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Rattenfängerpartei AfD: Höcke hat nun Ratte als Haustier, damit er wenigstens „Nager“ sagen kann

Höcke mit Ratte
Ratten sind durchaus beliebte Haustiere. Höcke hat das possierliche Tierchen bereits in sein ratterndes Herz geschlossen. Foto Höcke:  
Vincent Eisfeld, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY-SA 4.0

Bernd Höcke (AfD) fühlt sich angeknabbert. Seine Partei verliert immer mehr an Boden, die Ratten verlassen das sinkende AfD-Schiff. Flüchtlinge und Klima ziehen nicht mehr als Themen, und auch mit der Frage, ob man das N- oder Z-Wort noch verwenden dürfe, kann sich die Partei derzeit nicht ratten.

Höckes Schergen sind als Rattenfänger bekannt, auch wenn das der Ausnahme-für-Deutschland-Politiker nur einem Vertrauten gegenüber zugibt. Aber da es wahr ist, passiert es auch. Höcke hat sich eine Ratte gefangen, die er nun als Haustier hält. „Jetzt darf ich sogar bei Anne Will ein Wort sagen, das zumindest sehr ähnlich ist zu einem Wort, das ich nicht mehr sagen darf: Nager.“

„Wie ist eigentlich der Plural von Nager? Näger“, fragt sich Höcke euphorisch. Ein Blick in Wiktionary zum Lemma Nager führt bei Höcke erst zu Frust, dann aber entdeckter er ganz unten den Hinweis:

Ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: N3ger

Höcke steht auf und klatscht sich auf den Bauch. So ein Erfolgserlebnis hatte der ehemalige Lehrer schon lange nicht mehr. Er fühlt sich so gut wie in der Talksendung Günther Jauch, bei der er eine Deutschlandfahne aus seinem Rock zog und dem staunenden Publikum präsentierte.

Höcke sammelt sich: So eine Ratte sei ja streng genommen ein Nagetier mit Kanalisationshintergrund. „Was wollen die eigentlich bei uns? Warum reisen die alleine?“, kommen Höcke die ersten Zweifel, bis er sich daran erinnert, dass er das Tierchen selbst gefangen ratte. Doch er wusste auch, dass viele Schiffsratten übers Mittelmeer kommen. Draußen hört er einen Lkw rattern und ergänzt „oder in einem Kühllaster. Diese Ratten!“

In Höcke kommt wieder der alte Kampfeseifer auf: „Das ist mein Kampf! Merkel und ihre Linksradikalen wollen uns alles, mit dem wir Spaß beim Lästern haben, mausen. Ich lasse mir aber mein M-Wort, mein N-Wort und mein Z-Wort nicht wegnehmen. Am Ende darf ich nicht mal mehr ein Moorbad nehmen, nur weil mal Menschen als Sklaven gehalten wurden und das M-Wort damit an Attraktivität verloren hat.“

Die Linken haben recht – das weiß auch die AfD, sie gibt es nur nicht zu, sondern setzt dieses Wissen ein!

Höcke glaubt, dass die AfD nur dann punkten kann, wenn sie als Sprachbewahrer in den Wahlkampf ziehen. Und die anderen müssen als Sprachpanscher diskreditiert werden! Für das Recht auf alle Wörter, ob H-Wort oder Y-Wort! Gegen das Gendern! „Wenn die Linksradikalen ausnahmsweise mal recht haben und Sprache formt, dann muss die AfD sich einfach bei Adenauer und seinen Vorgängern bedienen“, blitzt ein Hauch von Wahn in seinen Augen auf. „Dann bekommen wir unseren alten Staat zurück. Mit dem Arzt, dem Feuerwehrmann, der Krankenschwester und der Putzfrau!“

Noch nie wurde so gut deutlich, dass es der AfD gar nicht um die geliebten Wörter geht. Wörter sind Schall und Rauch, für die Retter Deutschlands sie sind nur ein Mittel zum Zweck. Die AfD will in die Adenauer-Zeit und gerne noch ein paar Jahre weiter zurück., und dazu sind die alten Wörter wichtige Bausteine.

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Bolsonaro leugnet Corona weiterhin: „Atemnot kommt … japs … vom schrumpfenden Regenwald“

Bolsonaro Coronavirus Regenwald
Was für eine Tragik! Ein ganzes Land bangt um seinen Präsidenten. Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert, vermutlich durch ein sträflich vergessenes Tischgebet! Foto: Palácio do Planalto, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY 2.0)

Brasiliens Präsident ,Jair Bolsonaro (NSDAP) ist schwer erkrankt. Bei ihm wurde das Coronavirus diagnostiziert. Ein ganzes Land ist in Schockstarre. Bolsonaro, der das Coronavirus die letzten Monate heruntergespielt und stets als „Kleine Grippe“ bezeichnet hat,  beruhigt seine Lands-Leutnants.

Bolsonaro sagte im brasilianischen Staatsfernsehen RIO1: „Liebe Kameraden. Macht euch keine … japs … Sorgen! Meine Atemnot … japs … kommt nicht von Corona. Die wahre Ursache ist, dass die Luft hierzulande … japs … immer schlechter wird. Der Regenwald lässt uns im Stich, er wird immer kleiner … superjaps!“

Urwald: Ursachenforschung

Bei der Ursachenforschung in puncto Regenwald steht Bolsonaro noch ganz am Anfang. Entweder seien Menschen schuld, Tiere, die Bäume selbst, Bill Gates, der NATO-Doppelbeschluss oder Gott.

Wichtig sei es aber, jetzt zu handeln. Die Verantwortlichen würden zur gegebenen Zeit bestraft, dafür gebe ich ja das Jüngste Gericht, so der Präsident.

Ad hoc will Bolsonaro die Brandrodungen mit Gegenfeuern eindämmen. Illegal gefällte Bäume sollen mit einer Verarbeitung bei Ikea und hin&mit bestraft werden. Für die Virenscanner ordnete der Präsident zudem Sonderschichten an.

Um den Menschen zu helfen, die von der Kleinen Grippe doch etwas härter betroffen sind, will Bolsonaro 2 Millionen Bibeln drucken und 2.000 Schamanen ausbilden lassen.

Gegen die Maskenpflicht

Eine Maskenpflicht lehnt Bolsonaro weiter ausdrücklich ab, da es keinen gesicherten Nachweise dafür gebe, dass sich der Regenwald davon erhole. Wenn die Menschen Masken trügen, ändere sich für die Bäume erst einmal gar nichts, außer dass sie sich möglicherweise zu Tode erschreckten. Die Bäume! Und die Menschen auch. Nachweislich seien mehr Menschen vor Schreck wegen der Masken gestorben als durch das Virus selbst, zitiert der Präsident eine Studie von Dr. Hildmann. Ganz im Gegenteil, führt Bolsonaro aus, viele Masken seien aus Papier, das man ja bereits für den Bibeldruck brauche.

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Gabriel gibt reumütig Job bei Tönnies auf – und setzt sich in Fleischersatz-Lobby für Tofu und Dildos ein

Sigmar Gabriel
Sigmar Gabriel mit grünem Phallus-Symbol um den Hals vor grünem Hintergrund. So sieht einer aus, der aus seinen Hehlern gelernt hat! Foto: A.Savin / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nachdem bekannt wurde, dass Ex-SPD-Parteichef und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel ausgerechnet einen hochdotierten Beraterjob beim umstrittenen Schlächter Tönnies ausübt, gelobt der Erzengel, wie ihn seine Gegner und Fans ehrfürchtig nennen, Besserung.

Gabriel sagte unserem Blatt: „Ich habe zwar nur lächerliche 10.000 Euro im Monat verdient und damit kaum mehr als das 69-fache eines Tönnies-Schlachtarbeiters, aber es war einfach fleisch! Ich meine falsch.“

Wie aus dem Umfeld von Gabriel nach außen drang, berät der fleischgewordene Sympathiepolitiker nun zwei Fleischersatzunternehmen. Ein Unternehmen stellt Tofu her, das andere Dildos. Über die Höhe der Vergnügung wurde noch nichts bekannt, aber man darf wolf davon ausgehen, dass Gabriels Einführungsgehalt jeweils im guten sechsstelligen Bereich liegt.

Öko bzw. vegan fordern und fördern!

Gabriel liegt nicht nur der Wechsel am Herzen, er will mit seinen gutem Kontakten in die Politik hinein in Zukunft auch An-Reize für Fleischersatzprodukte schaffen. Er sagte: „Mit Würsten kenne ich mich aus, die haben zwei Enden mit jeweils einem Zipfel dran. Tofuwürste sind in dieser Hinsicht auch nicht viel anders, aber politisch kotelett. Dildos dagegen sind asymmetrisch, können aber dafür mehrfach verwendet werden. Ein nachhaltiges Objekt.“ Aus Gabriels Kreisen war ferner zu hören, er würde sich auch für Penis-Wärmepumpen stark machen. Er ist also nun voll der Öko: „Statt viel Strom für eine Klimaanlage zu verbrauchen, kann man im Sommer einfach auch mal mehr ausziehen. Und Blasen kann nicht nur ein Ventilator“, sagte der Ex-Politiker. Zudem macht er sich für eine weitere Variante des Stromsparens stark: „Auch bei LED-Beleuchtung kann man mal das Rotlicht ausmachen.“ Wobei man jetzt farblich betrachtet bei dem Mann den Eindruck bekommt, im breiten Schatten eines Grünen-Politikers zu stehen.

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Globus für Verschwörungs­theoretiker vorgestellt – Attila Hildmann übernimmt Deutschland-Vertrieb

Globus für Verschwörungstheoretiker
Attila Hildmann präsdentiert dieses Modell der Erde, das mit dem Antarktis-Eisbergring der Wahrheit sehr, sehr nahe kommt. Inspiriert durch Xavier Naidoo und sein Lineal! Foto: Marco Verch, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY 2.0

Die bekannte Globusmanufaktur Helios, Inc., erweitert ihre Produktpalette und bringt den weltersten Globus für Verschwörungstheoretiker auf den Markt.

Der Firmensprecher Milk Wayne sagte, dass bislang Verschwörungstheoretiker diskriminiert worden wären. Dieser Ungerechtigkeit wolle man etwas entgegensetzen.

Der Globus repräsentiert eine Flacherde in Scheibenform (und ist von der Wortherkunft streng genommen kein Globus – lat. „globus“=Kugel). Den äußeren Abschluss des zylinderförmigen Modells bildet die Antarktis mit hohen, unüberwindbaren Eisbergen. Über dem Modell schwebt eine Lampe, die die Sonne darstellt. Diese besitzt eine bewegliche Mechanik, um den Sonnenkegel über die Erde wandern zu lassen, und ist die Äquivalente zu dem Drehmechanismus eines kugelförmigen Globus.

Das Modell wird im Fachhandel für ca. 150 US-Dollar erhältlich sein und noch im Herbst in den USA auf den Markt kommen. Europa wird gleich im Anschluss folgen. Der australische Markt wird ebenso bedient und liegt dem Unternehmen sogar besonders auf dem Herzen. Denn so bekämen die Menschen dort eine wissenschaftliche Erklärung dafür, warum sie nicht von der Unterseite der Erde herunterfallen. Denn sie befänden sich ja gar nicht auf einer solchen, so Wayne. Wissenschaft kann manchmal so einfach sein.

Weiteres Modell in Planung

Ein Modell, bei dem die Scheibenerde am Rand einfach mit einem Wasserfall ende, sei auch in Planung. Momentan habe man noch Probleme, einen Wasserkreislauf abzubilden und das Wasser wieder zurückzupumpen. Dennoch sei man optimistisch, in Zukunft auch diese ernstzunehmende These gebührend zu berücksichtigen.

Wayne sagte, man habe für die angebliche Kugelgestalt der Erde vor allem Nasa-Bilder als Hinweis. Da es keine Raumfahrt gebe, müssten die mehr als 17.000 Nasa-Mitarbeiter eine andere Aufgabe haben, als es die Nasa selbst behaupte. Daher gehe man davon aus, dass sie den ganzen Tag Bilder fälschten.

Attila Hildmann übernimmt Deutschland-Vertrieb

In Deutschland will Attila Hildmann, der vor dem Ende seiner veganen Karriere steht, die Vermarktung des Globus übernehmen. Denn er hat erfahren, dass sich unter Verschwörungstheoretikern überwiegend Fleischesser befinden. Entsprechend liegen seine veganen Produkte mittlerweile wie bleidurchsiebtes Fleisch in den Regalen.

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Professor findet heraus, nicht Fleischesser sterben früher, sondern diejenigen, deren Fleisch gegessen wird!

Schlachthof
Schlachthof. Das Fleisch kommt nicht aus dem Zoo in Hagen, sondern ist für Zoophagen bestimmt. Alleine bei diesem Bild hat man bereits eine Ahnung, wer die alte Streitfrage gewinnt und länger lebt. Lizenz: gemein und frei

Ist das jetzt die Wende in der alten Streitfrage „Fleisch essen oder lieber vegan leben“ zugunsten der Fleischliebhaber? Offenbar ja. Bislang ging man davon aus, dass Fleisch schädlich sei und dass man sich besser vegetarisch oder vegan ernähren sollte.

Doch Prof. Dr. Wolfgang Esser von der Universität Gütersloh hat eine neue Studie präsentiert, die eine gewaltige Sprengkraft hat. Der Wissenschaftler hat jahrelang Daten gesammelt und behauptet, oft würde die Frage falsch gestellt, der falsche Blickwinkel eingenommen. Er sei sich nun sicher, Karnivoren lebten länger.

So könnten Schweine in der Natur 10–15 Jahre alt werden. Schweine, die sich dafür entscheiden, dass sie geschlachtet werden, werden in der Regel schon nach 6 Monaten dem Metzger vorgestellt. Bei Hühnern ist es ähnlich: Sie könnten ein Lebensalter von 8 Jahren erreichen. Wenn sie sich dagegen für den Schlachter aussprechen, leben sie nur 5–6 Wochen. Bei Rindern ein ähnliches Bild: Natürliche Lebenserwartung in der Natur: 20 Jahre, Lebenserwartung für diejenigen, die es bevorzugen, verputzt zu werden: 18–24 Monate.

Das is(s)t eine überzeugende Faktenlage, die auf logischen Gründen basiert: Wenn jemand geschlachtet wird, passiert das natürlich immer vor dem natürlichen Tod. Also leben die Gegessen-Werdenden immer kürzer. Das ist mathematisch beweisbar, in Grunde braucht es dazu keine Studien.

Ungerechtfertigter Vergleich? Nein!

Nun könnte man aber noch einwenden, hier würden Verhaltensweisen von Menschen und Tieren verglichen, also quasi Äpfel mit Birnen. Aber Dr. Esser wendet ein: In Kulturen, in denen es Kannibalismus gebe, würden auch die Verspeisten nicht so alt wie diejenigen, die selbst Fleisch konsumierten.

Dr. Esser: „Sie können getrost Fleisch essen. Das ist ungefährlich. Lassen Sie sich aber nicht aufessen. Die Kunden von Armin Meiwes (Rotenburg) wissen, wovon sie sprechen. Nun gut, eher sprachen!“

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Boulevard Konflikte/Terror/Militär Natur/Tiere/Umweltschutz Politik

Gauland gibt seine Katze ins Tierheim, weil sie Fremde mag

Katze Tierheim Gauland
Selbst schuld: Dolfi ist nun im Tierheim. Foto: Superbass, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY-SA 4.0

Alexander Gauland (AfD) gilt eigentlich als Tierfreund. Doch mit seiner Katze Dolfi hatte er wenig Glück. Zum großen Ärger von Gauland mag seine Dolfi Fremde. Kommt ein Fremder in Gaulands Haus, läuft die Katze dem Besuch entgegen, begrüßt diesen und schnurrt. Sie zeigt keinerlei Furcht oder Abneigung vor Fremden. Dieses für Katzen eher ungewöhnliche Verhalten ist natürlich für jeden nationalen Politiker die größtmögliche Provokation.

Zudem störte sich Gauland daran, dass die Katze schwarz ist. Darauf hatte Gauland keinen Einfluss, da ihm das Tierchen geschenkt worden war. Gauland meinte, dass er die Katze zumindest zu einer strammen Patriotin erziehen könnte, da hätte man über die Fellfarbe ja noch hinwegsehen können. Doch er scheiterte. Dolfi lernte nicht einmal den Deutschen Gruß. Für Gauland ist das der Beweis, dass multikulturelle Gesellschaften nicht funktionierten, es gäbe nur Ärger. Was für ein Katzenjammer!

Als Dolfi einmal an einem Hitler-Bild die Krallen schärfte und eine wertvolle Ausgabe von „Mein Kampf“ zu Konfetti verarbeitete, war das Maß endgültig voll. Gauland gab seine Katze wutentbrannt im Tierheim ab. „Da können sich jetzt gerne ein paar grüne oder rote Socken mit diesem Krüppel ärgern“, flucht Gauland.

Nun will sich Gauland eine scheue Haselmaus anschaffen. Immerhin ist die „scheue Haselmaus“ Tier des Jahres 2017 – und dieses Jahr war ein Erfolgsjahr für die AfD. „Da kaufe ich sicherlich nicht die Katze im Sack“, so Gauland.

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Nicht nur Hochs und Tiefs – nun erhalten auch Autobahnstaus Namen

Autobahnstau
Autobahnstau. Lizenz: Public Domain

Bei Hoch- und Tiefdruckgebieten sind sie für alle eine Hilfe: Namen. Dabei erlauben Namen Zuordnungen und erleichtern Bezüge. Der Orkan, der am 10. Oktober 2015 über das Land zog, liest sich schlecht. Besser ist bereits eine kryptische Bezeichnung wie X7KL10. Aber diese kann man sich schlecht einprägen. Also müssen „sprechende“ Namen her.

Wir erinnern uns an den Orkan Sabine, der eben erst über unserem Land tobte. Oder an den Orkan Kyrill, der 2007 für riesige Schäden in Europa sorgte und Windgeschwindigkeiten bis 225 km/h erreichte.

Nun soll der positive Effekt auf das Wichtigste, das wir im Lande haben, nämlich Autobahnstaus, ausgedehnt werden. Dabei erhalten alle größeren Staus, die es in die Verkehrsmeldungen schaffen, Namen. Zuständig für die Namensvergabe ist der Deutsche Verkehrsrat in Zusammenarbeit mit dem ADAC.

Als Namen kommen vor allem bekannte Politiker zum Einsatz, da diese ja durch Versäumnisse in ihrer Politik zumindest teilweise für die Staus verantwortlich sind. Die Politiker tragen damit eine Mitschuld an den mit dem Stau verbundenen Wartezeiten, die zu großen wirtschaftlichen Einbußen sowie auch zu Aggressionen und damit auch zu gesundheitlichen Schäden führen können.

„Auf der A1 ist heute Andreas Scheuer mit 61 km“

So könnte in Zukunft eine Staumeldung im Radio lauten. Die Zuordnungen werden nun erleichtert. Auch sorgen die Namen ein wenig zur Entspannung gefrusteter Autofahrer. Denn ein Schimpfen auf jemandem tut der Seele gut:

„Erst wurde ich vom Stau Gauland gefickt, aber dann ging es weiter, bis ich schließlich in Merkel feststeckte“

Die Kommunikation wird durch eindeutige Zuordnungen erleichtert. Damit lassen sich Umfahrungstipps leichter formulieren.

„Altmaier wird länger, selbst mit einem Umweg sind Sie durch Seehofer schneller durch“

Die Namen werden durchrotiert und können sich dann wiederholen. Aber da hat sich der ursprüngliche Stau ja längst aufgelöst, der Stau Merz vielleicht mal ausgenommen, der sage und schreibe einen ganzen Monat dauert.

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Prognose: BER erst fertig, wenn Berlin (nur 34 m ü.d.M.) wegen Klimawandel von Meer überschwemmt. Zwischennutzung als Hafen geplant

Flughafen BER
Flughafen BER. Foto: chrisK / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Beim im Bau befindlichen Hauptstadtflughafen gibt es erneut Verzögerungen. Acht Monate vor der geplanten Eröffnung seien noch mehr als 5.000 wesentliche Baumängel nicht vom TÜV abgenommen worden, berichtet die Berliner Zeitung unter Berufung auf das Onlinemagazin Business Insider.

Die neue Prognose besagt, dass der BER voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig fertig wird, bevor Berlin als Folge des Klimawandels „dank“ des steigenden Meeresspiegels dauerhaft von der dann vereinigten Nord-/Ostsee überflutet sein wird. Denn der BER liegt nur 34 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Noch-Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), schimpft auf die Verantwortlichen Planer aus der Wowereit-Zeit, die den BER nicht auf einem künstlichen Hügel errichtet hätten. „Damit hätten wir Zeit gewonnen, vielleicht viele Jahre“, sagte Müller unserem Blatt.

BER-Zwischennutzung als Hafen?

Derzeit wird untersucht, ob man das BER-Gelände in einer Zwischennutzung als Hafen betreiben könnte. Das Problem wird hier aber sein, dass die erforderliche Umplanung nebst Umbau wahrscheinlich so viel Zeit in Anspruch nehmen wird, dass es aufgrund des erbitterten Anstieg des Meeresspiegels nur noch einige Hundert Kilometer südlich vor den Toren des Berlins Häfen geben kann. Denn das Wasser kennt keine Planungspannen und Verzögerungen, es steigt auch nach Behördenversäumnissen.

Meer
So wird der BER bei seiner Fertigstellung aussehen, vorausgesetzt, es kommt nicht noch zu weiteren Verzögerungen: Lizenz: Public Domain

Schwimmender Flughafen?

Ein schwimmender Flughafen wäre grundsätzlich denkbar. Auch an der Position des heutigen BER. Müller will hierzu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Die Position könne man aber als variabel sehen. Der Flughafen könnte dann abhängig vom Klimawandel der sich verschiebenden Küstenlinie folgen und nahe an den Hafenstädten einen Flugbetrieb ermöglichen. Ob man das dann noch BER nennen sollte, weiß Müller nicht, zumal die deutsche Hauptstadt dann wohl eher „München“ lauten dürfte (derzeit 519 m ü.d.M.).

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Flutkatastrophe in England – An zwei Tagen hat es so viel geregnet wie sonst an drei

Hochwasser England
Lizenz: Public Rain

Tief „Dennis“ brachte Großbritannien eine Flutkatastrophe. Über 1.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Inzwischen ist die Ursache ermittelt worden: Es hat in Großbritannien an nur zwei Tagen so viel geregnet wie sonst an drei Tagen. Boris Johnson steht in der Kritik, da er darauf verzichtete, den nationalen Krisenstab einzuberufen.

Johnson hat als Grund für den Starkregen den verzögerten Brexit ausgemacht. Der Stillstand beim Brexit habe das ganze Land in eine Lethargie versetzt und somit auch das rechtzeitige Abregnen verhindert. Dass es jetzt stark regne, sei ein Zeichen dafür, dass sich das Land erhole und auch die Natur das Versäumte nachhole, sagte der Premier unserem Blatt. Die nächsten Monate seien die entscheidenden. Johnson will mit der EU ein Freihandelsabkommen schließen. Johnson betonte, er wollen keinen „übertrieben freien, aber einen regen Handel“.

Als Sofortmaßnahmen hat Johnson den Einsatz von Regenbombern, die Silberjodid in die Wolken sprühen, angeordnet. So wie man gezielt Brandschneisen einsetzt, um das Feuer zu stoppen, will Johnson zwischen Flutgebieten das Hochwasser durch künstliche, schmale Fluten stoppen. Nur Wasser ist stark genug, um Wasser aufzuhalten. Dämme könnten brechen, aber dass Wasser breche, sei noch nie vorgekommen, führt der Premier aus.

Boris Johnson
Kann auch Naturkatastrophe: Briten-Premier Boris Johnson. Foto: Ben Shread / Lizenz: OGL v.3
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Klimaschutz: Regierung verschärft Sommertag-Definition (30 statt 25 Grad), damit Sommer wieder kürzer werden

Klimawandel
Klimawandel: Endlich handelt die Bundesregierung! Lizenz: Public Domain

Der Vorwurf ist hart, aber gerecht. Die Bundesregierung unternehme zu wenig gegen den Klimawandel, heißt es immer wieder. Doch jetzt scheint Bewegung in den Klimaschutz zu kommen. Denn die Bundesregierung will dafür sorgen, dass die Sommer wieder kürzer werden, und das schon dieses Jahr. Kürzere Sommer werden zum Gegentrend bei der Erderwärmung.

Kürzere Sommer in greifbarer Nähe!

Konkret sollen nun Tage nicht schon ab 25 Grad Höchsttemperatur als Sommertage gewertet werden, sondern erst, wenn das Quecksilber mindestens 30 Grad erreicht. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist vom Erfolg der Maßnahme überzeugt. Man visiere wieder Sommer an, wie sie in den 1970er-Jahren üblich gewesen seien.

Schulze sagte unserme Blatt: „Endlich gibt es ein vernünftiges, tragfähiges Konzept, um den Klimawandel nicht nur zu bremsen, sondern sogar umzudrehen. Wir erreichen nicht nur alle Klimaziele, sondern schaffen sogar eine Übererfüllung.“

Man werde solche Maßnahmen aber auch weiterentwickeln. So lasse man untersuchen, ob ein Schrauben an der Definition einer Tropennacht (derzeit, wenn die Temperatur die ganze Nacht nicht unter 20 Grad fällt) auch nachhaltige positive Effekte hätten. Die Definition von Wintertagen stünden ebenso auf dem Prüfstand, ist aus dem Bundesumweltministerin zu hören.

Weitere Maßnahmen

Doch erfreulicherweise ist das noch nicht alles. Schulze scheint sogar in eine Handlungsneurose verfallen zu sein. So wird auch Folgendes untersucht bzw. ist schon umgesetzt:

  • Bei den Beratungsstellen für Pilzsammler zählen ab sofort auch Heizpilze als ungenießbar und werden von den fleißigen Mitarbeitern aussortiert. Eine Vernichtung an Ort und Stelle soll dafür sorgen, dass die Pilze keine Wirkung entfalten.
  • Damit die Abluft von Klimaanlagen nicht die Umgebung draußen aufheizt, soll sie nicht mehr nach draußen abgeführt werden, sondern nach innen und dort in einem weiteren Durchgang in Apparatur geleitet und auf diese Weise gekühlt werden.
  • Der Hot Button, besonders aus Fernsehsendungen bekannt, wird verboten.
  • Mit nassen Tüchern lässt sich die Temperatur einer Wohnung senken. Dazu muss aber nasse Wäsche auch aufgehängt werden und nicht im Trockner landen. Damit das Aufhängen attraktiver wird, soll eine Strafabgabe auf elektrische Wäschetrockner erhoben werden.
  • Mit einer Kampagne sollen reifere Frauen in den gesellschaftlichen Mittelpunkt gerückt werden. Denn jüngere Frauen werden im sexuellen Sinne eher als „heiß“ empfunden, was ja den Bemühungen, dem Klimawandel zu begegnen, zuwider läuft.
  • Hotels sollen in Zukunft „Cooltels“ heißen. Der Rat der Deutschen Sprache hat dem bereits zugestimmt. Auch die „Hotline“ ist begrifflich auf dem Prüfstand, ebenso die „Heisenbergsche Unschärferelation“.
  • Der beliebte Spielfilm „Manche mögen‘twere heiß“ steht nun auf dem Index für klimagefährdende Medien.
Hitze
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Zigarettenautomaten erhalten Bondrucker – Papier ist hochtoxisch, damit es zum Produkt passt

Zigarettenautomat
Auch ein Zigarettenautomat hat ein elektronisches Kassensystem und fällt damit unter die neue Belegausgabepflicht. Lizenz: Public Domain

Die neu eingeführte Bonpflicht (amtlich Belegausgabepflicht) wird konsequent und schrittweise umgesetzt. Bis 1. Juli müssen auch die Zigarettenautomaten umgerüstet werden. Denn das Gesetz sieht vor, dass alle Verkaufsstellen mit elektronischem Kassensystem unter die Bonpflicht fallen. Dies trifft auf Zigarettenautomaten eindeutig zu, denn schließlich sind diese in der Lage, Bargeld anzunehmen, zu zählen und auch Restgeld herauszugeben. Ebenso kann per Girocard bezahlt werden, die zudem die Altersprüfung durchführt und auch beim Zahlen mit Bargeld als Nachweis der Volljährigkeit dient.

In den nächsten Monaten werden die Zigarettenautomaten mit Bondruckern nachgerüstet bzw. durch neue Modelle ersetzt, die bereits standardmäßig einen Bondrucker an Bord haben.

Um dem Produkt gerecht zu werden, wird das Bonpapier mit einigen hochtoxischen Chemikalien versehen. Dick Rauch, Chef des größten deutschen Automatenaufstellers, bringt es auf den Punkt: „Wir lehnen die Bondrucker zwar ab, aber ein chemikalienfreies Papier, das ökologischen Ansprüchen genügt und sogar recycelt werden kann, passt nun wirklich nicht zum Tod ähhh… ich meine  … todsicher nicht zu Zigaretten. Hier hat die Politik richtig entschieden.“ Im Bonpapier werden unter anderem Arsen, Dioxin, Polonium und TTX enthalten sein, wenngleich einige davon in eher geringen Mengen.

Bonpapier ist gleichzeitig eine Papierhülse zum Selbstdrehen von Zigaretten!

Um einer Vermüllung der Umgebung von Zigarettenautomaten durch auf den Boden geworfene Bons entgegen zu wirken, lassen sich die ausgegebenen Bons zum Selbstdrehen von Zigaretten verwenden. Auch das ist ein Grund, dass das Papier giftig ist. Denn einige toxische Stoffe im Papier entfalten die Giftstoffe im Tabak erst richtig und erzeugen das von den Rauchern gewünschte Produkt, das per se ja gerade keine gesunde Öko-Bio-Körner-Ernährung darstellen soll.

Die Automatenaufsteller haben sich gegen die zusätzliche Verwendungsmöglichkeit als Selbstdrehpapier ausgesprochen, denn sie wollen ja Zigaretten verkaufen und keine Selbstdreher bedienen. Jeder ausgeworfene Bon bedeutet eine Zigarette weniger, die am Automaten gezogen wird, zumindest dann, wenn alle Kunden auf das Drehen zurückgreifen.

Beobachter rechnen damit, dass die Bons dennoch in großer Stückzahl auf dem Boden landen. Dies hat aber einen gewaltigen Vorteil: Man sieht die auf den Boden geworfenen Kippen vor lauter Bonpapier nicht mehr. Somit löst man ein bestehendes Problem souverän.

Zigarettenkippen
Zigarettenkippen. Lizenz: Public Domain
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Rückgabe von Pfandflaschen bald nur noch mit Kaufbeleg – „Bonpflicht ist Bonpflicht!“

Pfandrückgabeautomat
Pfandrückgabeautomat. Bei der Rückgabe wird sich nun einiges ändern. Lizenz: Public Domain

Seit dem 01.01.2020 müssen alle Händler, die ein elektronisches Kassensystem haben, den Kunden Bons aushändigen (Belegausgabepflicht, umgangssprachlich Bonpflicht). Das gilt auch z.B. für Bäckereien bei Kleinsteinkäufen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will damit Steuerbetrug eindämmen. Umweltschützer kritisieren die enorme Umweltbelastung durch die Bons, die oft auf Thermopapier gedruckt werden, das nicht als Altpapier entsorgt werden kann.

Daneben besteht auch eine gesundheitliche Gefahr beim Berühren der Bons. Die wärmeempfindliche Schicht auf dem Thermopapier weist hohe Mengen von Bisphenol A (BPA) auf. Dabei handelt es sich um einen hormonellen Wirkstoff, von dem angenommen wird, dass er krebserregend ist, unfruchtbar macht, das Immunsystem schwächt, religiösen Wahn auslöst und einige weitere gesundheitliche Gefahren birgt.

Olaf Scholz hat nun seinen Gedanken zu Ende geführt und sagt: „Bonpflicht ist Bonpflicht!“ Das bedeutet, dass eine Rückgabe von Leergut in Zukunft nur noch mit einem Nachweis erfolgen kann – so wie man für den Umtausch einer Ware bei Nichtgefallen oder Mängeln auch einen Kaufbeleg vorzeigen muss.

Scholz weist auf den bandenmäßigen Betrug hin, bei dem vornehmlich osteuropäische Kriminelle für wenige Cent Plastikflaschen nur mit dem Ziel herstellen, damit 25 Cent Pfand abzugreifen – die ja nie bezahlt wurden.

Die neue Regelung soll nun schnellstmöglich eingeführt werden, das Bundeskabinett hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Scholz beschwichtigt: Pfandflaschen können weiterhin in beliebigen Läden zurückgegeben werden. Nur der Nachweis, dass die Getränke regulär gekauft wurden – wann und wo –, müsse halt erfolgen.

Einzelhandelsverband gegen die Pläne

Der Einzelhandelsverband läuft Sturm gegen die Pläne. Es wird befürchtet, dass das Personal an der Kasse bei der Rückgabe von Dutzenden Flaschen und Dosen minutenlang verschiedenste Kassenbons aus zig Läden kontrollieren müsse. Sollten einzelne Flaschen nicht zugeordnet werden können, müssten einzelne Flaschen zurückgewiesen werden. Auch könne man ja den Kunden die bereits im Automaten geschredderten Flaschen und Dosen nicht wieder mitgeben, damit dieser sie später zurückgeben kann – dieses Mal mit Kaufbeleg.

Attacke auf Flaschensammler

Schlimmer trifft es die Flaschensammler, die mit im Abfall gefundenen Flaschen nichts mehr anfangen können. „Das ist eine Attacke auf den Sozialstaat“, sagt die Linken-Politikerin Susanne G. Arbage. Anstatt den gesetzlichen Mindestlohn auch auf Flaschensammler anzuwenden, wird die Verdienstmöglichkeit ganz gestrichen, schimpft die Sozialpolitikerin. Damit werde das Müllproblem verschärft.

Wir stellen den Finanzminister zur Rede. Mit einem Restaurantbon in der Hand begrüßt er uns zunächst mit „Bon appétit“. Danach stellt der smarte Politiker klar, er wolle an dem Vorhaben festhalten und notfalls die Rückgabe auf die Läden beschränken, in denen die Getränke gekauft wurden. „Das reduziert die Bürokratie, die ich geschaffen habe“, klopft sich der Politiker selbst auf seine Scholzer. ((Bemerkung Korrektor: Ein Wortspiel oder soll ich es ändern?))

Ab Sommer: Bonpflicht auch für stumme Zeitungsverkäufer

Die Bonpflicht soll zudem weiterentwickelt werden. Noch bis zum Sommer will Scholz erreichen, dass auch stumme Zeitungsverkäufer Bons ausspucken. Ausnahmen von der Bonpflicht will Scholz im Wesentlichen nur für Politiker-Boni. Weil da ja das Wort „Bon“ schon enthalten sei, sei dem Gesetz genüge getan, meint Scholz.

Kassenbon
Lizenz: Public Domain
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Neue Autobahn zu laut? Porschefahrer stellt nach 20 Testfahrten mit 200 km/h keine Ruhestörung durch Autobahn fest

Porsche auf Autobahn
Wie laut darf eine Autobahn sein? Lizenz: Public Domain

Sie steht unter heftiger Kritik: die im letzten Dezember freigegebene Verlängerung der A14 von Bad Sollenhausen nach Markt Habenbrun. Die Behörden werden mit Lärmbeschwerden überschüttet. Ein Bad-Sollenhausener-Bürger lud als Reaktion auf den Lärm drei ausrangierte Kirchenglocken vor seiner Stadtverwaltung ab.

Jan (29) ist mit seinem geliebten Porsche der Sache auf den Grund gegangen. Es ist immer als positiv zu werten, wenn Bürger nicht nur tumb protestieren, sondern selbst Dinge überprüfen und Lösungen erarbeiten.

So ist Jan mit Tempo 200 km/h den neuen Autobahnabschnitt 20 Mal in beide Richtungen abgefahren. Sein Resümee: „Alles nur Panikmache! Der Sound im Wagen ist einfach nur geil. Die Autobahn ist zwar nicht unbedingt leise, aber keinesfalls zu laut. Ich will ja im Auto nicht einschlafen, weil das bei Tempo 200 km/h ohnehin zu gefährlich ist. So gesehen ist alles in Ordnung, es besteht kein Handlungsbedarf! Wem die Autobahn dennoch zu laut ist, der soll halt Landstraße fahren.

Weiteres Bürgerengagement in Vorbereitung

Jan will in Zukunft seine Aktivitäten in pucto Bürgerengagement intensivieren. Dabei will er folgenden Fragen nachgehen: Sind die Verzögerungen am Berliner Hauptstadtflughafen BER noch im grünen Bereich? Wird der Bahnhof in Stuttgart in der vorgeschrieben Tiefe von 21 Metern errichtet? Wird Joghurt gegessen oder getrunken? Repariert Carglass auch Handydisplays? Muss eine 19-jährige sterben, die eine Creme aufträgt, die 20 Jahre jünger macht? Besteht die Gefahr einer Augenschädigung, wenn man Fotos von der Sonne betrachtet? Warum ist ein Beichtstuhl nie flüssig? Was ist der Sinn des Lebens? Hat Gott auch ein drittes Geschlecht? Warum misst man die Zeit, wo diese immer gleich schnell vergeht – im Unterschied zur variablen Geschwindigkeit eines Wagens? Muss man für Mautbrücken extra Maut bezahlen? Wie finden zwei Skelette, die ein Date haben, heraus, welches Geschlecht das andere Skelett hat?

Mautbrücke
Foto: Politikaner / Lizenz: CC BY-SA 3.0
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Westfalen: 500 Euro Bußgeld wegen verstaubter Zeitschriften im Altpapiercontainer

Altpapiercontainer
Altpapiercontainer. Hier gehören u.a. Zeitschriften rein. Dabei ist aber einiges zu beachten, was manchen Mülltouristen aber offenbar egal ist. Foto: onnola / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Kommunen wehren sich schon seit Längerem immer stärker gegen falsch getrennten Müll. Jan (29), der im westfälischen Breckerborn wohnt, staunte dennoch nicht schlecht, als er einen Bußgeldbescheid seiner Stadtverwaltung bekam.

Es heißt dort, er habe verstaubte Zeitschriften im Altpapiercontainer entsorgt. Er muss nun saftige 500 Euro Bußgeld wegen Verstoß gegen das Gebot der Mülltrennung bezahlen. Er hätte den Staub trennen und diesen im Restmüll entsorgen müssen. Auf die Schliche gekommen ist man ihm durch Adressaufkleber seiner abonnierten Erotikmagazine (die mit den guten Interviews).

Jan versteht die Welt nicht mehr: „Dabei habe ich doch extra die Heftklammern aus allen Heften entfernt und das dadurch gewonnene Metall ordnungsgemäß auf dem Wertstoffhof zu den vorgegebenen Zeiten (Metall: ungerade Wochen, Donnerstag, 8:30 bis 10:30) abgegeben.“ Bei dem Vorgang hat sich Jan mehrfach an den scharfen Nadeln geschnitten. Das Verbandszeug hat er dabei offenbar korrekt im Restmüll entsorgt, denn hier gab es keine Klagen seitens seiner Stadt.

Jan hat sich die Broschüre, die seine Stadt ihm vor Jahren gesendet hat, noch mal genauer angeschaut. Zumindest Staubsaugerbeutel seien da als Restmüll-pflichtig aufgelistet. Dabei kann man natürlich streiten, ob auch deren Inhalt unter diese Kategorie fällt.

Da keinblatt.de nicht nur ein seriöses Nachrichtenmagazin, sondern auch immer die Tradition eines Verbrauchermagazins gepflegt hat, hier noch eine Übersicht zur Altpapierentsorgung, damit Ihnen nicht dasselbe passiert wie Jan:

Das darf in den Altpapiercontainer (Quelle: T-Online):

  • Briefe
  • Briefumschläge mit und ohne Sichtfenster
  • Eierkartons
  • Hefte und Bücher ohne Kunststoffeinband
  • Hochglanzpapier
  • Kartons
  • Kataloge und Werbeprospekte
  • Magazine und Zeitschriften
  • Papiertüten und Papiertragetaschen
  • Packpapier
  • Reißwolfschnipsel
  • Schreib-, Computer- und Briefpapier
  • Verpackungen aus Pappe sowie Pappschachteln
  • Wellpappe
  • Zeitungen

Das darf NICHT in den Altpapiercontainer:

  • Aufkleber und Etiketten
  • beschichtete Papiere, Butterbrotpapiere
  • Durchschlag- und Kohlepapier
  • Fotos
  • Getränkekartons
  • Hygienepapier wie Taschentücher oder Küchenkrepp
  • nassfest imprägnierte und/oder geleimte Papiere und Pappen
  • Papierkarten mit Magnetstreifen
  • Pizzakartons und Verpackungen von Tiefkühlware
  • Servietten
  • Tapeten (auch nicht benutzte Rollen)
  • Verbundstoffe
  • verschmutzte Verpackungen
  • Wachspapier
Zeitschriften
Zeitschriften richtig entsorgen! Lizenz: Public Domain
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Gesellschaftliches Medizin/Gesundheit Natur/Tiere/Umweltschutz Religion

Laubbläser dürfen Schalldruck von 100 dB(A) nicht mehr überschreiten, weil sonst Kirchenglocken überhört werden

Laubbläser
Gott und Kirchen sei Dank! Der Lärm wird erträglich! Lizenz: Public Domain

Endlich wird etwas gegen die lauten, gehörschädigenden Laubbläser unternommen. Ab dem 01.03.2020 dürfen in Deutschland keine Laubbläser mehr verkauft werden, die einen Schalldruckpegel von mehr als 100 dB(A) aufweisen.

Für eine Senkung des Lärms haben sich die Kirchen in Deutschland stark gemacht. Denn bei dem Krach können die Menschen die Kirchenglocken kaum noch hören. Ein Bistumssprecher sagte unserem Blatt: „Uns sind Fälle bekannt, da haben Gläubige den Sonntags-Gottesdienst verpasst, weil der Nachbar verbotswidrig seinen Laubbläser betrieben hat, anstatt selbst in die Kirche zu gehen. Kein Wunder, dass die Gottesdienste so schlecht besucht sind. In den 1950er-Jahren waren die Kirchen noch voll, da gab es noch keine Laubbläser. Das ist der Beweis!“

Läuten dient der Information – aber erinnert auch daran, als Jesus Christus ans Kreuz geschlagen wurde

Doch auch wenn Laubbläser nur zu christlichen Zeiten eingesetzt würden, würden Läutvorgänge verpasst. Auf dem Land sei es immer noch üblich, die Uhrzeit rein akustisch wahrzunehmen – vor allem, wenn der Blick zur Kirchturmuhr durch einen Heuwagen beeinträchtigt sei. Da sei es wichtig, dass das viertelstündliche Läuten gehört werde, führt der Sprecher aus. „Jeden Glockenschlag muss man als Schlag mit dem Hammer auf die Nägel sehen, mit denen Jesus Christus ans Kreuz genagelt wurde. Nun wissen Sie, jeder Schlag erinnert an das Leiden Jesu, der ein ganz besonderer Mensch war und aus Liebe zu den Menschen am Kreuz gestorben ist“, setzt der Kirchenmann fort.

Heute verkaufte Laubbläser erreichen einen Schalldruckpegel von teilweise 120 dB(A), was in etwa einem startenden Düsenjet entspricht. Vor Hörschäden schützen auch die neuen, leiseren Geräte nicht zwangsläufig, denn das Gehör kann bereits ab 80 dB(A) geschädigt werden. Dennoch kann von einer deutlichen Verbesserung gesprochen werden. Auch ist davon auszugehen, dass mehr elektrische Laubbläser verkauft werden, die sogar unter den 80 dB(A) bleiben.

Glockenstuhl
Selbst die lauten Kirchenglocken können die Laubbläser kaum übertönen! Das wird sich nun ändern. Foto: TMg / Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
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Gesellschaftliches Natur/Tiere/Umweltschutz Szene

Neuer Veganer-Trend: Spezielle Ernährung bewirkt Dauerdurchfall, damit hinten keine Wurst rauskommt

Mr. Kot
Bei strenger Auslegung nicht vegan! Lizenz: Public Domain

Es ist ein durchaus gefährlicher Trend, der sich in der Veganerszene breitmacht. In diversen Foren werden vegane Ernährungspläne ausgetauscht, die zu einem Dauerdurchfall führen. Das Ziel ist, dass hinten keine Wurst rauskommt.

Da (Dauer-)Diarrhoe dem Körper schadet, wird hier auf das Abdrucken solcher Ernährungspläne und auch auf Links zu den einschlägigen Foren verzichtet.

Einige Veganer sehen den neuen Trend kritisch. Nicht wegen der Gesundheitsgefahren, denn diese stehen bei Veganern ja ohnehin nicht hoch im Kurs. Aber es gibt die Meinung, dass zwar der Verzehr von Wurst verboten sei, aber nicht die Wurstherstellung. Andere wiederum sagen, was hergestellt werde, werde meist auch verzehrt. Und selbst wenn tierische Produkte nicht gegessen würden, die Tiere müssten ja dennoch leiden oder würden beklaut werden (den Hühnern werden die Eier weggenommen). Also sei auch bereits die Herstellung solcher Produkte nicht vegan.

Vegan
Lizenz: Public Domain
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Gesellschaftliches Natur/Tiere/Umweltschutz Politik Verkehr

Klimapaket der Bundesregierung: Wirkung von Null erfolgreich verdoppelt!

Svenja Schulze
Die Bundesregierung hat geliefert! Dieses Mal keine schwarze Null, aber eine Null! Bundesumweltministerin Svenja Margarete Schulze (SPD). Foto: Gerd Seidel (Rob Irgendwer) / Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Die Bundesregierung hat das Klimapaket nachgebessert. Man hat sich auf einen mehr als doppelt so hohen Einstiegspreis von 25 Euro pro Tonne CO2 geeinigt. Erst sollte der Einstiegspreis bei 10 Euro liegen. Auf die Spritpreise umgerechnet bedeutet dass, dass auf den Liter Benzin und Diesel 2021 statt 3 Cent nun 7,5 Cent aufgeschlagen werden. In den Folgejahren gibt es weitere Steigerungen, bis schließlich 2026 der Aufpreis bei 19,5 Cent pro Liter liegen wird. Im Gegenzug wird jedoch die Pendlerpauschale stärker als ursprünglich vorgesehen erhöht, um die höheren Treibstoffpreise zu kompensieren. Weitere Maßnahmen sind günstigere Bahntickets durch die im Fernverkehr gesenkte Mehrwertsteuer. Künftig gilt ab 50 km Entfernung statt der normalen Mehrwertsteuer von 19 % der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 %. Fliegen wird dagegen teurer, indem an der Luftverkehrsabgabe geschraubt wird.

Klimafreundliches Heizen wird belohnt!

Energetische Sanierungsmaßnahmen im selbst genutzten Wohneigentum werden gefördert, ebenso der Austausch von Ölheizungen durch klimafreundliche Wärmeerzeugung. In bestimmten Fällen soll der Einbau von Ölheizungen ab 2026 verboten werden, nämlich dann, wenn umweltfreundliche Alternativen grundsätzlich möglich sind.

Bundesumweltministerin Svenja Margarete Schulze (SPD) sagte: „Uns ist ein großer Wurf beim menschengemachten Klimaschwindel ähhh… Klimawandel gelungen. Mit unserem Klimapaket verdoppeln wie die Wirkung von Null erfolgreich, ich meine, ich wollte sagen, wir verdoppeln die Wirkung für die Natur.“

Klimawandel Eisbär
Tierkundler haben rausgefunden, dass die Geste des Eisbärs bedeutet: „Danke für die Rettung!“ Lizenz: Public Domain
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Medizin/Gesundheit Natur/Tiere/Umweltschutz

Erste Apotheke verkauft nur noch unverpackte Medikamente

Unverpacktladen
Das umweltfreundliche Konzept des Unverpacktladens wird nun auch auf Apotheken ausgedehnt. Foto: storebukkebruse, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY 2.0
Apotheken-Logo
Geht auch umweltfreundlich: Unverpackt-Apotheke in Gelsenkirchen

Blisterverpackungen, Plastikdöschen, Pappschachteln, Beipackzettel – Apotheken waren bisher nicht nachhaltig, sondern reine Verpackungsmüllerzeuger. Das soll jetzt ganz anders werden. In Gelsenkirchen hat die erste Unverpackt-Apotheke eröffnet, die nach dem Konzept des Unverpacktladens arbeitet. Der Kunde füllt sich dabei Standardmedikamente in mitgebrachte, wiederverwendbare Behälter, die er selbst beschriftet (Ablaufdatum nicht vergessen!). Tabletten, Pillen und Kapseln sowie Säfte (etwa Hustensaft) kommen direkt aus der Zapfstation (Foto) – ähnlich wie z.B. Nüsse oder Sirup im Unverpacktladen. Die Abrechnung erfolgt nach Gewicht. Bei rezeptfreien Medikamenten ist das kein Problem. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten stellt dagegen der Apotheker sicher, dass nicht mehr eingefüllt wird, als der Arzt verschrieben hat. Bei selten verlangten Medikamenten greift der Apotheker ebenso ein. Auch z.B. für Nasensprays gibt es wiederbefüllbare Fläschchen, die in der Apotheke erworben werden können. Natürlich sind sie mit Pfand belegt. Medikamente, die in der Apotheke zusammengemischt werden, können Kunden nach kurzer Einweisung im Apothekenlabor (Nebenraum) in Zukunft selbst mixen.

Laut Apotheke kann der Verpackungsmüll um 90 % reduziert werden. Auch eine Vollzeitstelle konnte durch die weitgehende Selbstbedienung eingespart werden. Der Kunde wird durch geringere Verkaufspreise belohnt und unternimmt auch gleichzeitig etwas für die Umwelt.

Auch der Beipackzettel ist kein Problem

Auch auf den Beipackzettel muss der Kunde keinesfalls verzichten. Alle Hersteller halten bereits seit Jahren ihre Beipackzettel im Internet zum Abruf vor.

Tabletten
Tabletten und Kapseln lose kaufen. Das ist nachhaltig! Lizenz: Public Domain

Doch so ganz problemlos wie beschrieben war der Start des Ladens nicht. Am Anfang wurden Tabletten in offenen Behältern verkauft – und mit einem Schäufelchen in die mitgebrachten Behälter eingefüllt. Nachdem einige – vor allem ältere – Kunden zu viel entnommene Tabletten, die bekanntlich oft gleich aussehen, in den falschen Behälter zurückgefüllt hatten, wurde auf das oben beschriebene Zapfsystem umgestellt. Nun läuft aber alles reibungsfrei.

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Finanzen Gesellschaftliches Konflikte/Terror/Militär Medizin/Gesundheit Natur/Tiere/Umweltschutz Politik

Das große Friedrich-Merz-Interview

Friedrich Merz 2017
Friedrich Merz (CDU): Er wird Deutschlands nächster Bundeskanzler, und er wird gut! Foto: Michael Lucan / Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

AKK schwächelt und wird immer unbeliebter, daher wird Friedrich Merz schon als nächster Bundeskanzler gehandelt. Wir treffen uns mit dem Bundeskanzler in spe zu einem Interview.

keinblatt.de: Lieber Friedrich Merz, wir freuen uns, Sie zum großen keinblatt.de-Interview begrüßen zu dürfen.

Friedrich Merz: Die Freude liegt ganz bei mir.

kb: Was qualifiziert Sie als Bundeskanzler?

F. M.: Ich bin BlackRock-Finanzexperte. Ich hole die Deutschland AG aus den Schulden. Ich bin Ökonom. Ich werde die Deutschland AG entbürokratisieren und modernisieren. Auch habe ich einen Namen, den man weltweit gut aussprechen kann. Bereits das disqualifiziert doch diese – wie heißt sie doch gleich? Anna Great Trump Kracherbau… AK … AKW oder was weiß ich. Mein Name hat keine Umlaute, kein „ß“. Außerdem ist „Fritz“ durch die „FritzBoxen“ in Amerika populär geworden. Auch das spielt eine Rolle.

kb: Welche Schwerpunkte werden Sie als Bundeskanzler setzen?

F. M.: Erst einmal möchte ich Euro aller … – ich meine euer aller Kanzler werden. In erster Linie werde ich in der Steuerpolitik umsteuern. Die Steuern werden so ausgestaltet, dass es allen Bürgern finanziell gut gehen wird. Dabei werde ich die Steuern für Geringverdiener deutlich erhöhen und die Steuern für Großverdiener erheblich senken.

kb: Wie bitte? Das belastet ja gerade die Armen, wenn diese noch mehr Steuern bezahlen müssen.

F. M.: Ich bitte Sie! Wenn Sie derart belastet werden, dann sind Sie ganz schnell kein Geringverdiener mehr!

kb: Das klingt logisch. Wie wollen Sie die Rente sicher machen?

F. M.: Indem ich die Rente auf eine Finanzierung am Kapitalmarkt umstelle. Dabei wird es sich um eine dynamischen Mix aus Aktien und hochspekulativen Papieren handelt.  Wir haben festgestellt, dass das erforderliche aktive Management die Menschen im Alter geistig fit hält. Dann ist den Leuten im Altenheim nicht mehr langweilig. Die Verpflegung im Seniorenheim wird über Genussscheine sichergestellt. Sie sehen, das hat viele Vorteile.

Die Geschichte vom bitterbösen Friederich Merz
Ins Bett muss Friedrich Merz nun hinein,
litt an zu wenig Kommerz in seinem Heim.
Und der Herr Banker eilt ins Revier
und gibt ihm bess‘res Wertpapier.

kb: Werden Sie bei Merkels Flüchtlingspolitik neue Akzente setzen?

F. M.: Ich propagiere flexible Grenzen. Es wäre fatal, wenn wir fixe Grenzen hätten, die immer so verlaufen, wie sie jetzt verlaufen. Ich denke da auch an ein Flächennettowachstum der Deutschland AG.

kb: Was meinen Sie damit?

F. M.:  Stellen Sie sich nicht so an. Sie kennen doch unsere Nachbarländer …

kb: Wir verstehen. In der Deutschland AG – herrje, jetzt haben wir auch schon diese Bezeichnung übernommen – herrscht Wohnungsnot. Viele Häuser sind sanierungsbedürftig. Wie sehen Ihre Lösungsansätze aus?

F. M.:  Ich werde Sanierungen fördern. Wer seine Hedgefon… ähh…, ich meine natürlich Heizung modernisiert, Börsenparkett legen lässt, seinen Dax-Boden ausbaut oder die Geschosszahl seines Hauses um einen STOXX erhöht, bekommt finanzielle Anreize.

kb: Wie wir Ihre Umweltpolitik aussehen?

F. M.:  Das Börsenklima liegt mir am Herzen. Der CO2-Ausstoß wird unter meiner Verwaltung in Futures ganz erheblich gesenkt werden. Konkret: Man kann sein Bier und sein Aqua auch mal ohne Kohlensäure trinken. Auch können wir immer höheren Temperaturen in den Sommermonaten entgegentreten, indem wir mehr Klimaanlagen einsetzen. In den USA gibt es bereits Klimaanlagen, die auch im Freien – etwa in überhitzten Ladenpassagen vor den Geschäften funktionieren. Das kurbelt auch einen wichtigen Market an. Wir müssen aber auch an anderen Stellen wachsen.

kb: An was denken Sie da?

F. M.:  An das Gesundheitswesen und an seine Privatisierung. Da kann man Anleihen nehmen. Warum soll ein Apothekenbesuch nicht zum bunten, peppigen Einkaufserlebnis werden?

kb: Apropos bunt. AKK will ein Verbot von privatem Feuerwerk untersuchen, um das Klima zu retten. Werden Sie da nachziehen?

F. M.:  Never! Wir brauchen das Kursfeuerwerk, um unsere Probleme, die wir sonst nicht hätten, zu lösen.

kb: Lieber Friedrich Merz, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Börse
Lizenz: Public Domain
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Gesellschaftliches Medizin/Gesundheit Natur/Tiere/Umweltschutz Technik/Hightech

Akku-Laubbläser mit voller Leistung angekündigt – dank Lautsprecher wird Düsenjet-Lärmpegel erreicht

Laubbläser
Laubbläser im Einsatz. Lizenz: Public Domain

Akku-Laubbläser sind gut für die Umwelt und das Klima, verkaufen sich aber bislang sehr schlecht, da sie nicht die Leistung von benzinbetriebenen Laubbläsern erbringen.

Das wird sich nun ändern. Der bekannte Hersteller Sweet Electrics hat einen Akku-Laubbläser angekündigt, der volle Leistung verspricht. Durch eine ausgeklügelte Elektronik, deren Herzstück ein integrierter Diskotheken-Lautsprecher ist, wird eine Leistung erreicht, die sogar oberhalb der besten benzinbetriebenen Laubbläsern liegen soll. Konkret werden mit dem Modell E-Sweet bis zu 130 dB(A) erzeugt. Damit wird die Leistung eines startenden Düsenjets erreicht.

Der Hersteller garantiert, dass mit dem E-Sweet jeder Hausmeister spielend morgens um 7 Uhr alle Bewohner wecken kann, damit diese rechtzeitig zur Arbeit kommen. An Sonn- und Feiertagen kann der Hausmeister zumindest eindrucksvoll zeigen, dass er sehr fleißig ist.