber nun kann man ihn ausmalen – in Kackbraun. Foto: Deutsches Bundesarchiv / Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

In ein Malbuch eines niederländischen Verlags, das bei einer holländischen Drogeriekette vertrieben wird, hat es Adolf Hitler geschafft, den die Kleinen also ausmalen sollen. Laut Verlag ist hier ein bedauerlicher Irrtum passiert. Das Buch wurde trotz reißendem Absatz aus dem Handel genommen. Die meisten Eltern hatten sich am Motiv gestört, allerdings bemängelten auch einige ewiggestrige Mütter und Väter, dass es im Handel nicht genug Farbstifte in ausreichend vielen Brauntönen gebe.

Der Verlag will wegen des großen Erfolgs nun nächste Woche eine Neuauflage veröffentlichen. Adolf Hitler wird nicht mehr dabei sein, es gibt aber nun Donald Trump, Angela Merkel und Geert Wilders zum Ausmalen. Weitere Motive sind die Atomruinen von Tschernobyl und Fukushima sowie ein abgeholzter Regenwald und ein gestrandeter Wal.

Malbuch
Malbuch (Abbildung: ähnlich). Lizenz: Public Domain

Türkei: „Nein“ wird aus Bewusstsein verdrängt – Kindererziehung vor großen Problemen

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Recep Tayyip Erdoğan
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat eine seltene Allergie – er bekommt Schnappatmung, wenn er das Wort „Nein“ ausspricht. Hört er es, droht ein Gehörsturz. Foto: Prime Minister Office / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Um die Türken auf ein Ja beim Referendum am 16. April für die Einführung eines Präsidialsystems einzuschwören, sorgt die türkische Regierung dafür, dass das Wort „Nein“ aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet. So wurde auf Wasserrechnungen der Slogan „Nein zur Wasserverschwendung“ gestrichen. Außerdem wurden hunderttausende Nichtraucherbroschüren eingesammelt, denn die aufgedruckte Botschaft „Wer ‚Nein‘ sagt, macht alles richtig“ war der Regierung zu heiß geworden. Ein großer türkischer Pay-TV-Sender hat ferner den Film „No“ über das Abwahlreferendum des chilenischen Diktators Pinochet aus seinem Programm gestrichen.

Nein sagen: Kinder brauchen Grenzen – eigentlich

Erzieher sind nun alarmiert. Denn die Erziehung von Kindern steht vor großen Problemen, wenn man nicht mehr „Nein“ sagen darf. Ein Sprecher des Bundes der Erzieher sieht gar den Auftrag gefährdet, aus den Kindern treue AKP-Soldaten zu formen. Das Aufzeigen von Grenzen und die Durchsetzung von Verboten seien kaum mehr möglich. Die ganzen Kampagnen der Regierung seien damit kontraproduktiv. Die AKP widerspricht, ein Soldat dürfe ja gerade nicht „Nein“ sagen. Er habe Befehle auszuführen und nicht den Mund aufzumachen.

Auch haben nun Frauen immer mehr Hemmungen, „Nein“ zu sagen. Viele Türken kennen das Wort „Nein“ inzwischen gar nicht mehr. Wörter verschwinden. Auch auf den Stimmzetteln zum Referendum wird konsequenterweise kein „Nein“ aufgedruckt.

Noch eine Anordnung auf dem Weg zum fairen Präsidialsystem

Eine weitere Anordnung, diesmal vom türkischen Gesundheitsministerium, sorgt für Aufregung. So sind Zähne in Zukunft zukünftig durch die Nase zu ziehen, da niemand mehr den Mund aufmachen darf.

Höcke bleibt in ARD

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Bernd Höcke
Bernd Höcke. Es war nicht der erste Eklat. Auch gerade deshalb bleibt er in der ARD. Foto: Metropolico.org / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Wie das Erste Deutsche Fernsehen heute mitteilte, bleibt der höchst umstrittene Politiker Björn Höcke, der jüngst mit nationalistischen Tönen zum Holocaust-Denkmal und dem Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte aufgefallen war, in der ARD. Wie ein Sprecher der Tagesschausprecher mitteilte, würden „Das Erste“ und auch die Dritten Björn Höcke weiter beobachten und über ihn berichten, auch wenn dieser zur NPD oder zu einer anderen Gruppierung wechsle.

Selbst wenn Herr Höcke demnächst wieder Geschichte unterrichte, werde man bei Entgleisungen nicht tatenlos zusehen.

Psychologe: Schulz so beliebt, weil er trotz abgebrochener Schule den Ausdruck „Schul“ im Namen hat

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Martin Schulz
Martin Schulz (SPD). Er hat kein Abitur, aber ausgerechnet ein Gymnasium fotografierte ihn. Foto: Foto-AG Gymnasium Melle / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Um den SPD-Kanzlerkandidaten Schulz ist ein regelrechter Hype ausgebrochen. Schulz ist unglaublich beliebt und liefert sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Kopf- an-Kopf-Rennen, die vor einigen Wochen noch als unschlagbar galt. Vor allem hat Schulz die SPD wieder nach vorne gebracht. In der Sonntagsfrage liegt die SPD vor den Unionsparteien. Keiner hätte dies für möglich gehalten.

Keiner? Nicht ganz. Der Psychologe Robert Bergmann, der vielen Lesern aus Talkshowauftritten ein Begriff sein dürfte, wundert sich nicht.

Bergmann sagt, den Leuten gefalle die Biographie von Schulz. Da sei einer zweimal sitzen geblieben und habe deshalb das Abitur verpasst. Dann sei er auch noch dem Alkohol verfallen. Schulz habe sich aber wieder aufgerappelt und es zurück ins Leben geschafft. Und dann habe er solch eine imposante Karriere hingelegt. Es sei wie ein modernes Märchen. Aber er sei nicht der Einzige, der das geschafft habe. Was den Unterschied zu anderen ausmacht und den Schulz-Hype hervorruft, erklärt Bergmann so: „Der Mensch denkt in Begriffen und Namen, die er zuordnet. Eben ’nomen est omen‘. Der personifizierte Widerspruch zeigt sich im Nachnamen: Schulz, das beginnt mit Schul wie Schulbildung. Letztlich setzt sich das im Gehirn fest.“

Das große Martin-Schulz-Interview

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Martin Schulz
Martin Schulz (SPD). Foto: Foto-AG Gymnasium Melle / Lizenz: CC BY-SA 3.0

keinblatt.de: Lieber Martin Schulz, wir freuen uns, Sie zum großen keinblatt.de-Interview begrüßen zu dürfen.

Martin Schulz: Die Freude liegt ganz bei mir.

x: Sie haben etwas geschafft, das niemand für möglich gehalten hat. Sie sind nicht nur beliebter als Angela Merkel, sondern Sie haben die tote Tante SPD aus dem Lazarett für Schwerstverwundete in der Reha nach nur wenigen Tagen zur stärksten Partei gemacht. INSA sieht die SPD heute bei 31 %, die Union nur bei 30 %. So etwas hat es noch nie gegeben. Wie haben Sie das gemacht? Sind Sie der Messias?

M. S.: Nein, das glaube ich nicht. Die Menschen können nur das Gruselkabinett Merkel und ihre persönliche Obergrenze, Horst Seehofer, nicht mehr sehen.

x: Das ist alles?

M. S.: Die Leute haben ein Gespür dafür, dass es in diesem Lande nicht mehr gerecht zugeht. Eine Kassiererin wird wegen eines 15-Cent-Pfandbons, den sie nach Ladenschluss beim Putzen gefunden hat und am nächsten Tag einlöst, fristlos entlassen. Ein Vorstand, der einen Konzern ruiniert hat, bekommt dagegen Millionen-Boni als Abfindung, obwohl der ja nicht mal etwas gefunden hat.

x: Und das wollen Sie ändern?

M. S.: Aber selbstverständlich. Unter meiner Führung werde ich die Steuern für Arme und Beine senken und eine Obergrenze für Millionen-Boni einführen.

x:  Ohne Obergrenze geht es bei Ihnen auch anscheinend nicht. Ist das durch Ihre Biographie begründet?

M. S.: Ich schäme mich nicht dafür, dass ich aus Würselen komme, die Schule abgebrochen habe, dem Alkohol verfallen bin, dann Buchhändler geworden und schließlich Bürgermei…

x: Bitte ersparen Sie uns diese Geschichte, diese wurde zu oft durchgekaut.

M. S.: In Ordnung. Ich erzähle Ihnen etwas anderes. Noch Anfang der 1970er-Jahre waren Menschen mit dunkler Hautfarbe in den USA Menschen unterster Klasse. Der Schwarze Billy Paul drückte es 1972 in „Me and Mrs Jones“ trefflich aus. Damals war Ehebruch in Pennsylvania noch strafbar. Paul trifft sich dennoch jeden Tag mit dieser Frau Jones im gleichen Café. Sie schmieden Pläne. Sie wissen, dass ihr Tun falsch ist und sie können dennoch nicht voneinander lassen. Die Nummer ist der Soul.

x: Was haben Sie denn bitte mit Billy Paul zu tun?

(Link: YouTube)

M. S.: Ich habe das gleiche Lachen, die gleichen Augen, die gleiche Gestik, den gleichen Bart, die gleiche Brille, den gleichen Vater, ich spüre den Schmerz. Ich bin der Billy Paul aus Würselen.

x: Eine gewisse Ähnlichkeit wollen wir nicht abstreiten. Auch ist das Thema Rassismus durch Donald Trump ja wieder auf der Agenda. Wie wird ein Bundeskanzler Martin Schulz Donald Trump begegnen?

M. S.: Das sagt ja das Wort begegnen schon. Er ist mein Gegner. Gerne weise ich ihn darauf hin, dass sein Vorgänger Ronald Reagan gesagt hat „Reißen Sie diese Mauer nieder!“ Und nun baut der Kerl eine eigene Mauer. Damit will er sich vor den mexikanischen Islamisten und den islamistischen Mexikanern schützen.

x:  Gutes Stichwort. Wie wollen Sie als Bundeskanzler den islamistischen Terrorismus bekämpfen?

M. S.: Sicherlich nicht nur Mauern. Ich bevorzuge Wissen und Bildung. Mein Team arbeitet gerade an einer arabischen Übersetzung des Karl-Marx-Klassikers „Das Kapital“. Wir wollen mindestens eine Million Kopien über dem Islamischen Staat abwerfen. Bis die das durch haben, haben wir erst einmal ein paar Jahre Ruhe.

x: Lieber Martin Schulz, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Kirchen alarmiert: Nur noch 3 % der Deutschen können die 12 Gebote aufsagen

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Moses und die 12 Gebote
Der Prophet Moses und die 12 Gebote. Lizenz: Public Domain

Die Zahlen sind alarmierend. Die Allgemeinbildung und das Wissen über das Christentum nehmen bei den Deutschen immer mehr ab.

Laut einer aktuellen Studie, die auf einer repräsentativen Umfrage der Universität Gelsenkirchen basiert, können nur noch 3 % der Deutschen die berühmten zwölf Gebote, die Moses von Gott auf dem Berg Sinai empfangen hat, korrekt und in der richtigen Reihenfolge aufsagen.

Nur 20 % kennen mindestens drei, aber nicht alle Gebote von ihrem Sinngehalt und weitere 23 % immerhin ein oder zwei Gebote. Beschämende 54 % der Befragten konnten kein einziges Gebot nennen.

Die 12 Gebote

  1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
  2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
  3. Du sollst den Feiertag heiligen.
  4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.
  11. Du sollst Zeit für deinen Nächsten haben.
  12. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Nur 20 % kennen mindestens drei Gebote von ihrem Sinngehalt und weitere 23 % ein bis zwei Gebote. 54 % der Befragten konnten kein einziges Gebot nennen.

Umfangreichere Behandlung der 12 Gebote in den Schulen kommt

Die Deutsche Bischofskonferenz empfiehlt nun mit einem Dringlichkeitsantrag bei der Kultusministerkonferenz der Bundesländer, die 12 Gebote bis zum Abitur alle zwei Monate im Religionsunterricht zu behandeln und per Extemporale abzufragen. Entsprechend fließt dann der Wissensstand in die Benotung ein. Nicht durchsetzen konnte sich die Deutsche Bischofskonferenz mit der Forderung, die 12 Gebote für konfessionslose Schüler im Ethikunterricht verpflichtend darzustellen und abzufragen.

Hamburger U-Bahnlinie wird zur Gebotslinie

In Hamburg will man aktiv gegen das Wissensdefizit vorgehen. Die 12 Stationen der in Planung befindlichen U5 sollen als Stationsnamen die 12 Gebote erhalten, um den Hamburgern und Touristen die Orientierung auf ihrer spirituellen Reise zu erleichtern.

Wissenschaftler: Je früher jemand mit dem Silvester-Geböller beginnt, desto kürzer ist sein Penis

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Böller
Der Zündzeitpunkt eines Böllers verrät mehr über den Mann, als ihm lieb sein kann. Foto: Kh627 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

In Deutschland dürfen Feuerwerksartikel der KAT. F2 nur am 31.12. und am 01.01. gezündet werden. Kommunen können außerdem weitere Einschränkungen verhängen.

Dennoch können es viele nicht lassen und fangen schon früher mit der Böllerei an, manche sogar mehrere Tage vor Silvester. Wissenschaftler der Universität Gelsenkirchen haben nun im Rahmen einer groß angelegten Studie eine interessante Feststellung gemacht: Die durchschnittliche Penislänge ist umgekehrt proportional zum zeitlichen Abstand zwischen dem Böllerbeginn und dem Jahreswechsel um 00:00 Uhr. Ergo: Je früher ein Bursche oder Mann mit dem Geböller beginnt, desto kürzer ist sein Penis.

Feuerwerk
Was lange vor Silvester gezündet wurde, wirft kein gutes Bild auf den Hobby-Feuerwerker. Lizenz: Public Domain

Ob bei Frauen Zusammenhänge zwischen Böllerbeginn und Brustumfang bzw. Anzahl der Exemplare in der Schuhsammlung bestehen, soll in einer weiteren Studie geklärt werden.

 

Weil chemisch gesehen Unordnung steigt – Putzteufel will keine Feuerbestattung

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Kremationsofen
Bei Jan wird es das nicht geben. Foto: Katpatuka / Lizenz: gemeinfrei

Jan (29) ist ein Putzteufel, ein Ordnungsfanatiker. Seine Wohnung ist blitzblank, ist nach einem wohlgeordneten System aufgeräumt. Alles ist sauber, ordentlich. Er selbst ist natürlich auch gepflegt. Er duscht im Winter täglich, im Sommer zweimal täglich. Weitere Regelungen bei den Reinigungs- und Hygieneriten sollen hier nicht ausgebreitet werden.

Nun hat sich Jan entscheiden. Wenn er eines Tages gehen muss, will er nicht verbrannt werden. Denn bei der Feuerbestattung steigt die Unordnung in seinem Körper chemisch gesehen dramatisch an. Die Moleküle werden gasförmig und bewegen sich dann weit chaotischer. In einem geschlossenen System wird die Entropie ohnehin niemals geringer, das sagt der berühmte Zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Für Ordnungsliebhaber ein maximal deprimierende Gesetzmäßigkeit.

Das gilt auch für eine Erdbestattung. Auch dann wird der Verwesungsprozess für eine Zunahme der Unordnung sorgen. Das mag zwar langsamer von sich gehen, aber der Prozess tut sein Übriges. Der Körper wird zerstört. Das ist für einen Sauberkeitsfanatiker noch fast schlimmer als die Umwandlung in Asche, die man entsorgen könnte.

Für Jan kommt daher nur ein Einfrieren infrage. Das erhalte seinen Körper und die in ihm innewohnende Ordnung weitgehend. Die Kryonik sei die Rettung, so Jan. Zumal so ein bisschen Hoffnung da sei, dass man ihn eines Tages wieder zum Leben erwecken könne, damit er weiter putzen könne, meint Jan. Es gäbe dann nach so vielen Jahren viel nachzuholen. Auch auf dann erhältliche neue Reinigungsprodukte ist Jan gespannt.

Um Amokläufe zu verhindern: Bayern schafft Laufsport an Schulen ab

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Laufsport
Laufsport ist Amoklaufmord. Lizenz: Public Domain

Nach dem Amoklauf des Deutsch-Iraners Ali David S. am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ), der neun Menschen und schließlich sich selbst tötete, kündigt Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen an.

Neben einem massiven Ausbau der Vorratsdatenspeicherung auf 99 Jahre Speicherfrist und einer Überwachungskamerapflicht für jeden Laternenmast will Seehofer auch den Laufsport an bayerischen Schulen abschaffen.

Fettleibige tun sich mit einem Amoklauf schwer(er)

Horst Seehofer sagte: „Wir sind früher davon ausgegangen, dass unsere Jugend nicht nur vor dem Computer sitzen und Burger, Pommes und Kartoffelchips reinstopfen sollte. Sportliche Betätigung haben wir immer für erstrebenswert gehalten, entsprechend hatten wir den Sportunterricht an bayerischen Schulen ausgebaut. Doch beim Thema Amok laufen hat sich gezeigt, dass flinke, sportliche Menschen sich leichter tun, Amok zu laufen. Können Sie sich einen Fettleibigen vorstellen, der Amok läuft? Ich nicht! Und selbst wenn, dann könnte er viel schneller von der Polizei gestoppt werden. Die Aussetzung des Laufsports, gegebenenfalls weiterer Disziplinen des Schulsports, an bayerischen Schulen gehört daher zu unserem Maßnahmenpaket. Ich habe entsprechend Innenminister Joachim Herrmann, der auch für den Sport zuständig ist, und Kultusminister Ludwig Spaenle angewiesen, dass der Schulsport nach den großen Ferien entsprechend zurückgefahren wird. Gefahren, nicht gelaufen, Sie verstehen mich! Ich gehe davon aus, dass uns weitere Bundesländer folgen werden.“

Entgegen erster Pläne will Seehofer nun doch keine Computerspiele verbieten. Er werde sich entsprechend nun doch nicht bei Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für ein Verbot von Egoshootern stark machen, so Seehoger: „Wer am Computer Counter-Strike spielt und sich dabei Cola und Bier reinkippt, der kann in dieser Zeit ja höchstens virtuell Amok laufen, real geht ja schlecht. Erstens fehlt bei so einem die Fitness und zweitens kann er ja nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.“ – Seehofer könne sich sogar eher vorstellen, dass sich der Freistaat in Zukunft an der Entwicklung von möglichst brutalen Computerspielen beteilige.

Hinz‘ gefälschter Lebenslauf – Al-Qaida bekennt sich, um mal wieder im Gespräch zu sein

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Osama bin Laden
Osama bin Laden (✝). Foto: Hamid Mir / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die SPD-Politikerin Petra Hinz hat ihr Bundestagsmandat niedergelegt, nachdem bekannt geworden war, dass sie ihren Lebenslauf gefälscht hatte. Sie hat beim Schulabschluss gelogen – sie hat kein normales Abitur – und sie hat auch keine juristischen Staatsexamina abgelegt. Durch diese bewusste Täuschung hat sie ihrer Partei schwer geschadet.

Al-Qaida bekennt sich zur Tat

Die islamistische Terrororganisation Al-Qaida hat sich nun zu der feigen Tat bekannt. Beobachter gehen davon aus, dass das zuletzt vom so genannten Islamischen Staat aus den Schlagzeilen verdrängte Terrornetzwerk auch mal wieder ins Gespräch kommen will.

Der offiziell für tot erklärte Al-Qaida-Gründer Osama bin Laden hat sich inzwischen aus seinem Exil gemeldet. Er übernimmt die Verantwortung für die Tat. Es ist bekannt, dass Al-Qaida kein Freund von Bildung, nicht nur speziell bei Frauen, ist, da sich ungebildete Menschen leichter für den heiligen Krieg mobilisieren lassen. Terrorexperten meinen, dass daher die Tat, bei der es sich um Aberkennung und Vortäuschung von Bildung handelt, durchaus in das Al-Qaida-Schema passe.

Abiturienten wählen kaum Hofer – Österreich will im Kampf gegen rechts Abiturprüfungen vereinfachen

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Christian Kern
Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ): Bildung hilft! Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Alexander von der Bellen ist neuer Bundespräsident in Österreich. Doch er konnte den rechtspopulistischen Kandidaten Norbert Hofer von der FPÖ nur um einige Zehntelprozentpunkte schlagen. Es war äußerst knapp, nur mit Glück, nicht mit Können, wurde ein rechtspopulistischer Bundespräsident verhindert. Letztlich hat jeder zweite Österreicher rechts gewählt, was für ein erschreckendes Bild!

Alle Zahlen zeigen jedoch: Bildung schützt vor rechtem Gedankengut. Die große Mehrheit der Anhänger von Alexander von der Bellen hat Abitur (76 %), in Österreich nennt man das Matura. Dagegen sind nur eine Minderheit (24 %) der Fans von Norbert Hofer Maturanten.

In einer ersten Reaktion hat Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) nach Absprache mit dem Bildungsministerium angekündigt, die Maturaprüfungen stark vereinfachen zu wollen. Damit könne der Anteil an Akademikern auf ein höheres, angemessenes Niveau angehoben werden.

Von der Leyen darf Doktor behalten – Kritiker unterstellen nun aber Täuschungsabsicht im Einschulungstest

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Ursuala von der Leyen
Ursula von der Leyen. Den Doktor darf sie zwar zunächst behalten, aber es wird nun richtig eng für sie. Foto: Marc Müller / Lizenz: CC BY 3.0 DE

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat entschieden: Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) darf ihren Doktor behalten. Ihr Psychiater freut sich.

Bei der Prüfung wurden zwar zahlreiche plagiierte Stellen in von Leyens Doktorarbeit nachgewiesen. Eine Täuschungsabsicht konnte die Kommission aber nicht erkennen, nur unfassbare Schlamperei, die zum Himmel stinke.

Doch von Leyens Gegner geben nicht auf. Inzwischen haben sie von Leyens Einschulungstest unter die Lupe genommen. Die Plagiatsjäger sehen die laut Bericht dargebotenen Fähigkeiten als nicht ausreichend. So habe die kleine Ursula sich nicht wie gefordert 20 bis 30 Minuten alleine beschäftigen können. Erst als der Prüfer ihr Kriegsspielzeug reichte, habe es in einem neuen Ansatz geklappt, dass man sie einmal kurz alleine lassen konnte. Sie ließ ferner erkennen, dass sie keine Freunde habe. Beim Fahrradtest stürzte sie ohne Stützräder böse. Nachdem die Wunde im BWK Lehrte genäht worden war, konnte sie mit einem Panzer-Bobbycar einige Meter kollisionsfrei fahren. Beim Zeichentest malte sie wie gefordert Kreuze und Sterne, strich aber auffällig vieles wieder durch. Beim Sprachtest hatte sie Defizite beim Auseinanderhalten der Wörter löschen und sperren, konnte den Prüfer aber durch schrilles Dauergequatsche doch noch herumbekommen. Die Plagiatsjäger sind sich sicher, dass sie bei dem Einschulungstest Fähigkeiten systematisch vorgetäuscht habe.

Schulabschluss und damit auch der Doktor in Gefahr

Damit basiert ihre Schulbildung offenbar auf einer perfiden Täuschung. Da die Schulbildung Voraussetzung für das Studium ist, ist auch ihr Doktortitel erneut in allerhöchster Gefahr. Die niedersächsische Landesschulbehörde will den Vorwürfen nun systematisch nachgehen. Im schlimmsten Fall könnte von der Leyen ganz ohne Schulausbildung dastehen.

Forscher weisen nach, dass es uns wirklich gibt!

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Andromeda-Galaxie
Andromeda-Galaxie. Foto: Boris Štromar / Lizenz: CC BY 3.0

Das ist doch mal eine sinnvolle Forschung! Wie die Universität Gelsenkirchen herausgefunden hat, gibt es uns wirklich. Wissenschaftler hielten es bislang für möglich, dass die Welt nur eine Computersimulation ist. Salopp gesagt, könnte eine höhere Intelligenz einen Computer betreiben und dort unser Universum simulieren – inklusive der Galaxien, unserer Sonne, der Erde und der Menschen.

Wäre die Welt eine Simulation, würde man Vereinfachungen in der Darstellung finden. Ohne diese Simplifizierungen bräuchte man für die Simulation quasi unbegrenzt Ressourcen, was faktisch eine Unmöglichkeit darstellt. Mithilfe von Kompressionsverfahren und anderen verkürzten Darstellungen kommt man dagegen mit endlichen Ressourcen hin. Solche Vereinfachungen findet man z.B. bei Computergrafiken, dort als Artefakte bezeichnet. Bei JPEG-Bildern etwa können sie sich als hässliche Klötzchenbildung bemerkbar machen (Foto). Es geht aber nicht um solche von Menschen gemachte Artefakte, so Professor Robert B. Anderson. Die spannende Frage sei, ob sich irgendwo – hier bei uns im Allerkleinsten, in unserer Galaxie, aber auch weit draußen, in fernen Galaxien, entsprechende Simplifizierungen finden lassen. Nach jahrelanger Analyse von Datenmaterial, das mit Weltraumteleskopen, aber auch mit Mikroskopen gewonnen wurde, sind die Arbeiten nun abgeschlossen.

JPEG-Artefakte
JPEG-Artefakte in Gestalt von Klötzchenbildung (rechts). Lizenz: Public Domain

Man habe dabei keine Hinweise auf solche Vereinfachungen gefunden bzw. nur Artefakte, die bei der Verarbeitung der eigenen Systeme entstanden seien. „Wir leben also nicht in der Matrix“, resümiert der Professor. Ganz auszuschließen, dass die Simulation einer imaginären höheren Intelligenz derart entwickelt wurde, dass wir nie zu der Erkenntnis kommen könnte, nur simuliert zu sein, kann Anderson aber nicht. Es könnte ein entsprechender Mechanismus eingebaut sein, gibt der Professor zu bedenken. Alleine die Tatsache, dass wir über einen solchen Mechanismus nachdenken können, spreche allerdings dagegen. Es sei denn, die höhere Intelligenz beabsichtige, dass wir den Betrug erkennen. Das sei aber weder naheliegend noch wahrscheinlich, sondern ein Totschlagargument das man immer finden könne, führt der Professor aus. „Wir sind“, da ist sich Anderson sicher.

Studie: Sicherster Platz im Auto ist 1,41 Meter hinter dem Fahrzeug

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Autounfall
Autounfall. Wo ist man am sichersten, wenn etwas passiert? Foto: Tue, Lizenz: Public Domain

Zu welchen Ergebnissen Forscher doch kommen können! Laut einer Studie der Universität Gelsenkirchen befindet der sicherste Platz im Auto 1,41 Meter hinter dem Auto. Studienleiter Professor Odermatt erklärt: „Wir haben knapp 2.000 Autounfälle untersucht. Und dabei kam dieses Ergebnis heraus. Ob das uns passt oder nicht, spielt keine Rolle. Ein Irrtum ist ausgeschlossen.“

Odermatt führt aus, der zweitsicherste Platz sei die Rückbank in der Mitte. Da seien die Fliehkräfte am geringsten, wenn sich der Wagen überschlage, was mehr Sicherheit biete. Der Professor sieht auch Erkenntnisse, die in der Praxis sinnvoll umgesetzt werden können. Dieser zweitsicherste Platz werde meist nicht genutzt, so Odermatt. Wenn man sich anschaue, dass sich meist nur überhaupt eine Person im Auto befinde, sei der leere Platz in der Mitte hinten geradezu tragisch. Der Professor empfiehlt, den Platz in Zukunft zu präferieren, um die Sicherheit beim Autofahren zu erhöhen.

Kampf gegen Erdbeben: Forscher pumpen riesige Mengen Gleitcreme in die Erdkruste

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San-Andreas-Verwerfung
Bild 1: San-Andreas-Verwerfung. Hier reiben die Kontinentalplatten aneinander. Foto: US NOAA. Lizenz: Public Domain

Erdbeben kosten jedes Jahr unzähligen Menschen das Leben und richten riesige Schäden an. Lange Zeit legte man den Fokus darauf, Häuser in erdbebengefährdeten Gebieten stabiler zu bauen. Doch hundertprozentig erdbebensichere Häuser kann es nicht geben. Seit geraumer Zeit arbeiten Forscher jedoch auch daran, das Übel an der Wurzel zu packen, indem Erdbeben verhindert oder zumindest drastisch abgeschwächt werden.

Hierbei wurden nun erste Fortschritte erzielt. Dabei sollen die Kontinentalplatten mehr Bewegungsfreiheit erhalten, sodass ein geschmeidiges Gleiten erzielt wird. Erdbeben entstehen, wenn die Platten sich verhaken und dann die Kontinentalplatten eine große Spannung aufbauen, die dann ruck- und schlagartig abgebaut wird.

Bereits 2004 fanden Wissenschaftler heraus, dass quarzreiche Gesteine in den tektonischen Platten einen eigenen Schmierstoff produzieren, der den Reibungswiderstand der Platten reduziert: Kieselgel. Der Schmierstoff vermindert das Ruckeln.

Das Vorhaben besteht nun darin, in erdbebengefährdeten Gebieten, an denen der Quarzgehalt des Untergrundgesteins gering ist, mittels eines künstlichen Schmierstoffes nachzuhelfen, der an den Plattengrenzen in die Erdkruste gespritzt wird. Bei Tests mit miniaturisierten Modellen wurden verschiedenen Stoffe ausprobiert. Dabei erwies sich Gleitcreme am besten geeignet.

69.000 Hektoliter Gleitcreme in die Erdkruste gespritzt

Bohrturm
Bild 2: Mit großem Druck wird das Gleitmittel in den Untergrund getrieben. Foto: The Pinedale Field office of the BLM. Lizenz: Public Domain

In einem ersten Versuch haben Forscher nun in der Nähe von San Francisco, dort wo an der San-Andreas-Verwerfung (Bild 1) die nordamerikanische Platte und die pazifische Platte aneinanderreiben, mehrere günstige Einspritzpunkte berechnet. An insgesamt sechs Punkten wurden insgesamt 69.000 Hektoliter Gleitcreme des Fabrikats „Glide Professionell“ 2.500 Meter in den Untergrund gepumpt (Bild 2). Die Aktie des Gleitcremeherstellers stieg nach der Meldung steif nach oben.

„Nun heißt es abwarten, wie stark zukünftige Erdbeben in der Region ausfallen werden“, so die Forscherin Paris Smooth vom International Earthquake Insitute. Wenn alles reibungslos verläuft, sollen die Versuche auf weitere Regionen ausgedehnt werden.

Bei der Erdbebenbekämpfung haben die Forscher aber bereits empfindliche Flops erlitten. In den 1980er-Jahren wurden im Untergrund Stahlstangen in die Kontinentalplatten penetriert, um die Platten am Bewegen zu hindern. Doch alle Mühe sei umsonst gewesen, stöhnt der Ingenieur Konrad Dom, der damals die Versuche begleitete. Es bauten sich immer größere Kräfte auf, sodass die einzelnen stählernen Glieder dann schließlich nachgaben. Durch den Ruck beim Bruch fielen die Erdbeben sogar noch stärker aus.

Bundesamt: Silvesterraketen reine Verarschung – sie erreichen nicht die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit

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Silvesterraketen
Legaler Betrug: Silvesterraketen. Politiker wollen nun endlich den Nepp beenden. Foto: Epic Fireworks / Lizenz: CC BY 2.0

In ein paar Tagen (am Donnerstag, den 29.12.2016) ist es wieder so weit, der Böllerverkauf startet. Das Bundesamt für Materialprüfung (BAM) hält jedoch die im Handel erhältlichen Silvesterraketen für minderwertiges und nutzloses Spielzeug und rät vom Kauf ab.

Raketen erreichen nicht die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit

Denn die Raketen erreichten nicht einmal ansatzweise die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit von 11,2 Kilometer pro Sekunde. Diese sei notwendig, um das Gravitationsfeld der Erde zu überwinden und in den Weltraum zu fliegen. Damit handele es sich ganz klar um legalen Betrug, so ein BAM-Sprecher. Die Raketen fielen nach Erreichen ihres Scheitelpunktes einfach wieder auf den Boden zurück. Damit sei das Abfeuern solcher Silvesterraketen völlig sinnlos.

Dafür seien die Raketen eine gewaltige Umweltverschmutzung. Nicht einmal eine Wiederverwendung sei möglich, da der Treibsatztank vom Benutzer nicht wieder aufgefüllt werden könne. Der Versuch, erneut Schwarzpulver einzufüllen, um es noch einmal zu probieren, das Gravitationsfeld doch zu überwinden und ferne Planeten und Sterne anzusteuern, sei also von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es bliebe also ein unerfüllbarer Traum, E. T. und seinen Kumpeln ein kleines Präsent zu senden. Außerdem komme es beim Umgang mit Silvesterraketen immer wieder zu schweren Verletzungen, zu tödlichen Unfällen und auch zu schweren Bränden.

Bundestag soll Gesetz der Schwerkraft ändern, um Verbraucher zu schützen

Mit einer Eingabe an den Bundestag will das BAM eine gesetzliche Änderung bewirken um den Verbraucher zu schützen. Dazu soll das Gesetz der Schwerkraft geändert werden, damit die Raketen das Schwerkraftfeld der Erde überwinden können. Es wird davon ausgegangen, dass der Bundestag die Verschärfung durchwinkt. Ab nächstem Jahr dürfen dann nur noch wirklich funktionsfähige Raketen verkauft werden. Gefährliches Nepp-Spielzeug soll dann nicht mehr in den Handel gelangen.

Hinweis: Bei diesem Bericht handelt es sich um eine adaptierte Variante eines bereits erschienenen keinblatt.de-Artikels.