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US-Wahlkampf: Kanye West liegt an Ostküste sensationell vor Trump & Biden

Kanye West & Donald Trump
Kanye West & Donald Trump. Die USA könnten nach Obama ihren zweiten schwarzen Präsidenten bekommen. Foto: Diego Quintana, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Am 4. Juli hat der beliebte schwarze Rapper Kanye Omari West (Spitzname: „Ye“) seine Kandidatur zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika erklärt. Er will damit eine Alternative zu den beiden müden und alten Kandidaten bieten. Entgegen anderslautenden Meldungen tritt West nicht als parteiloser Kandidat an, sondern für die „Birthday Party“. West dazu: „Wenn ich gewinne, haben Amerika und ich jeden Tag Geburtstag.“ Als Wahlkampfslogan wählte West schlicht „Yes“ – eine Mischung aus „Yes, we can“ (Barack Obama) und seinem Spitznamen.

West an Ostküste vorne

Nach ersten Umfragen liegt West an der Ostküste bereits deutlich vor Trump und Biden. Die Ostküste ist traditionell eine Hochburg der Demokraten. Für West gilt es jetzt, vor allem auch in den Trump-Hochburgen im Westen, im Süden und der Landesmitte zu punkten.

West-Positionen

Dem Rapper wird zugetraut, unter den Menschen mit dunkler Hautfarbe Trump viele Stimmen abluchsen zu können. Mit seinen sehr konservativen Positionen wildert West aber auch im weißen Trump-Lager. So vertraut West in der Coronakrise ausschließlich auf Gott. Impfungen hält er für ein Werk des Teufels. Auch glaubt West daran, dass den Menschen Chips eingesetzt würden. Letztlich wollten die Ungläubigen verhindern, dass die Menschen nach vorzeitigen Ableben durch Hören seiner Musik durch das Himmelstor schreiten, so der begnadete Musiker.

Designierte Vizepräsidentin: Michelle Tidball

Als Vizepräsidentin: sieht West Michelle Tidball vor, die nach eigenen Angaben „biblischer Lebenscoach“ und „Priesterin“ ost. Über Tidball ist bislang nicht viel bekannt. Selbst ihre Existenz gilt nicht als gesichert.

West und das Verhältnis zu Trump

Der Rapper war bislang glühender Verehrer von Donald Trump, hat aber nun mit ihm gebrochen. Trump in eine grüne, West in eine rote Schale. Dennoch hat er noch lobende Worte für den Potus: „Trump ist der Präsident, der seit Jahren Gott als Lösung und Erlösung warmhält.“ Gerade Aussagen wie diese nähren den Verdacht, dass West letztlich nur Stimmen bei Biden abziehen will, um den bei der schwarzen Bevölkerung unbeliebten Trump schlussendlich zur Wiederwahl zu verhelfen. Der Schuss könnte aber nach hinten losgehen, wenn der Rapper am Ende vorne liegt und nächster US-Präsident wird. Was spricht für West? Er war bereits am Coronavirus erkrankt und könnte nun immun gegen das Virus sein. Damit hat er eine überzeugende Krankenakte, was auch nicht unwichtig ist. Wenn er Präsident ist, wird er ferner die Leute nicht mehr so oft mit seinem Sprechgesang infiltrieren, von der Eröffnungsrede mal abgesehen, die West noch rappen will. Gegen West spricht, dass er noch nie gewählt hat und damit politisch unerfahren ist.

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Kriminalität

In Einkaufswagen Plastikchip statt Euro geworfen – 18 Monate Haft wegen Inverkehrbringens von Falschgeld

Einkaufswagen
Einkaufswagen mit Münzeinwurf (Symbolbild). Foto: Polycart / Lizenz: CC BY 2.0

Jeder kennt die Einkaufswagen mit Münzschloss. Der Wagen wird erst freigegeben, wenn man eine 1-Euro- oder 50-Cent-Münze einwirft. Doch wenn man einen Wagen braucht, hat man oft nicht das richtige Geldstück zur Hand.

Da gibt es aber doch die praktischen Plastikchips, mit denen man die Wagen ebenso freikriegt, dachte sich Horst W. aus dem niedersächsischen Lindweser. Bereits vor Jahren hatte er für ein paar Cent so einen Plastikchip erworben und trägt ihn in der Tasche. Als W. im März dieses Jahres den Plastikchip in einen Wagen einer regionalen Supermarktkette einwarf, rechnete er nicht mit den adlerscharfen Augen einer Verkäuferin. Diese stellte den Mann und erstattete Anzeige. Ihr Vorwurf: Der Mann habe den Einkaufswagen mit Falschgeld überlistet und sich die Ausleihleistung erschlichen. Der Einwand des Mannes, diese Chips seien doch speziell für die Einkaufswagen konzipiert und er habe solch einen Chip regulär im Laden gekauft, ließ die Verkäuferin nicht gelten.

Inzwischen kam es zum Gerichtsprozess. Das Gericht gab den Vorwürfen im Wesentlichen statt. Der Mann habe mit Münzimitaten die Geldprüfung der Einkaufswagenschlösser überlistet, hieß es. Der Richter verurteilte den Mann wegen Inverkehrbringens von Falschgeld in einem minderschweren Fall und Automatenbetrug zu 18 Monaten Haft. Da der Mann vorbestraft ist, wurde die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt.

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Finanzen Gesellschaftliches Politik Technik/Hightech

Doch keine Bargeld-Obergrenze: Regierung will aber Bargeld mit Überwachungschip ausstatten

Euro-Schein
Nur Bares ist Wahres! Das soll auch so bleiben.

Die Bundesregierung will Zeitungsberichten zufolge für Bargeldzahlungen eine Obergrenze von 5.000 Euro einführen. Langfristig könnte das ein Ende des Bargelds bedeuten. Die Intention ist klar: Elektronische Zahlungen lassen sich besser überwachen. Die Regierung sieht hier ein Mittel, um Kriminellen das Geschäft zu erschweren.

Die Aufregung war groß. Denn eine Abschaffung des Bargelds würde auch ein weiterer Angriff auf die Privatsphäre sein. Niemand hätte mehr die Möglichkeit, Waren quasi anonym zu kaufen. Wer nur elektronisch bezahlt, kann nicht nur lückenlos überwacht werden, sondern setzt sich auch immer mehr maßgeschneiderter Werbung aus.

Entwarnung! Keine Abschaffung des Bargelds, keine Obergrenze für Bargeldgeschäfte!

Doch nun rudert die Bundesregierung bereits wieder zurück. Das Bargeld werde keinesfalls abgeschafft, so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Es werde auch keine Obergrenze für Bargeldgeschäfte geben. Die praktische Möglichkeit, jedwede Waren mit Scheinen und Münzen zu bezahlen, bleibe vollumfänglich erhalten, so Schäuble, der selbst gemischte Erfahrungen mit dem Empfang von Bargeldzahlungen größeren Umfangs gemacht hat.

Funkchip kommt

Allerdings will Schäuble einen Funkchip in die Euro-Scheine einbauen lassen. Dieser Funkchip ermöglicht die Verfolgung, welcher Schein sich wann wo aufgehalten hat. Diese Rückverfolgungsmöglichkeit sei ein wirksames Mittel im Kampf gegen das organisierte Verbrechen, führt Schäuble aus. Werbeanbieter hätten auf die Daten keinen Zugriff, versichert der Minister. Die EU-Kommission hat schon Zustimmung signalisiert. Ob später auch Euro-Münzen mit einem solchen Chip ausgestattet werden, ließ Schäuble offen. Die technischen Spezifikationen für neue Euroscheine sollen nun von einer Arbeitsgruppe festgelegt werden.