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Unfall! Mentholzigaretten verboten – Raucher aromatisiert selbst und verwechselt Menthol mit Methanol!

Mentholraucher
Rauchen ohne ekeligen Tabakgeschmack, dafür mit frischer Minze. Das kann so ausgehen! Lizenz: Public Domain

Was für eine tragische Verwechslung! Bekanntlich hat die EU Mentholzigaretten verboten, seit dem 20. Mai 2020 sind diese aus dem Handel verschwunden. Damit Raucher nicht auf die geliebten Zigaretten mit Pfefferminzgeschmack verzichten müssen, bleibt für sie im Wesentlichen nur, eine Fabrikzigarette eigenhändig mit dem entsprechenden Aroma zu veredeln.

Das dachte sich zumindest Helmut S. (56) aus Hamburg. Doch Helmut hatte bei seinem Einkauf etwas geschludert und tunkte die Zigarette in Methanol! Eine böse Falle, denn der sehr ähnliche Name bezeichnet giftigen, brennbaren Alkohol. Dieser beschleunigte das Abbrennen der Zigarette, um es noch milde auszudrücken. Das Ergebnis war eine Stichflamme.

Helmut hatte dabei viel Glück und kam mit leichten Verbrennungen im Gesicht und im Genitalbereich davon. Das hätte ganz übel ausgehen können! Daher nicht nachmachen, liebe rauchenden Kinder!

Kleiner Trost: Honorar für die nächste Zigaretten-Warnbildserie

Es war ein Unfall, den Helmut nicht so schnell vergessen wird., der aber ein bisschen versüßt wurde. Denn Helmut wurde für die nächste offizielle Zigaretten-Warnbildserie ausgewählt und erhält nun ein sattes Honorar.

„Nächstes Mal achte ich darauf, das Richtige zu kaufen. Wir Raucher sind ja normalerweise besonders vorsichtige Leute, die Gefahren für Leib und Leben meiden. Aber seltsam, jetzt habe ich gerade im Netz gesucht, aber Methadon finde ich höchstens im Darknet. Was läuft da falsch?“, fragt ein irritierter Helmut.

Vorsicht, nicht nachmachen, auch keine Experimente mit den „richtigen“ Zutaten! Der Unfall zeigt, was passieren kann. Es gilt generell: Manche sind nicht nur so dumm, dass sie rauchen, sondern auch noch zu dumm zum Rauchen! Solche Unfälle können ganz schlimm ausgehen. Prinzipiell so schlimm wie der gewöhnliche Rauchertod, bei dem der Raucher sein Produkt ordnungsgemäß benutzt hat.

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Politik Unfälle/Unglücke

Philipp Amthor mit Privatflugzeug nur knapp Katastrophe entgangen – Flugzeug hatte nur rechten Flügel

Philipp Amthor
Bruchpilot Philipp Amthor. Foto: Olaf Kosinsky (kosinsky.eu) / Lizenz: CC BY-SA 3.0-de

Jungpolitiker Philipp Amthor (CDU) ist nicht nur der älteste 27-Jährige der Welt, sondern auch passionierter Hobbyflieger. Der Mann, der damals bei einer Klassenfahrt im Bundestag vergessen und dann von Abgeordneten liebevoll mit einer Whiskey-Flasche aufgezogen wurde, steigt immer wieder mit seiner Cessna in den Himmel auf. Er fühlt sich dort größer. Außerdem ist er so seinem seinen engsten Mitarbeiter, quasi seiner rechten Hand, nämlich Gott, näher.

Doch jetzt hat es Amthor wohl übertrieben und entging nur knapp einer Katastrophe. Bei einer sehr wackligen Landung zerlegte er seine Maschine. Er blieb zum Glück nahezu unverletzt, aber seine Streberbrille ging zu Bruch und sein Scheitel wurde zerstört. Die Ärzte mussten ihm schließlich die Brille und einen Teil seiner Haarpracht amputieren.

Den Schreck noch in den Gliedern erwartet Amthor nun wohl auch ein Strafverfahren, da er in Zeiten der Coronakrise gar nicht hätte mit seinem Flugzeug starten dürfen. Die Tragfläche seiner Tat scheint Amthor gar nicht bewusst zu sein.

Unfallursache lässt sich nicht recht erklären (Link im Text!)

Die Unfallermittler stehen vor einem Rätsel. Es sei kaum erklärbar, wie Amthor überhaupt starten konnte, weist sein Flugzeug doch nur einen rechten Flügel auf. Im Unterschied zur AfD ist Amthors rechter Flügel bislang nicht als rechtsextrem eingestuft worden. Amthor sah daher keinen Anlass, ihn abzustoßen. Ganz im Gegenteil, er wollte ein Zeichen setzen, da ihm alles, was links ist, höchst zuwider ist. Daher hat er den linken Flügel vor dem Start abmontiert. Amthor sagte unserem Blatt:

Wir schreiben in der Regel mit der rechten Hand, daher ist das Rechte dem Linken überlegen. Es heißt ja „der Rechtsstaat“, nicht der „Linksstaat“. Zudem ist „recht“ ein Synonym für „richtig“, „link“ dagegen ein Synonym für „hinterhältig“. Im Verkehr gilt „rechts vor links“ und das Herz schlägt rechts.

Auf den Einwand, das Herz schlage doch links, sagte Amthor:

Schauen Sie mich von vorne an, in all meiner jugendlichen Schönheit, von diesem wichtigen Betrachtungsstandpunkt ist mein Herz für Sie auf der rechten Seite!

Hat er auch wieder recht(s)!

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Kriminalität Medizin/Gesundheit Unfälle/Unglücke Verkehr

Bayern: Zwei Radfahrer kollidieren – 25.000 € Bußgeld wegen Unterschreitung des Corona-Mindestabstandes

Coronavirus Fahrradunfall
Lizenz: Public Domain

In Bayern dürfen derzeit Menschen nur aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Wenn davon Gebrauch gemacht wird, dürfen Personen nur alleine oder mit Leuten, die im gleichen Haushalt leben, unterwegs sein. Es gibt wenige Ausnahme, etwa wenn Menschen mit körperlichen Einschränkungen begleitet werden müssen.

Sport im Freien ist erlaubt, auch das Spazierengehen, um frische Luft zu schnappen. Aber auch hier gelten die erwähnten Einschränkungen. Zu Menschen, die nicht aus demselben Haushalt stammen, ist ein Mindestabstand con 1,50 Meter einzuhalten.

Manche Zeitgenossen meinen, sie hätten Sonderrechte

Im bayerischen Wolfersbrunn haben sich zwei Männer (der eine 45, der andere 48) gedacht, für sie würde das nicht gelten. Beide waren auf dem Fahrrad unterwegs, um frische Luft zu schnappen.

An einer Einmündung mit Rechts-vor-links-Regelung kollidierten sie. Beide kamen mit Verletzungen in ein Spital. An den Fahrrädern entstand ein noch unbezifferter Schaden.

Coronavirus Mindestabstand
Nähe(r) ist verboten! Lizenz: Public Domain

Die Polizei stellte einen klaren Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie fest und verhängte beiden Männern ein Bußgeld von jeweils 25.000 Euro. Offenbar sollte hier durch Ausschöpfung des Bußgeldrahmens ein Exempel statuiert werden. Die Schuldfrage spielt bei dem Bußgeld keine Rolle, ist aber dennoch ungeklärt. Der 45-Jährige behauptet, der 48-Jährge habe per Handzeichen auf seine Vorfahrt verzichtet. Der 48-Jährige bestreitet dies jedoch vehement.

Ein Zeuge mit Mundschutz konnte noch nicht umfassend befragt werden. Die Polizei wollte von diesem angsterfüllt wissen, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei. Dieser meinte jedoch, er trage den Mundschutz nur, weil er auf dem Weg zu einem Banküberfall sei. Die Beamten ließen ihn erleichtert davonziehen.

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Natur/Tiere/Umweltschutz Unfälle/Unglücke

Flutkatastrophe in England – An zwei Tagen hat es so viel geregnet wie sonst an drei

Hochwasser England
Lizenz: Public Rain

Tief „Dennis“ brachte Großbritannien eine Flutkatastrophe. Über 1.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Inzwischen ist die Ursache ermittelt worden: Es hat in Großbritannien an nur zwei Tagen so viel geregnet wie sonst an drei Tagen. Boris Johnson steht in der Kritik, da er darauf verzichtete, den nationalen Krisenstab einzuberufen.

Johnson hat als Grund für den Starkregen den verzögerten Brexit ausgemacht. Der Stillstand beim Brexit habe das ganze Land in eine Lethargie versetzt und somit auch das rechtzeitige Abregnen verhindert. Dass es jetzt stark regne, sei ein Zeichen dafür, dass sich das Land erhole und auch die Natur das Versäumte nachhole, sagte der Premier unserem Blatt. Die nächsten Monate seien die entscheidenden. Johnson will mit der EU ein Freihandelsabkommen schließen. Johnson betonte, er wollen keinen „übertrieben freien, aber einen regen Handel“.

Als Sofortmaßnahmen hat Johnson den Einsatz von Regenbombern, die Silberjodid in die Wolken sprühen, angeordnet. So wie man gezielt Brandschneisen einsetzt, um das Feuer zu stoppen, will Johnson zwischen Flutgebieten das Hochwasser durch künstliche, schmale Fluten stoppen. Nur Wasser ist stark genug, um Wasser aufzuhalten. Dämme könnten brechen, aber dass Wasser breche, sei noch nie vorgekommen, führt der Premier aus.

Boris Johnson
Kann auch Naturkatastrophe: Briten-Premier Boris Johnson. Foto: Ben Shread / Lizenz: OGL v.3
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Bräuche und Mythen Esoterik Kriminalität Szene Unfälle/Unglücke

Baden-Württemberg: Brand zerstört Globusmanufaktur – Jetzt übertreiben die Flacherdler aber!

Globus
Verfechter der Flacherde-Theorie halten Globen für Lügen in Kugelgestalt (Symbolbild). Lizenz: Public Domain

Der älteste und renommierte Globushersteller Columbus in Krauchenwies (Baden-Württemberg) wurde in der Nacht auf Freitag ein Opfer der Flammen.   Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpften erfolglos gegen das Feuer.  Die Globusmanufaktur wurde vollständig zerstört. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Wir finden, die Flacherdler übertreiben nun! Bei diesen handelt es sich um Anhänger einer Theorie, die postuliert, dass die Erde keine Kugel, sondern flach, eine Scheibe ist. Aber was ist mit dem Bildmaterial aus dem All, das die Erde eindeutig als Kugel zeigt? Die Flacherde-Verfechter behaupten, dass die Nasa alle Bilder mithilfe von Hochleistungsrechnern fälscht, selbst die Videos bei Liveübertragungen sind nur ein Produkt eines Computers.

Fischauge-Objektiv
Foto unter Einsatzes eines Fischauge-Objektives. Urheber: The Squirrels / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Flacherde-Skeptiker halten dagegen: Wenn sich auf dem Ozean ein fremdes Schiff nähert, taucht schließlich zunächst die Spitze des Mastes auf. Liegt das nicht daran, dass durch die Kugelform der Erde der Rest des Schiffes zunächst im toten Winkel liegt und dann peu à peu sichtbar wird – von oben nach unten? Alles falsch, sagen die Flacherdler. Dieser Eindruck einer kugelförmigen Krümmung entsteht dadurch, dass das menschliche Auge wie ein Fischauge-Objektiv konstruiert ist. Wer schon mal Bilder mit einem solchen Objektiv gemacht hat, weiß, von was wir sprechen. Für die anderen haben wir hier ein Beispiel einer Aufnahme mit Fischauge-Objektiv eingebunden.

Nord- und Südpol in der Flacherde-Theorie

Was aber ist mit den Polen? Auch das lässt sich leicht erklären: In der Mitte der Erdscheibe liegt die Arktis, der Nordpol ist tatsächlich ein Punkt. Die Antarktis hingegen bildet einen Eisring, der die Erdscheibe begrenzt (sogenannter Polring; siehe Bild unten). Wer die Antarktis durchquert unterliegt einer Täuschung. Tatsächlich macht er eine Erdumrundung am Rand der Erdscheibe. Er merkt nicht, dass er im Kreis gelaufen ist. Zu diesem Zweck betreibt die Nasa in der Antarktis ein 5G-Netz, das das menschliche Gehirn manipuliert und ihm die Orientierung raubt. Die Landschaft ohne eindeutige Orientierungsmerkmale (Schneeblindheit kommt auch noch dazu) tut ihr Übriges. Da die gesamte Erde umlaufen wird, dauert auch so eine Arktis-„Durchquerung“ so lange.

Es gibt weitere schlagende Argumente für die Theorie, dass die Erde flach ist. So weist ein Globus am Äquator einen Gussrand auf. Keiner, der den Äquator besucht hat, konnte aber je diesen Gussrand ausfindig machen.

Flacherde mit Eisring
Flacherde mit Eisring. Lizenz: Public Domain
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Gesellschaftliches Medizin/Gesundheit Unfälle/Unglücke Verkehr

Jan (29) ist aus Angst, als Fußgänger angefahren zu werden, nun selbst grundsätzlich per E-Scooter unterwegs

E-Scooter
E-Scooter. Lizenz: Public Domain

Jan (29) ist eigentlich kein Angsthase. Aber er weiß, wie gefährlich die neuen E-Scooter sind, die eben in Deutschland zugelassen wurden. Bis zu 20 km/h sind diese Stehroller schnell. Sie müssen auf Radwegen fahren – dort wo ein Radweg fehlt, müssen sie auf die Straße. Sie dürfen ab 14 Jahren gefahren werden – ohne Führerschein. Der Fahrer hat daher möglicherweise von den Verkehrsregeln keine Ahnung oder weiß nicht einmal, dass es welche gibt.

Schürfwunden, Knochenbrüche, Kopfverletzungen und sogar Todesfälle sind bei den wackligen Brettern vorprogrammiert. Bei Unfällen trifft es dann gerne auch unbeteiligte Fußgänger. Jan hat wahnsinnige Angst, von einem E-Scooter-Fahrer umgefahren zu werden. Er empfindet Ohnmacht dabei, er kann es selbst nicht kontrollieren, nicht steuern.

Für E-Scooter-Fahrer beträgt das Risiko, als Fußgänger von so einem Fahrzeug angefahren und schwer verletzt zu werden, statistisch null

Jan (29) hat sich daher entschieden. Er wird sich nicht mehr diesem gewaltigen Risiko aussetzen und fährt daher selbst E-Scooter. Er wird mit kaum etwas anderem mehr unterwegs sein – nur noch mit seinem elektrischen Roller. Die Wahrscheinlichkeit, als Fußgänger von so einem Teil umgefahren und schwer verletzt zu werden, sinkt auf dieser Weise auf Null.

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Unfälle/Unglücke Verkehr

Unfälle: Verkehrsexperten kämpfen neben totem Winkel nun auch gegen Reit im Winkl

Toter Winkel
Sicht des LKW-Fahrers und der tote Winkel. Foto: btr / Lizenz: GNU Free Documentation License, Version 1.2

Der sogenannte tote Winkel ist ein riesiges Problem. Speziell bei Lkw ist dieser besonders groß. Lkw-Fahrer können Fußgänger und Radfahrer, die sich dem Lkw nähern oder sich neben ihrem Fahrzeug befinden, trotz der vorgeschrieben 37 Spiegel oft nicht sehen. Immer wieder kommt es dabei zu schlimmen Unfällen. Bereits seit den Anfängen des Straßenverkehrs wird gegen den toten Winkel gekämpft. Anfangs hieß dieser noch einfach „Winkel“, bis ihn ein Sheriff 1923 aus Verärgerung, dass er fast von einem Truck überfahren worden war, totgeschlagen hat. Seitdem wird dieser Winkel „toter Winkel“ genannt (im Niederländischen heißt er übrigens „Dode hoek“; wörtlich übersetzt: „tote Ecke“, was ja irgendwie unlogisch ist, da ganz Holland im Grunde genommen eine tote Ecke ist).

Obwohl der Winkel nicht mehr lebt, ist er nach wie vor existent und verbreitet bis heute Angst und Schrecken. Experten wollen den toten Winkel nun mit Abbiegeassistenten, die in Lkw Pflicht werden, bekämpfen.

Unterschätztes Problem: Der Reit im Winkl

Inzwischen haben die Verkehrsexperten einen weiteren gefährlichen Winkel ausgemacht, den sogenannten Reit im Winkl. In Reit im Winkl kommt es immer wieder zu Unfällen, auch tödlichen. Konkret kollidieren Ski- und Snowboardfahrer mit Bäumen oder unetreinander. Das Tragische ist, dass diese Unfälle alle vermeidbar wären. Während z.B. Radfahrer sich mit ihrem Gefährt meistens konstruktiv bewegen, z.B. zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, bewegen sich Skifahrer ohne Notwendigkeit. Würden sie nicht fahren, gäbe es diese Unfälle durch den gefährlichen Reit im Winkl erst gar nicht.

Experten sind sich uneins, ob man zur Unfallvermeidung Skipisten sperren, den Reit im Winkl verbieten oder durch As-ski-Stenzsysteme entschärfen sollte.

keinblatt.de Etymologie: „Winkel“ ist etymologisch mit „winken“ verwandt. Experten haben festgestellt, dass dies bei der Problemlösung nicht weiterhilft.

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Gesellschaftliches Unfälle/Unglücke Verkehr

Verkehrssicherheit: Redeverbot im Auto kommt

Unterhaltung im Auto
In Zukunft streng verboten: Unterhaltung im Auto. sonst wird der Autolenker abgelenkt. Lizenz: Public Domain

Erschreckend viele Verkehrsunfälle mit dem Auto passieren durch Ablenkung. Das ist keinesfalls nur auf das Navi oder das Handy zurückzuführen, deren Benutzung während der Fahrt zumindest für den Fahrer ohnehin verboten bzw. stark eingeschränkt wurden. Auch Gespräche, vor allem der Beifahrerin mit dem Fahrer, sind ein enormes Sicherheitsrisiko. Speziell emotionale Passsagen können dazu führen, dass der Fahrer die Konzentration verliert und einen Unfall baut.

Um die Unfallzahlen weiter zu senken, arbeitet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) derzeit fieberhaft an einem Redeverbot im Auto, das spätestens zum Jahreswechsel in Kraft treten soll. In Zukunft sind Gespräche im Auto generell verboten. Das gilt für den Fahrer und sämtliche Mitfahrer. Erlaubt bleiben nur „wichtige Hinweise“ – etwa Hinweise auf die Wegstrecke oder Gefahrenhinweise.

Andreas Scheuer rechnet mit einem Rückgang der Unfallzahlen um 8 %, in der Kombination männlicher Fahrer plus weiblicher Beifahrer gar von 25 %.

Überprüft werden soll das Redeverbot unter anderem durch stichprobenartiges Mithören über Sicherheitslücken in mitgeführten Handys.

Radiohören bleibt erlaubt, allerdings dürfen nur Sender gehört werden, in denen ausschließlich Verkehrsfunk gesendet wird, keine Musik und keine weiteren Wortbeiträge. Musik auf CD und MP3 darf nur noch abgespielt werden, wenn der Wagen steht und der Motor abgestellt ist.

Ursprünglicher Plan: Knebelpflicht für weibliche Beifahrer

Ursprünglich wollte Scheuer vorschreiben, dass weibliche Beifahrer in Zukunft während der gesamten Fahrt einen Knebel im Mund tragen müssen. Nach hohem Widerstand einiger weiblicher Mitglieder im Bundeskabinett wurde der Plan jedoch erst einmal auf Eis gelegt. Scheuer meint dazu: „Ich kann damit leben, Hauptsache meine Alte ist in Zukunft ruhig!“

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Unfälle/Unglücke Verkehr

München: Mit Bahn in Fußgängerzone gefahren – Straßenbahnfahrer angezeigt

Straßenbahn
Straßenbahnzug in München. Hier ist alles in Ordnung. Aber nicht alle Fahrzeuglenker halten sich an die Regeln. Foto: High Contrast / Lizenz: CC BY 3.0 DE

Jedes Kind weiß, dass die Fußgängerzone für Fußgänger reserviert ist. Dennoch hat in München ein Trambahnfahrer gemeint, für ihn würden die Regeln nicht gelten. Denn er fuhr mit seiner Bahn der Linie 19 in der Fußgängerzone. Die Polizei stoppte ihn. Die Fahrgäste mussten ihre Reise zu Fuß fortsetzen. Auf den Trambahnfahrer warten eine Strafanzeige und auch arbeitsdisziplinarische Maßnahmen. Der Mann muss nun sogar mit einer Kündigung rechnen. Denn erst im März war er mit seinem Trambahnzug zu nahe an "tn":"K"}">parkenden Autos vorbeigefahren und hatte sage und schreibe 13 Autos beschädigt.

Einem anderen Trambahnfahrer in München erging es noch schlechter. Er war mit seinem Zug der Linie E15 in eine zu niedrige Unterführung reingefahren. Das Schild mit der maximal erlaubten Durchfahrtshöhe hatte er eigenen Angaben zufolge übersehen, obwohl er die Strecke ja im Schlaf kennen sollte. Die Folge war, der Trambahnzug blieb in der Unterführung stecken und musste mit schwerem Gerät herausgezogen werden. Der Trambahnzug und auch die Brücke wurden schwer beschädigt, der Schaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt. In der Haut des Trambahnfahrers möchte wohl keiner stecken. Denn auch er hat schon einige Einträge bei seinem Arbeitgeber, der Münchner Verkehrs Gesellschaft. Letztes Jahr hatte er einen anderen Trambahnzug an einer Stelle überholt, an der absolutes Überholverbot gilt.

Noch eine Meldung aus dem Ausland: "tn":"K"}">In Amsterdam wurde eine Tram mit Anhänger von der Polizei gestoppt. Laut niederländischem „Verkeersreglement“ dürfen in Wohnwagen keine Personen befördert werden. Tatsächlich befanden sich in dem Anhänger mehrere Dutzende Personen. In Deutschland gelten übrigens ähnliche Regelungen.

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Bräuche und Mythen Szene Unfälle/Unglücke

El Hierro (Kanaren): Flacherde-Anhänger stürzt am Ende der Welt von Erdscheibe in den Tod

Flacherde
Vermutlich sieht es so am Rand der Erde aus. Mit Gewissheit lässt es sich nicht sagen, da keiner, der sich so weit vorgewagt hat, je wieder zurückgekehrt ist. Bild: Artsgrie / Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Kanareninsel El Hierro markiert das Ende der Welt. Westlich von ihr befindet sich nichts mehr. Wer sich zu weit nach draußen wagt, läuft Gefahr, abzustürzen.

Jan Holbein ist offenbar zu weit gegangen. Der renommierte Wissenschaftler und erklärte Anhänger der Flachwelt-Theorie, der im Internet sowie in Funk und Fernsehen über den großen Irrtum der Kugelform der Erde aufklärt, hat einen Urlaub auf der Kanareninsel El Hierro mit seinem Leben bezahlt. Er ist von einem Ausflug nicht mehr zurückgekehrt. Seine Frau und seine beiden Kinder, die sich während des Unglücks im Hotel aufgehalten haben, haben inzwischen jegliche Hoffnung aufgegeben. Die spanische Polizei geht davon aus, dass sich Jan mit seiner Luftmatratze zu weit von der Küste wegbewegt hat und dann am Rande der Erdscheibe in den Tod gestürzt ist. Seine Leiche werde man wohl nie finden, so ein Polizeisprecher, denn keiner wisse, wie weit es da runter gehe und was da unten überhaupt sei. Die Behörden wollen Jan innerhalb von vier Wochen für tot erklären.

Das Linealexperiment überzeugte nicht alle

Jans Frau Ulrike will nun Jans Arbeit fortsetzen. Sie sagte, es sei so tragisch, viele hätten ihrem Mann nicht geglaubt. Er habe immer wieder das Linealexperiment vorgeführt und damit gezeigt, dass es keine Erdkrümmung gebe. Man brauche nur ein langes Lineal vor die Augen zu halten. Es zeigt sich dann, dass der Horizont exakt dem Lineal folge, obwohl es ja eine Krümmung und damit Abweichung geben müsse. Doch für viele sei das nicht überzeugend gewesen. Nun habe ihr Mann einen makabren Beweis geliefert.

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Kunst & Kultur Politik Unfälle/Unglücke

Feuer im Weißen Haus vernichtet Trumps Privatbibliothek – beide Bücher nur noch Asche!

Feuer_Weißes_Haus
Es brennt im Weißen Haus! Foto: www.elbpresse.de,bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY-SA 4.0

Im Weißen Haus ist heute Nachmittag ein Feuer ausgebrochen, das Donald Trumps Privatbibliothek komplett zerstörte. Beide Bücher verbrannten. Besonders tragisch: Das zweite Buch hatte Trump noch gar nicht fertig ausgemalt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von einer achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe aus.

Präsident Donald Trump hat in einem ersten Schritt seine Butler und Hausmädchen gefeuert.

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Konflikte/Terror/Militär Natur/Tiere/Umweltschutz Politik Unfälle/Unglücke

Damit man in Bayern endlich Angela Merkel wählen kann: „Angela-Merkel-Fan-Partei“ gegründet

Angela Merkel
Endlich kann man Angela Merkel auch in Bayern wählen. Foto: European People‘s Party / Lizenz: CC BY 2.0

In Bayern gibt es bekanntlich keine CDU. Es besteht nur die Möglichkeit, die Schwesternpartei CSU zu wählen. In der CSU halten aber die meisten nicht viel von Angela Merkel und unterstützen die Bundeskanzlerin allenfalls aus Gründen des Machterhalts im Wahlkampf. Vor allem in der Flüchtlingsfrage vertritt die CSU völlig andere Ziele als Frau Merkel.

Doch viele Bayern wollen Merkels CDU wählen. Nun kann man aber nicht so einfach einen bayerischen CDU-Landesverband gründen. Wer es in Eigeninitiative versuchen würde, würde sich größten juristischen Ärger einhandeln, da er in Namens- und Markenrechte der CDU und in deren Selbstorganisationsrecht eingreifen würde.

Gründung der „Angela-Merkel-Fan-Partei“

Der bekennende bayerische Angela-Merkel-Fan Andreas Meier (66) hat einen genialen Ausweg gefunden. Er ist gerade dabei, seinen Angela-Merkel-Fanclub in eine Partei umzuwandeln, die „Angela-Merkel-Fan-Partei“. Da Angela Merkel eine menschliche Person ist (auch wenn das viele in der CSU anders sehen) und keine eingetragene Marke, erwartet Meier, dass seine Partei problemlos zur Bundestagswahl 2017 und zur Landtagswahl 2018 zugelassen wird.

Meier geht davon aus, dass die Leute nicht CDU oder CSU wählen wollen und werden, sondern Angela Merkel. Und genau diese stünde ja als Fanpartei unter ihrem Namen auf dem Wahlzettel. Sobald die Leute irgendwas mit „Angela Merkel “ sehen, machen sie ihr Kreuz dort, ist sich Meier sicher.

Parteiprogramm

Im Parteiprogramm bekennt man sich bedingungslos zur Kanzlerin. „Wir unterstützen alles, das Angela Merkel ausmacht“, sagt Meier, „also im Wesentlichen das Sublimieren von Leuten in den eigenen Reihen, die ihr gefährlich werden, und seit Neuestem – seit der Flüchtlingskrise – ihren Hauch, sagen wir ihr Häuchen von Menschlichkeit.“ – Ebenso wolle die Angela-Merkel-Fanpartei den gesunden Pragmatismus – also 180-Grad-Wenden, wenn sie geboten seien – von Frau Merkel weiterentwickeln. Frau Merkel habe z.B. nach dem Fukushima-Unglück sofort erkannt, dass Atomkraft in Deutschland nicht mehr zu halten sei und in kürzester Zeit den Ausstieg vom Wiedereinstieg nach dem Ausstieg von der Atomkraft geschafft.

Abstimmverhalten und Koalitionen

Beim Abstimmverhalten werde man sich verpflichten, Projekte von Frau Merkel zu tragen, so Meier. Eine Koalition mit der CSU in Bayern werde wegen exakt gegensätzlicher Positionen ausgeschlossen, im Bund sehe man dagegen einer Koalition mit der CDU zuversichtlich entgegen. „Alles, was Angela Merkel hilft, begrüßen wir“, schwärmt Meier.

Sollte Frau Merkel eines Tages vom Amt der Bundeskanzlerin zurücktreten oder gar aus der Politik ausscheiden, werde man sich zeitgleich in Luft auflösen oder aber im Sinne der Kanzlerin die Sache aussitzen, je nachdem.

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Kriminalität Technik/Hightech Unfälle/Unglücke

Schwere Explosion bei BASF mit Toten: Beschriftung eines Ventils soll ursächlich sein

Explosion
Explosion bei BASF: kleine Ursache mit fataler Wirkung. Lizenz: Public Domain

Bei BASF in Ludwigshafen ist es am Montag zu einer schweren Explosion gekommen. Mindestens zwei Menschen starben, knapp 30 Personen wurden verletzt. Ein Arbeiter wird noch vermisst, er wird im Hafenbecken vermutet. Taucher können derzeit noch nicht eingesetzt werden, um nach ihm zu suchen.

Zur Klärung der Unglücksursache werden mehrere Gutachter eingesetzt. Erste Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein unachtsamer Mitarbeiter ein Ventil mit einem „Bitte nicht öffnen!“-Schild versehen hat.

Die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen eingeleitet. Dem verantwortlichen Mitarbeiter droht eine Anklage wegen arglistiger Täuschung, groben Unfugs, falscher Tatsachenbehauptung und grob fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge. Der Mann soll am Mittwochmorgen dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft sowie Schadensersatz in Millionenhöhe.

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Technik/Hightech Unfälle/Unglücke

Nächstes Samsung Galaxy Note 8 Antifire kommt mit Löschschaum-Modul

Feuer
Brennendes Smartphone. Solche Szenarien sollen zwar nicht abgeschafft, aber zumindest in Zukunft weniger gefährlich ausfallen. Lizenz: Public Domain

Nachdem immer wieder Geräte in Flammen aufgegangen waren, hat Samsung sein brandgefährliches Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 7 ganz vom Markt gekommen. Man konnte die Brandgefahr der Akkus nicht in den Griff kriegen.

Derzeit arbeitet der Hersteller fieberhaft an dem Nachfolger Galaxy Note 8 Antifire. Dieses wird im Wesentlichen dem Galaxy 7 entsprechen. Allerdings wird das Gerät etwas dicker ausfallen. Der zusätzliche Platz wird für eine Löschschaumeinheit benötigt. Diese erkennt zuverlässig einen Brand und setzt automatisch einen wirkungsvollen Löschvorgang in Gang, der den Brand in der Regel stoppen kann. Samsung beruhigt seine Fans, das Gerät werde zwar etwas dicker ausfallen, aber man bekäme es in der Regel dennoch in die Hosentasche.

Galaxy Note 8 Antifire mit Feuerlöscherfunktion

Es wird auch ein Zusatznutzen geben, mit dem der Hersteller wieder Vertrauen zurückgewinnen will. Konkret kann man mit dem Galaxy Note 8 Antifire kleinere Brände löschen, die nicht durch das Smartphone selbst entstanden sind, auch wenn ein solches Szenario eines externen Brandes ziemlich unwahrscheinlich ist. Dazu dient eine fest installierte Feuerlöscher-App. Ein leeres Löschschaummodul kann im Falle, dass das Smartphone selbst „überlebt“ hat, vom Kundendienst wieder aufgefüllt werden.

Wann das Samsung Galaxy Note 8 Antifire auf den Markt kommen wird, steht noch nicht fest.

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Natur/Tiere/Umweltschutz Unfälle/Unglücke

Ursache für Katastrophenunwetter gefunden: Wegen Kommafehler versehentlich 10-fache Chemtrail-Dosis versprüht

Hochwasser
Der Albtraum: Das Hochwasser reißt alles mit, zerstört mit brachialer Gewalt alles, das nicht freiwillig mitschwimmt (Archivbild). Foto: Harald Weber / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nicht immer ist es höhere Gewalt, die zu schrecklichen Naturunglücken führt. Menschliches Versagen ist ebenso möglich. Wie jetzt bekannt wurde, ist das derzeitige Katastrophenunwetter, das Überschwemmungen mehrerer Ortschaften und die Zerstörung unzähliger Häuser zur Folge hatte, etwa in Simbach (Niederbayern), kein unabwendbares Naturereignis, sondern das Resultat einer unglaublichen Schlamperei.

Verrutschtes Komma – so ein Fehler darf einfach nicht passieren

Zwar waren Niederschläge beabsichtigt worden, um die Böden zu bewässern und die Ernten zu sichern, durch einen peinlichen und katastrophalen Kommafehler hat die Deutsche Chemtrail-Fliegerstaffel vergangene Woche jedoch aus Versehen die 10-fache Chemikaliendosis versprüht.

Chemtrails
Chemtrails am Himmel sind das untrügliche Zeichen, dass sie wieder sprühen (Archivbild)! Foto: Prashanta / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Bundesinnenministerium hält sich derzeit noch bedeckt und will den Schuldigen erst nach weiteren Ermittlungen benennen. Vorrang hätten ohnehin jetzt erst einmal Soforthilfen für die betroffenen Regionen, so ein Ministeriumssprecher. Die Bundesbank hat indessen wie auch 2013 mehrere Tausend leere Geldsäcke zur Verfügung gestellt, die in hochwassergefährdeten Orten als Sandsäcke die Deiche stabilisieren sollen.

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Politik Unfälle/Unglücke Verkehr

Stuttgart 21: Kinderwagen könnten ins Gleisbett rollen – Bahn bessert mit festem Stahlgeländer nach

Tiefbahnhof Stuttgart 21
Abschüssiger Tiefbahnhof Stuttgart 21. Foto: Stoeffler, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Erneut gibt es Ärger mit Deutschlands Prestigeprojekt Stuttgart 21. Wie der Spiegel berichtet, weisen die Bahnsteige des im Bau befindlichen Tiefbahnhofs eine starke Längsneigung auf. Damit besteht die Gefahr, dass Kinderwägen und Rollstühle alleine durch die Schwerkraft ins Gleisbett rollen. Die Längsneigung ist etwa sechsmal stärker als die empfohlene Obergrenze. Auf 400 Meter Länge geht es ganze sechs Meter nach unten. Auch der Einbau einer zusätzlichen Querneigung zum Bahnsteig hält ein ins Rollen gekommene Gefährt nicht auf. Damit ist die Sicherheit nicht gegeben.

Mehr Sicherheit, mehr Pünktlichkeit!

Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben bereits reagiert. An den Bahnsteigkanten werde ein stabiles Stahlgeländer montiert, so ein Bahnsprecher. Dies sei bereits im April in Auftrag gegeben worden. Leider habe man erst nach Auftragserteilung erkannt, dass dann ein Ein- und Aussteigen nicht mehr möglich sei. Dies jedoch kein Fehler, da elektrische Gitter, die sich nach Halt eines Zuges absenken, laut Eisenbahnbetriebsordnung (EBO) ohnehin nicht zugelassen seien. Sonst würde man natürlich so etwas favorisieren, auch wenn dafür eigentlich keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stünden. Die festen Gitter hätten aber auch den Vorteil, dass die Züge mit 40 km/h durchfahren dürften. Damit könnten Verspätungen abgebaut und der Fahrplan stabilisiert werden. „Die Deutsche Bahn wird pünktlicher“, führt der Sprecher aus, „es überwiegen eindeutig die Vorteile.“

Politik von Lösungsvorschlägen nicht besonders schwer beeindruckt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist noch nicht ganz von den Maßnahmen überzeugt. Man überlege, das Gesetz der Schwerkraft in Bahnhöfen deutschlandweit auszusetzen, bis eine bessere Lösung gefunden sei, so Merkel. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Zustimmung signalisiert, wenn die Gesetzesaussetzung auch auf seine Person angewendet werde. Kritiker wenden ein, dass Gabriel zwar tief gesunken, aber dafür letztlich selbst verantwortlich sei.

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Natur/Tiere/Umweltschutz Unfälle/Unglücke Wissenschaft/Bildung

Kampf gegen Erdbeben: Forscher pumpen riesige Mengen Gleitcreme in die Erdkruste

San-Andreas-Verwerfung
Bild 1: San-Andreas-Verwerfung. Hier reiben die Kontinentalplatten aneinander. Foto: US NOAA. Lizenz: Public Domain

Erdbeben kosten jedes Jahr unzähligen Menschen das Leben und richten riesige Schäden an. Lange Zeit legte man den Fokus darauf, Häuser in erdbebengefährdeten Gebieten stabiler zu bauen. Doch hundertprozentig erdbebensichere Häuser kann es nicht geben. Seit geraumer Zeit arbeiten Forscher jedoch auch daran, das Übel an der Wurzel zu packen, indem Erdbeben verhindert oder zumindest drastisch abgeschwächt werden.

Hierbei wurden nun erste Fortschritte erzielt. Dabei sollen die Kontinentalplatten mehr Bewegungsfreiheit erhalten, sodass ein geschmeidiges Gleiten erzielt wird. Erdbeben entstehen, wenn die Platten sich verhaken und dann die Kontinentalplatten eine große Spannung aufbauen, die dann ruck- und schlagartig abgebaut wird.

Bereits 2004 fanden Wissenschaftler heraus, dass quarzreiche Gesteine in den tektonischen Platten einen eigenen Schmierstoff produzieren, der den Reibungswiderstand der Platten reduziert: Kieselgel. Der Schmierstoff vermindert das Ruckeln.

Das Vorhaben besteht nun darin, in erdbebengefährdeten Gebieten, an denen der Quarzgehalt des Untergrundgesteins gering ist, mittels eines künstlichen Schmierstoffes nachzuhelfen, der an den Plattengrenzen in die Erdkruste gespritzt wird. Bei Tests mit miniaturisierten Modellen wurden verschiedenen Stoffe ausprobiert. Dabei erwies sich Gleitcreme am besten geeignet.

69.000 Hektoliter Gleitcreme in die Erdkruste gespritzt

Bohrturm
Bild 2: Mit großem Druck wird das Gleitmittel in den Untergrund getrieben. Foto: The Pinedale Field office of the BLM. Lizenz: Public Domain

In einem ersten Versuch haben Forscher nun in der Nähe von San Francisco, dort wo an der San-Andreas-Verwerfung (Bild 1) die nordamerikanische Platte und die pazifische Platte aneinanderreiben, mehrere günstige Einspritzpunkte berechnet. An insgesamt sechs Punkten wurden insgesamt 69.000 Hektoliter Gleitcreme des Fabrikats „Glide Professionell“ 2.500 Meter in den Untergrund gepumpt (Bild 2). Die Aktie des Gleitcremeherstellers stieg nach der Meldung steif nach oben.

„Nun heißt es abwarten, wie stark zukünftige Erdbeben in der Region ausfallen werden“, so die Forscherin Paris Smooth vom International Earthquake Insitute. Wenn alles reibungslos verläuft, sollen die Versuche auf weitere Regionen ausgedehnt werden.

Bei der Erdbebenbekämpfung haben die Forscher aber bereits empfindliche Flops erlitten. In den 1980er-Jahren wurden im Untergrund Stahlstangen in die Kontinentalplatten penetriert, um die Platten am Bewegen zu hindern. Doch alle Mühe sei umsonst gewesen, stöhnt der Ingenieur Konrad Dom, der damals die Versuche begleitete. Es bauten sich immer größere Kräfte auf, sodass die einzelnen stählernen Glieder dann schließlich nachgaben. Durch den Ruck beim Bruch fielen die Erdbeben sogar noch stärker aus.

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Bundesamt: Silvesterraketen reine Verarschung – sie erreichen nicht die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit

Silvesterraketen
Legaler Betrug: Silvesterraketen. Politiker wollen nun endlich den Nepp beenden. Foto: Epic Fireworks / Lizenz: CC BY 2.0

Es ist wieder soweit. Der Feuerwerkverkauf hat begonnen. Das Bundesamt für Materialprüfung (BAM) hält jedoch die im Handel erhältlichen Silvesterraketen für minderwertiges und nutzloses Spielzeug und rät vom Kauf ab.

Raketen erreichen nicht die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit

Denn die Raketen erreichten nicht einmal ansatzweise die erforderliche Fluchtgeschwindigkeit von 11,2 Kilometer pro Sekunde. Diese sei notwendig, um das Gravitationsfeld der Erde zu überwinden und in den Weltraum zu fliegen. Damit handele es sich ganz klar um legalen Betrug, so ein BAM-Sprecher. Die Raketen fielen nach Erreichen ihres Scheitelpunktes einfach wieder auf den Boden zurück. Damit sei das Abfeuern solcher Silvesterraketen völlig sinnlos.

Dafür seien die Raketen eine gewaltige Umweltverschmutzung. Nicht einmal eine Wiederverwendung sei möglich, da der Treibsatztank vom Benutzer nicht wieder aufgefüllt werden könne. Der Versuch, erneut Schwarzpulver einzufüllen, um es noch einmal zu probieren, das Gravitationsfeld doch zu überwinden und ferne Planeten und Sterne anzusteuern, sei also von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es bliebe also ein unerfüllbarer Traum, E. T. und seinen Kumpeln ein kleines Präsent zu senden. Außerdem komme es beim Umgang mit Silvesterraketen immer wieder zu schweren Verletzungen, zu tödlichen Unfällen und auch zu schweren Bränden.

Bundestag soll Gesetz der Schwerkraft ändern, um Verbraucher zu schützen

Mit einer Eingabe an den Bundestag will das BAM eine gesetzliche Änderung bewirken um den Verbraucher zu schützen. Dazu soll das Gesetz der Schwerkraft geändert werden, damit die Raketen das Schwerkraftfeld der Erde überwinden können. Es wird davon ausgegangen, dass der Bundestag die Verschärfung durchwinkt. Ab nächstem Jahr dürfen dann nur noch wirklich funktionsfähige Raketen verkauft werden. Gefährliches Nepp-Spielzeug soll dann nicht mehr in den Handel gelangen.

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Natternbach (Österreich): Mann von Warteschlange getötet

Warteschlange
Warteschlange. Hier lauert der Tod. Foto: Lars Blomeyer / Lizenz: Public Domain

In Natternbach (Oberösterreich) ist heute ein 30-jähriger Mann von einer Warteschlange getötet worden. Die Gefährlichkeit von Warteschlangen wird allzu oft unterschätzt, wie der heutige Vorfall auf tragische Weise zeigt.

Im Unterschied zu Giftschlangen, die ihren Opfern Gift spritzen (meist subkutan,  selten intraveniös wie beim vielgebänderten Krait), und Würgeschlangen, die durch Umschlingen des Opfers den Rückfluss des venösen Blutes unterbindet, töten Warteschlangen durch ein weit perfideres Instrument. Sie legen dabei ein Warter-Ei (heute meist ohne Bindestrich geschrieben und mit femininem Genus versehen: die Warterei).  Aus jedem gelegten Ei schlüpfen neue Wartende, die die Schlange länger und auch gefährlicher machen. Wie die Schlange tötet, ist bis heute nicht restlos geklärt. Wissenschaftler nehmen an, dass die Schlange durch ihre Fähigkeit, in einen extrem lang andauernden, absolut bewegungslosen Zustand verfallen zu können, einem Wartenden den letzten Nerv rauben können. Ein Mensch, der nicht mehr über Nerven verfügt, kann nur noch wenige Sekunden überleben.

Als besonders gefährlich gelten Warteschlangen in Postämtern und Behörden. Diese Art ist als besonders träge bekannt. Außerdem wachsen ihr bei Schließung eines Schalters neue Köpfe nach, was die Schlange unberechenbar macht. Einerseits kann sie zwar so mehr Wartende transportieren und aus ihrer Apathie entkommen. Andererseits ist dies meist nur Theorie, denn solche Warteschlangen verlieren im Allgemeinen immer mehr an Aktivität. Es ist aber beobachtet worden, dass Wartende nicht nach vorne rutschen, sondern nach hinten. Dies kann schädlicher als eine Regungslosigkeit sein. Auch hier kommt es immer wieder zu Schwächeanfällen oder sogar Todesfällen.

Politiker überlegen schon seit Längerem, Warteschlangen nur noch in Tierparks zu erlauben, da nur dort eine artgerechte Unterbringung gewährleistet ist. Auch ein Importverbot von Warteschlangen wird immer wieder ins Spiel gebracht. Taschen und Kleidung dürfen schon längst nicht mehr aus Warteschlangenleder gefertigt werden. Aber auch eine Auswilderung von allen im Lande befindlichen Warteschlangen wird immer wieder gefordert. Wie viel muss noch passieren, bis endlich gehandelt wird?

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Flug MH370: Wrackteil stammt von verschollener Boeing 777!

Wrackteil Flugzeug
Angespültes Flugzeugwrackteil. Es stammt von der verschollenen Boeing 777. Foto: Erik Christensen / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Von der seit dem 8. März 2014 verschollenen Boeing 777 der Malaysian Airline (Flug MH370) gibt es endlich eine heiße Spur. Das auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean angespülte Flugzeugwrackteil (keinblatt.de berichtete ausdrücklich nicht und wartete erst auf gesicherte Erkenntnisse; Spekulationen überlassen wir den anderen) stammt nach Ermittlerangaben eindeutig von der verschwundenen Maschine. Denn das Bruchstück konnte keinem anderen vermissten Flugzeug zugeordnet werden.

Ermittler wollen nun anhand von Strömungsdaten ein neues Suchfeld eingrenzen, um die abgestürzte Maschine lokalisieren und bergen zu können.