Nach Ösi-Sieg gegen Deutschland: Botschafter so in Ekstase, dass er österreichische Flagge versehentlich verkehrt herum aufhängt

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Österreichische Fußballnationalmannschaft
Die österreichische Fußballnationalmannschaft kurz vor dem sensationellen Sieg gegen Deutschland. Foto: Ailura / Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT

Es ist blamabel, aber im Freudentaumel kann solch ein Fauxpas schon mal passieren. Schließlich hat Österreich die deutsche Fußballnationalmannschaft mit 2:1 besiegt. Ein Sieg gegen den amtierenden Fußball-Weltmeister! Die Freude ist grenzenlos, ganz Österreich feiert. Die Jubelfeiern sollen noch die ganze Woche dauern.

Wie heute bekannt wurde, hat der österreichische Botschafter in Berlin die österreichische Flagge nach dem Schlusspfiff versehentlich verkehrt herum aufgehängt. Nun ergießt sich Spott über ihn. Viele Landsleute verstehen da keinen Spaß, doch einige nehmen ihn in Schutz. Ein Sieg verzeiht vieles, wenngleich nicht alles.

Die Flagge soll mehrere Stunden verkehrt herum gehängt sein. Uns, der Redaktion, hat man verboten, ein Foto dieser Peinlichkeit zu zeigen. Wir haben da Verständnis und wollen das stolze Land nicht noch mehr der Lächerlichkeit preisgeben.

AfD will Anschluss Österreichs – CSU zieht wohl mit

Indes hat der stellvertretende AfD-Sprecher Walter Ostmark den Anschluss Österreichs an Deutschland gefordert, um die Chancen der dann großdeutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland zu erhöhen. Sogar von der CSU erhält er dafür Unterstützung, da die CSU nach dem misslungenen Kruzifix-Erlass (wir berichteten) noch einen Wahlkampfschlager für die bayerische Landtagswahl im Herbst braucht.

Ab WM 2018: Um Diskussionen mit Schiedsrichter abzukürzen, erlaubt FIFA Spielern Brustbeutel für Bestechungsgeld

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Thomas Müller
Fußballnationalspieler Thomas Müller. Seine Fans müssen sich keine Sorgen um die Optik machen. Ein unter dem Trikot getragener Brustbeutel wird kaum auffallen, aber dennoch seine Wirkung haben. Foto: Steindy / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Kaum etwas ist für den Fußballzuschauer lästiger als Spielunterbrechungen wegen Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Ab der WM 2018 in Russland soll Fußball noch spannender werden, denn dann sollen längere Diskussionen mit dem Unparteiischen zur absoluten Ausnahme werden.

Konkret hat der Weltfußballverband FIFA eine Regeländerung beschlossen, welche die Kleiderordnung auf dem Spielfeld betrifft. Demnach soll es Spielern erlaubt werden, Brustbeutel zu tragen. Ausdrücklich erwähnt wird in dem FIFA-Papier eine „Beschleunigung des Spiels“ durch „Überzeugen des Schiedsrichters“.

Schleichende Bargeldabschaffung kein Problem

Weil Staaten zunehmend große Scheine wie den 500-Euro-Schein abschaffen, wird außerdem neben der Trainerbank extra Staufläche für Geldkoffer geschaffen. Damit sollen auch größere Meinungsverschiedenheiten unter Kontrolle gebracht werden.

Offenbar hat die FIFA die eigene Erfahrung mit dem unkonventionellen, schnellen Umstimmen der Gegenseite bei unterschiedlicher Auffassung in die Regeländerung einfließen lassen. Dass Erfahrung in solche Methoden von Erfolg gekrönt ist, hat sich auch gezeigt, dass die WM 2022 in die Fußball-Weltnation Katar gegangen sind.

Schutz vor Hitzeschlag

Wegen der hohen Temperaturen im Wüstenstaat hat die FIFA eine weitere Änderung angekündigt. Bei Temperaturen oberhalb von 35 Grad Celsius sollen die Fußballer in Zukunft in einer Art Burka, einem sonnenreflektierenden Ganzkörperanzug, spielen. Katars Staatsoberhaupt Scheich Tamim bin Hamad Al Thani lobte die Entscheidung, weil dadurch einem im Westen umstrittenen Kleidungsteil zu mehr Akzeptanz verholfen werde.

Kaiser Franz zur WM 2006: „Keine Stimmen gekauft“ – „Wir haben uns nur nachträglich mit Geld bedankt“

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Franz Beckenbauer
Franz Beckenbauer: „Es wurden keine Stimmen gekauft“. Foto: Ralf Roletschek / Lizenz: CC BY 3.0

Kaiser Franz Beckenbauer bestreitet eine Manipulation bei der Vergabe der WM 2006 nach Deutschland. „Es wurden keine Stimmen gekauft“, so die lebende Legende. „Wir haben uns nur nachträglich bei den Stimmenauszählern dafür bedankt, dass die Fußballnation Nummer 1, ich betone Nummer 1, Deutschland, endlich wieder an der Reihe ist. Das ist ja wohl das Mindeste. So eine Schanse (sic!) darf man sich nicht entgegen lassen“, so Beckenbauer. FIFA-Präsident auf Lebenszeit Sepp Blatter versucht sich indes reinzuwaschen. „Ich habe niemals Geld von Beckenbauer verlangt“, sagt Blatter, „er hat es mir einfach gegeben. So wie auch 2014, um ein weiteres Beispiel zu nennen.“

WM-Mathematik: Die WM ins eigene Land holen: 6,7 Millionen Euro – Weltmeister werden: 10 Millionen Euro – Korruptionsfreier Fußball: unbezahlbar

Damit dürfte auch klar sein, warum Deutschland beim Sommermärchen 2006 nur Dritter wurde. Die Vergabe war schon teuer genug, da hat die schwarze Kasse nur für den dritten Platz gereicht. 2014 konnte das Geld dann spielgerechter eingesetzt werden: für den Rekordsieg im Halbfinale gegen Brasilien (7:1) und den WM-Titel. Seien wir mal ehrlich: Die 10 Millionen Euro waren es wert. Die Freude hält bei uns Fußballidioten bis heute an: Wir sind Weltmeister!

WM 2026 geht nach Liechtenstein

Auch wenn es noch nicht offiziell ist, verrät ein vertrauliches Papier, das der keinblatt.de-Redaktion vorliegt, dass die Fußball-WM 2026 in die Fußballnation Liechtenstein gehen wird. Liechtenstein bietet einfach die besten sportlichen Voraussetzungen. Durch die Nähe zu Banken ist das Land dafür prädestiniert, Haltungsschäden von FIFA-Funktionären durch zu lange Wege mit schweren Geldkoffern zu verhindern.

Namensspott ist grausam

Unterdessen wurde bekannt, dass Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger seinen Namen ändern lassen will. In besonderen Fällen kann dem stattgegeben werden, wenn der Namensträger Spott ausgesetzt ist, was eindeutig der Fall ist. Zwanziger erklärt, dass sein Name „zu billig“ klinge.

FIFA-Affäre: Sepp Blatters Berater Francesco Casa verhaftet

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Fifa-Hauptquartier
Fifa-Hauptquartier in Zürich. In der Schweiz gibt es alles, nur kein scharfes „S“. Foto: Jürg-Peter Hug, Zürich / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wie berichtet, wurden am Mittwoch sieben FIFA-Funktionäre festgenommen. Der Vorwurf lautet Korruption und Geldwäsche, die Funktionäre sollen Bestechungsgelder von mehr als 100 Millionen US-Dollar angenommen haben. Es wird eine Verbindung bei der Vergabe mehrerer Fußball-Weltmeisterschaften angenommen, vor allem bei der umstrittenen Vergabe nach Russland (2018) und Katar (2022).

FIFA-Präsident Sepp Blatter ist bislang noch nicht betroffen. Er möchte sich trotz der Affäre am Freitag erneut zum FIFA-Präsidenten wählen lassen.

Francesco Casa verhaftet

Allerdings wurde nun heute Blatters langjähriger Berater Francesco Casa verhaftet. Vom passionierten Mantel- und Sonnenbrillenträger Casa ist nur wenig bekannt. keinblatt.de konnte lediglich in Erfahrung bringen, dass ihm zwei Fingerkuppen fehlen. Man darf nun auf eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft gespannt sein.

Fußball-WM 2022 im Winter: Glühweinhersteller sollen geschmiert haben

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Glühwein
So wird Public Viewing bei der Fußball-WM 2022 hierzulande aussehen. Nur die Deutschlandfahnen fehlen noch. Foto: U.S. Air Force photo by Airman 1st Class Caleb Pierce / Lizenz: Public Domain

Die Fußball-WM 2022 in Katar wurde wegen der zu erwartenden extrem hohen Sommertemperaturen in den Winter verlegt. Die Spiele werden im November und Dezember stattfinden, das Endspiel einen Tag vor Heiligabend.

Die deutschen Fans werden nun beim Public Viewing von Bier auf Glühwein umsteigen müssen.

Doch die Sorge um die Spieler, die bei den extremen Sommertemperaturen reihenweise kollabieren, war wohl nicht der einzige Grund für die Verlegung.

Wie inzwischen bekannt wurde, hat eine „kleine“ Geldspende des „Verbands der Glühweinhersteller“ der FIFA offenbar erheblich die Entscheidung erleichtert. Wie hoch die Zuwendung war, ist noch unklar.

WM 2018 an die Ukraine, WM 2022 nach Israel/Palästina – FIFA will Image aufpolieren

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WM 2018 an die Ukraine

Sepp Blatter
FIFA-Boss Sepp Blatter hat zwei geniale Ideen, die er von einem Berater gekauft hat. Bringt das den Weltfrieden? Foto: Sputniktilt / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die bislang nicht unumstrittene FIFA scheint nun ihr Image aufpolieren zu wollen. So will FIFA-Boss Sepp Blatter Russland die Fußball-WM 2018 als Strafe für die Annektierung der Krim und die wahrscheinliche Unterstützung der pro-russischen Separatisten wieder entziehen.

Die WM 2018 solle stattdessen an die Ukraine gehen. Man hoffe, dass dies die Region stabilisiere. Das eine oder andere Spiel könne eventuell dann auch auf der Krim stattfinden. Auch das Gebiet um Tschernobyl könnte dadurch Aufschwung kriegen und eine neue Region für Kurzurlauber werden. Langzeitaufenthalte seien wegen der immer noch hohen Strahlung medizinisch gesehen jedoch nicht ratsam, daher könnten die Fußballfans dort leider nicht untergebracht werden, sagt Blatter, obwohl ihn der Kernkraft-Slang mit Begriffen wie Block A durchaus an die Aufteilung in Fußballstadien erinnere.

WM 2022 nach Israel/Palästina

Auch erkennt Sepp Blatter an, dass die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar ein Fehler gewesen sei. Etwaige Bestechungsvorwürfe würden noch untersucht. Als neuer Austragungsort soll Israel und Palästina gemeinsam vorgesehen werden. Dieser äußerst ungewöhnliche Vorschlag soll endlich zumindest einen Waffenstillstand zwischen Israel und der palästinensischen Hamas bringen. „Die ganze Welt versteht diesen Krieg nicht. Es muss sofort Schluss sein mit den Angriffen – egal wer angefangen hat, egal, wer schuld ist, wir sind hier nicht im Kindergarten“, so Blatter.

Da Israel und Palästina die WM austragen, sind beide Fußballteams automatisch qualifiziert. Als Besonderheit will Blatter, dass die palästinensische Mannschaft ihre Spiele in Israel und die israelische Mannschaft ihre Spiele in Palästina austrägt. Dies solle der Völkerverständigung dienen und diesen schrecklichen Hass abbauen. Die Welt werde auf Israel und Palästina schauen. Unter diesem Druck geht Blatter davon aus, dass der noch auszuhandelnde Waffenstillstand zumindest bis zum WM-Finale hält – mit einer Perspektive einer Verlängerung. Das riecht nach einem Friedensno-Ball-Preis für Blatter.

Der Krieg finde nun allenfalls auf dem Fußballplatz statt – aber mit taktischen Mitteln und Fair Play, nicht mit Waffen. Sollten die Länder sich nicht an die Waffenruhe halten, könne man die WM ganz schnell wieder abblasen. Es gebe genug Interessenten, sagte Blatter unser Redaktion. Nordkorea etwa habe bereits Interesse bekundet, auch der Iran sei ein interessanter möglicher Kandidat.

Philipp Lahm: Rücktritt aus Nationalmannschaft überraschend abgelehnt!

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Philipp Lahm
Philipp Lahm muss weitermachen. Foto: Harald Bischoff / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Zunächst war das Entsetzen groß – Kapitän Philipp Lahm (170 cm) hatte nach dem Sieg der deutschen Elf bei der Herrenfußball-WM in Brasilien angekündigt, nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen zu wollen. Es hagelte Kritik – von den Fans, von Kaiser Franz Beckenbauer (80) und vom Niederzillertaler Hochgebirgsschützenverein. Aber es gab auch jede Menge verständnisvolle Reaktionen.

Normalerweise ist ein Rücktritt eine reine Formsache. Bundestrainer Jogi Löw hatte sich zunächst scheinbar mit dem Ausscheiden Lahms arrangiert und sich bereits Gedanken gemacht, einen neuen Kapitän ausbilden zu lassen.

Rücktritt abgelehnt!

Doch nun wurde Lahms Rücktritt vom DFB-Präsidium völlig überraschenderweise abgelehnt. Eine Krise oder Verfehlungen seien Rücktrittsgründe, heißt es, aber kein Sieg bei der WM und auch kein Alter von zarten 30 Lenzen.

Philip Lahm bleibt also weiterhin im Amt des Nationalmannschaftskapitäns. Sollte Lahm in Zukunft verstärkt Fehler machen und Deutschland zum Beispiel bereits bei der EM-Qualifikation scheitern, könne er ja ein erneutes Rücktrittsgesuch einreichen, heißt es aus dem Präsidium. Neben diesem großzügigen Angebot kommt aus dem Präsidium aber auch eine deutliche Warnung: Lahm solle es keinesfalls darauf anlegen, so etwas wäre grob unsportlich. Man könne dann auch durchaus andere Saiten aufziehen – schließlich habe keiner Jobgarantie. Eine unehrenhafte Entlassung, wenn es das ist, was Lahm wolle, dann müsse er nur so weitermachen.

Soziologe: Auftritt von Helene Fischer schlimmer als Gaucho-Tanz

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Helene Fischer
Helene Fischer: Atemlos durch die Nacht. Foto: Fred Kuhles / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auf der Weltmeister-Party in der Berliner Fanzone verulkten die deutschen Nationalspieler Mario Götze, Miroslav Klose, Toni Kroos, André Schürrle, Shkodran Mustafi und Roman Weidenfeller die Unterlegenen aus Argentinien. Sie sangen in gebückter Haltung auf der Bühne: „So geh’n die Gauchos, die Gauchos, die geh’n so!“ Anschließend hopsten sie in aufrechter Haltung und grölten dazu: „So geh’n die Deutschen, die Deutschen die geh’n so!“. Das wurde mehrere Male wiederholt.

Dies kam nicht bei allen so besonders gut an, Kritik war sowohl im Inland als auch im Ausland zu vernehmen. Schnell wurde der veräppelnde Tanz zur Affäre #Gauchogate hochstilisiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht gar ein „gigantisches Eigentor“.

Der bekannte deutsche Soziologe Werner Eisenstein, der schon mal in der einen oder anderen Talkshow sitzt, kann hierin zwar keine weltmeisterliche Leistung erkennen, da es ja in der Tat nicht wirklich nett gewesen sei, aber auch keine rassistische Entgleisung. Das sei ja nur eine Abwandlung des alten Kinderliedes „Ich kenne einen Cowboy“, offenbar gepusht mit einer gewissen Menge „Prozentigem“.

Rheinische Post: „Helene Fischer ist der neue Xavier Naidoo“

Den Party-Auftritt von Helene Fischer, die von der Rheinischen Post zum neuen Xavier Naidoo erklärt wurde, hält er dagegen für weit problematischer. Die Wiedererstarkung des deutschen Primitivschlagers mit seinen inhalts- und kritiklosen Heile-Welt-Texten sei die wahre kulturelle Katastrophe. „Nichts gegen Frau Fischer persönlich“, sagt Eisenstein, „Aber das war und ist wirklich schlimm. Es habe ihn sicher nicht atemlos gemacht, sondern allenfalls sprachlos.“

Schock! Jogi Löw kündigt Rückzug als Bundestrainer an und geht in Schweigekloster

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Jogi Löw
Jogi Löw: So sehen Helden aus. Weltmeister ist man ein Leben lang! Foto: Steindy / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Was für ein Triumph! Jogi Löw hat das Unglaubliche geschafft. Deutschland ist Herrenfußballweltmeister 2014! Löw ist damit unsterblich geworden. Doch die Feierlaune ist ein klein wenig getrübt, denn Löw hat seinen Rückzug als Bundestrainer angekündigt.

„Ich habe alles erreicht. Diese Leischtung ist nicht mehr zu toppen. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagte Löw der Presse. Im Fußball sehe er keine Ziele mehr. „Mehr als der WM-Titel geht nicht“, so Löws Fazit.

Löw wolle noch einigen Verpflichtungen nachgehen und gewisse Empfänge noch „mitnehmen“. Dann scheint der Zeitplan klar: Rücktritt möglichst schnell. Danach wird es erst einmal für ein paar Jahre in ein Schweigekloster gehen.

Warum gerade ein Schweigekloster? Das sei die einzige Möglichkeit, sich selbst nicht mehr hören zu müssen. Sein Dialekt sei einfach zu hässlich. „Das hält selbst ein Jogi Löw nicht auf Dauer aus“, sagte der Noch-Bundesherrenfußballnationaltrainer. Eine Herausforderung, den ganzen Tag zu schweigen, sei es aber vermutlich dennoch. Aber der badische Dialekt erleichtere dies, seine Herkunft sei da sicher nicht von Nachteil, führt Löw mit Leichenbittermiene aus.

Nach ein paar Jahren Erholung wolle er dann nach Deutschland zurückkommen und sich eine neue Aufgabe suchen. Etwa bei der Protokollierung der BER-Mängel helfen, eine neue Rechtschreibreform anstoßen oder einen „auf Mundartsprecher machen“. Irgendwas Aussichtsloses jedenfalls. Notfalls auch Assistenztrainer, aber nicht mehr beim Fußball.

Lachen gegen WM-Titel – der gekaufte Jogi Löw

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Sepp Blatter
FIFA-Boss Sepp Blatter hat gut lachen. Kein Wunder, wenn man die Geschichte kennt. Foto: Sputniktilt / Lizenz: CC BY-SA 3.0, Details siehe: Wikipedia

Bundesherrenfußballtrainer Jogi Löw sieht man nie lachen. Und wenn, dann ist es eine aufgesetzte Lachfratze, aber kein echtes Lachen.

„Gott hat euch ein Gesicht gegeben und ihr macht euch ein anderes!“ (William Shakespeare)

Jogi ist stets todernst und es ist eine tragische Geschichte, die demonstriert, wie weit echte Liebe im Fußball gehen kann.

Die Geschichte reicht bis 2010 zurück, als der am Boden zerstörte Jogi Löw mit Vuvuzela-Tinnitus nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien ein unmoralisches  Angebot unterbreitet wurde, das man ohne Übertreibung als Pakt mit dem Teufel bezeichnen kann. FIFA-Boss Sepp Blatter, der damals schon nicht mehr der Jüngste war, schnappte sich den Löw, den er durchaus für talentiert hielt, aber an dem er eher an der badischen, jugendlichen Wesensart interessiert war, und schlug ihm einen sehr ungewöhnlichen Deal vor: Der WM-Titel für Deutschland, der Preis: Jogis Lachen.

Der Junge, der sein Lachen verkaufte

Voodoo-Puppe
FIFA-Spielerpuppe. Foto: creepyhalloweenimages / Lizenz: CC BY 2.0, Details siehe: flickr

Löw war ohne jegliches Zögern einverstanden, den Timm Thaler zu machen. Das Ergebnis ist einer der größten Skandale der Historie. Die genauen Einflussnahmen scheinen noch unklar und es müssen noch viele Fragen gestellt werden. Wurde FIFA-Kult praktiziert und in Spielerpuppen gestochen?

Wer das alles für ein Hirngespinst hält, die Indizien sind beachtlich. Blatters Geburtsdatum hat als Quersumme die 23, die Leitzahl der Illuminaten:

10.03.1936=1+3+19=23

Daneben ergeben die beiden Ziffern der 23 in geteilter Form auch noch die Satanszahl:

2/3=0,666

… und seine ((gemeint ist der Antichrist, die Redaktion)) Zahl ist 666. (Offenbarung des Johannes, auch als Apokalypse bekannt)

Der beste Beweis ist aber die Humorlosigkeit, die Verbissenheit, die zur weltpolitischen Brisanz heraufgespielte Bedeutung eines Sieges der deutschen Fußballherren. So etwas kann kein Verschwörungstheoretiker erfinden.

Argentinien und Niederlande verzichten – Deutschland vorzeitig Weltmeister

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WM 2014 Brasilien
Fußball-WM: Die erste WM ohne Endspiel. Deutschland ist bereits Weltmeister. Jetzt geht es nur noch um Platz 3. Urheber: Agência Africa

Es ist die zweite Hammernachricht nach dem gestrigen sensationellen 7:1 der deutschen Mannschaft gegen Brasilien. Sowohl die Niederlande als auch Argentinien, die beide heute aufeinander treffen, haben es ausgeschlossen, gegen Deutschland anzutreten. Beide Trainer haben einer möglichen Finalteilnahme eine klare Absage erteilt. „Wir lassen uns doch nicht abschlachten“, sagte der niederländische Trainer Louis van Gaal. Die Absage von Argentiniens Trainer Alejandro Sabella ist leider nicht zitierfähig.

Bundesherrenfußballtrainer Joachim Löw ist indes stinksauer: „Was nützt uns der Zusammenhalt der Mannschaft, der Teamgeist, wenn niemand gegen uns spielen will und wir somit unsere Leistung nicht abrufen können? Aber was soll’s, wir sind Weltmeister!“

Reaktion der FIFA: Zwei Spiele um Platz 3

Die FIFA hat bereits auf die Absage reagiert. Es wird stattdessen zwei Spiele um Platz 3 geben. Der Verlierer der heutigen Halbfinalbegegnung spielt wie geplant am Samstag gegen Brasilien. Der Sieger dieses Samstagsspiels spielt dann am Sonntag gegen den Sieger des heutigen Spiels. Der Gewinner ist dann 3., ein zweiter Platz wird dieses Mal nicht vergeben. Deutschland ist Weltmeister!

Löw: „Es geht um nichts Geringeres als um die Zukunft unseres Landes!“

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Bundesherrenfußballtrainer Joachim Löw (CDU) hat noch einmal mit aller Entschiedenheit auf die Bedeutung des heutigen Halbfinalspieles gegen Brasilien hingewiesen. Löw sagte unserer Sportredaktion:

Es geht um nichts Geringeres als um die Zukunft unseres Landes! Es geht um Deutschland, um die Wissenschaft, Philosophie, Wirtschaft, Medizin, Stochastik, einfach um alles. Ich erwarte höchste Konzentration, höchsten Einsatz! Lasst uns alles geben, lasst es uns dieses Mal packen, lasst uns unser Projekt jetzt umsetzen. Wir spielen nicht gegen 11 Mann, sondern gegen ein ganzes Land. Nämlich gegen uns selbst, gegen unsere Schwächen, die selbst wir haben. Nur wir können uns noch selbst schlagen!

Anpfiff ist um 22 Uhr, Abpfiff irgendwann danach.

Joachim Löw
Joachim Löw. „Es geht um … um … uns!“ – Foto: Steindy / Lizenz: CC BY-SA 3.0, Details siehe: Wikipedia

WM – Kleines Endspiel: Ausnahmezustand und Einschränkungen ab 18 Uhr

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WM 2014 Brasilien
Fußball-WM: Kleines Endspiel für Deutschland um 18 Uhr. Urheber: Agência Africa

Heute ab 18 Uhr ist Ausnahmezustand. Bei dem sogenannten kleinen Endspiel zwischen Deutschland und den NSA-USA bei der WM 2014 in Brasilien geht es um nichts Geringeres  als um das Weiterkommen unserer Fußballherrennationalmannschaft um Bundestrainer Jogi Löw. Deutschland reicht ein Unentschieden für die nächste Runde. Der Bundestrainer wird aber wahrscheinlich auf Sieg spielen.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Läden heute in aller Regel bereits um 17 Uhr schließen, in Bayern um 16:30 Uhr. Die meisten Unternehmen geben ihren Mitarbeitern ab ca. 17 Uhr frei. Fragen Sie im Zweifelsfall nach. Busse und Bahnen fahren ab ca. 18 Uhr in den meisten Städten nur noch im Stundentakt.

EU-Kommission will europäische Sportteams – Deutschland nie mehr Fußballweltmeister?

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WM 2014 Brasilien
Fußball-WM der Herren 2014 in Brasilien. Der voraussichtlich vorletzte Wettbewerb, in dem europäische Nationalmannschaften antreten. Urheber: Agência Africa

Offene Grenzen, der Euro als gemeinsame Währung, das ist inzwischen Europa. Der Weg zur politischen Union ist vorgezeichnet – den Vereinigten Staaten von Europa nach dem Vorbild der USA.

Eine weitere logische Konsequenz auf dem Weg zu einer europäischen Nation sind europäische Teams im Sport. Daher arbeitet die EU-Kommission fieberhaft an einer Lösung. Dabei soll bereits 2022 bei der Fußball-WM der Herren in Katar ein europäisches Team antreten. Die europäische Nationalstaaten werden dann keine Fußballmannschaften mehr stellen.

Schließlich würden in Wettbewerben wie der Fußball-WM auch die Fußballmannschaft der USA antreten und nicht die einzelnen Staaten Kalifornien, Texas, Massachusetts und wie sie alle heißen, so Henning Ball, Mitglied der Europäischen Generaldirektion Bildung und Kultur, die auch für den Sport zuständig ist.

Für andere weltweite Wettbewerbe, auch z.B. den Olympischen Spielen, will man ebenfalls ein ähnliches Zeitfenster vorsehen, 2024 könnte es hier so weit sein. Die Sportler werden in Einzelwettbewerben dann nicht als Deutsche, Spanier oder Italiener antreten, sondern als Europäer.

„Die Bürger in Europäer sollten sich als Europäer fühlen und begreifen“ so Ball, Europa könne nur vorankommen, wenn das Denken in Nationalstaaten zurückgedrängt werde. „Wir sind ein Europa“, führt Ball aus, den Wettbewerb in Europa gebe es nur noch im Europa der Regionen, nicht mehr im Europa der Nationen.

Will Deutschland noch einmal Fußballweltmeister werden, dann könnte es knapp werden. Wenn es jetzt wider Erwarten in Brasilien nicht klappt, wäre die WM in Russland 2018 die voraussichtlich letzte Möglichkeit für immer. Es mutet sicher etwas seltsam am, würde „Europa“ Fußball-Weltmeister bei der WM 2022 in Katar. Ein Gedanke, an den wir uns aber wohl gewöhnen müssen und werden.

Innereuropäische Wettbewerbe wird es wohl noch weiterhin geben, also auch eine Fußball-EM. Wie das im Einzelnen aussehen wird, dazu wollte Ball noch keine Angaben machen.

Chemtrails: Jetzt sprühen sie auch schon am Boden! – WM 2014 in Brasilien

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(Link: YouTube)

Beim gestrigen WM-Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien wurde erstmals bei einer WM auch vom Schiedsrichter gesprüht. Offiziell wird bei einem Freistoß mithilfe des Sprays „915 Fair Play Limit“, einer Flüssiggassubstanz, eine Linie auf dem Boden aufgesprüht, die den Abstand der Mauer von 9,15 Metern zum Freistoßpunkt sicherstellen soll (das Video zeigt das Prinzip, wenngleich nicht das Eröffnungsspiel zu sehen ist). Bewegen sich die Spieler vor der Ausführung des Freistoßes, um den Abstand unzulässigerweise zu reduzieren, fällt dies nun erheblich besser auf.

Sprühen
Foto: PiccoloNamek / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Anhänger der Chemtrails-Verschwörungstheorie glauben, dass den Abgasen von Flugzeugen weitere Chemikalien zugesetzt oder zusätzlich versprüht werden. Die daraus entstandenen Kondensstreifen, eben die Chemtrails, sollen sich optisch von gewöhnlichen Kondensstreifen unterscheiden und auch länger zur Auflösung benötigen. Verschiedenen Theorien zufolge sollen die Chemtrails die globale Erwärmung verlangsamen, da das Sonnenlicht von den Chemtrails reflektiert wird, oder gar das Bevölkerungswachstum reduzieren, da die Chemikalien die Zeugungsfähigkeit herabstufen.

Verschwörungstheoretiker sehen bei dem Freistoß-Spray einen gezielten Einsatz von Chemtrails. „Sie sprühen nun schon am Boden“, wird eine bekannte Anhängerin der Theorie zitiert, die als Chemtrail-Chrissie bekannt ist. Zwar falle es auf, wenn vor einem Milliardenpublikum gesprüht wird, aber genau darin liege der Trick, erklärt ein anderer Anhänger. „Sie sprühen nicht im Verborgenen, sondern ganz offensiv“, meint er, „weil es ihnen niemand zutraut. Damit lenken sie den Verdacht weg von sich. Aber wir durchschauen sie!“. Die aufgesprühte Linie sei nach zwei Minuten wieder verschwunden, so lange brauchen die Chemikalien, um sich in der Luft zu verteilen und den Vergiftungsprozess einzuleiten, ergänzt er.

Fabian (8) glaubt, dass Deutschland nur Weltmeister wird, wenn er sein Panini-Album vollkriegt

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WM 2014 Brasilien
Fußball-WM der Herren 2014 in Brasilien. Urheber: Agência Africa

Der kleine Fabian (8) aus Gelsenkirchen ist im absoluten WM-Fieber. Wie die meisten seiner Klassenkameraden führt er sein Panini-WM-Sammelalbum. Selbstverständlich hat er die Hardcover-Deluxe-Ausgabe. Das erwachsene Umfeld ist jedoch in großer Sorge. Denn der Bub belässt es nicht beim Kleben, Stickerkaufen- und -tauschen.

Fabian behauptet steif und fest, dass Deutschland nur dann Weltmeister werde, wenn sein Album noch rechtzeitig voll werde. Noch klaffen riesige Lücken im Album, und das erste Spiel mit deutscher Beteiligung ist bereits am Montag. Mehr als 150 von 640 Bildern fehlen noch. Spätestens zum Endspiel muss das Album voll sein, sonst wird es nichts mit dem vierten Weltmeistertitel.

Wer glaubt, Fabian habe sich das nur ausgedacht, um großzügig aus dem familiären und freundschaftlichen Umfeld mit entsprechendem Taschengeld ausgestattet zu werden, weil man ja einem Kind so einen Wunsch nicht abschlagen kann, der irrt.

Fabian hat sich inzwischen so in diesen Wahn reingesteigert und terrorisiert dergestalt sein Umfeld, dass ihn seine Eltern bereits zum Kinderpsychologen geschickt haben. Das Ergebnis war aber lediglich, dass er dort ein paar Sticker abstaubte, woraufhin der Psychologe nur noch bedingtes Interesse zeigte, Fabian noch einmal zu sehen.

Es könnte Fabian vielleicht helfen, wenn er klare Hinweise aus seinem Umfeld bekäme, dass Deutschland ohnehin Weltmeister werde, auch wenn das Album nicht ganz voll werde. Doch die Erwachsenen verkneifen sich solche Bemerkungen. Die Geschichte hinterlässt nur Ratlosigkeit.

Bom dia, Brasil! – Brasilianisch-Crashkurs für Jogis Jungs

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Jogi Löw
Bundestrainer Jogi Löw: „Fit machen für Samba und Bossa Nova!“. Foto: Steindy / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Kurz vor dem Abflug nach Brasilien erhalten Jogis Jungs und auch der große Jogi Löw selbst einen Crashkurs in der Landessprache, damit sich die Spieler und auch der Trainer etwas mit dem Quartiers- und Hotelpersonal unterhalten können. Amazon selbst führt keine passenden Crashkurs-Wörterbücher, aber das hastig eingeflogene brasilianisches Model Letícia P. bringt den Jungs sicherlich ein wenig Brasilianisch bei. Bom dia, Brasil!

Nach tragischem Unfall: Jogi Löw sagt WM-Teilnahme ab – WM in Brasilien ohne Deutschland

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Jogi Löw
Bundestrainer Jogi Löw: „Mir tut es so unendlich leid, was passiert ist“. Foto: Steindy / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist eine herbe Enttäuschung für die deutschen Fußballfans. Bundestrainer Jogi Löw hat Deutschlands Teilnahme bei der WM in Brasilien abgesagt.

Die Absage ist nur eine logische Konsequenz, denn die WM-Vorbereitungen liefen einfach nicht rund. Erst plagte Löw bei seinen Spielern das Verletzungspech. Einige der Spieler konnten nur auf Krücken trainieren oder mussten auf Sitzball oder Schach ausweichen. Dann musste Löw seinen Führerschein (Klasse M) abgeben, weil er beim Telefonieren zu schnell gefahren war.

Tragischer Autounfall der ausschlaggebende Grund für die Absage

Gestern überschattete schließlich ein tragischer Autounfall bei einer Werbeveranstaltung im Südtiroler WM-Trainingslager die Vorbereitungen. Dabei hatte der DTM-Rennfahrer Pascal Wehrlein auf einer abgesperrten Strecke zwei Personen angefahren, die sich unerwartet auf der Strecke befanden hatten. Beide Personen wurden verletzt. Eine Person, ein 63 Jahre alter Urlauber aus Deutschland, erlitt so schwere Verletzungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber nach Bozen in ein Spital geflogen werden musste. Auch die andere Person musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Dazu kamen ständige Nachrichten über Ausschreitungen und Pannen in Brasilien. Große Teile der Bevölkerung akzeptieren die WM nicht. Die Menschen sind der Auffassung, dass die Regierung zu viel Geld in Prestigeprojekte stecke, anstatt sich um die verarmte Bevölkerung zu kümmern. Ureinwohner schossen gar mit Pfeil und Bogen auf Brasiliens Polizei. Auch mit schwarzer Magie wehrt sich das Volk gegen die WM. Sogar die eigene Mannschaft soll verhext worden sein, damit sie nicht Weltmeister werden kann, ebenso die deutsche.

Außerdem ist das Campo Bahia, das WM-Quartier der deutschen Fußballmannschaft, noch in einem sehr unfertigen Zustand. Die einzige Zufahrt (Sandpiste) könnte durch einen einfachen Sitzstreik der Bevölkerung blockiert werden, befürchtet man.

Ausschlaggebend für die Absage war aber der schwere Autounfall in Südtirol. Jogi Löw in einer ersten Stellungnahme:

Unser Mitgefühl ist bei den beiden Verunfallten und deren Angehörigen. Unter diesen Umständen ist es nicht vertretbar, dass Deutschland die WM spielt. Mir tut es so unendlich leid, was passiert ist. Wir wollen nun wieder Vertrauen aufbauen und zeigen, dass menschliches Schicksal immer über einem kommerziellen Turnier steht. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, mein Taxi wartet.

Für heute Abend ist eine Pressekonferenz anberaumt.

Ob als Ersatz für Deutschland noch ein Land nachnominiert werden kann, ist derzeit noch völlig unklar. Denkbar ist, dass eine B-Mannschaft von Brasilien antritt oder die ausgefallenen Spiele einfach mit 2:0 gewertet werden.

Fußball-WM 2014: Regierung will nächtliches Public Viewing erlauben

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Public Viewing
Public Viewing in Hannover zur Fußball-EM 2012. Foto: AxelHH / Lizenz: CC BY 3.0

Die Bundesregierung will morgen eine Sonderverordnung beschließen, damit Public Viewing während der Fußball-WM 2014, die bekanntlich in Brasilien stattfindet, auch nach 22 Uhr ermöglicht wird. Denn durch die Zeitverschiebung werden eine ganze Reihe von Spielen nach deutscher Zeit erst um 22 Uhr oder 0 Uhr angepfiffen, eines sogar erst um 3 Uhr früh.

Konkret sollen die Fanmeilen während der WM (12.06. bis 13.07) zu Sportanlagen erklärt werden. Damit wäre Public Viewing auf Videoleinwänden mit einem Besuch im Stadion gleichgestellt und damit legal.

WM in Katar im Winter – die Lösung: Spiele werden sechs Monate zeitversetzt im TV übertragen

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Katar
Fußballstadion in Katar. Foto: Groundhopping Merseburg / Lizenz: CC BY-NC 2.0

Es ist ein Dilemma. Die FIFA hat die Fußball-WM 2022 in Katar in die Wintermonate verschoben, weil weder den Fußballspielern noch den Zuschauern die extremen Temperaturen von bis zu 45 Grad, die im Wüstenstaat im Sommer typischerweise herrschen, zuzumuten sind. So werden die Spiele nun im November und Dezember stattfinden, das Endspiel ist einen Tag vor Heiligabend vorgesehen.

Das wiederum führt zu einem neuen, noch größeren Problem: Man kann den Fußballfans in Europa, speziell den deutschen Fans, eine WM im Winter nicht antun. Public-Viewing-Events vor Großleinwänden im Freien sind bei Minusgraden einfach nicht vorstellbar. Ebenso wenig spontan feiernde Fans auf den Straßen und Plätzen der Republik. Man vergesse nicht die Autokorsos. Bei Frost, Glatteis und Schnee kann einfach keine Stimmung aufkommen.

Die geniale Lösung

Was tun? Es scheint keine Lösung zu geben. Doch die FIFA wäre nicht die FIFA, wenn sie nicht doch einen genialen Plan entwickelt hätte. Die WM findet nun tatsächlich in den Wintermonaten in Katar statt. Der Clou dabei: Die Spiele werden vor ausgewähltem Publikum aufgezeichnet, aber erst sechs Monate später im TV gesendet. Damit wird die WM gewissermaßen künstlich in die Sommermonate verlegt. Damit ist die Stimmung gesichert und den beliebten Public-Viewing-Events steht nichts im Weg. Ob ein TV-Bild live ist oder aufgezeichnet, lässt sich ohnehin nicht feststellen. Mal davon abgesehen, ist selbst ein Livebild nie wirklich live, sondern bringt immer eine technisch bedingte Zeitverzögerung mit sich. Es ist die perfekte Illusion und eine Lösung, mit der alle sehr gut leben können.

Alle Beteiligten, das heißt die Spieler, die Trainer, die Zuschauer in den lokalen Stadien in Katar, die Techniker und alle anderen werden unter Androhung hoher Konventionalstrafen zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Somit wird garantiert, dass nichts an Spannung verloren geht, wenn die Aufzeichnungen  sechs Monate später gesendet werden.

Vorbild Mondlandung

Kritiker befürchten jedoch, dass doch der eine oder andere Eingeweihte plaudern könnte. Doch dies ist wohl unbegründet. Bei der gefakten Mondlandung 1969, die tatsächlich in einem Hollywood-Studio inszeniert wurde, gab es schätzungsweise mehr als 100.00 Eingeweihte und bis heute hat niemand das gut gehütete Geheimnis verraten. Es kann und wird also funktionieren, es muss.