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Klimaschutz: Regierung verschärft Sommertag-Definition (30 statt 25 Grad), damit Sommer wieder kürzer werden

Klimawandel
Klimawandel: Endlich handelt die Bundesregierung! Lizenz: Public Domain

Der Vorwurf ist hart, aber gerecht. Die Bundesregierung unternehme zu wenig gegen den Klimawandel, heißt es immer wieder. Doch jetzt scheint Bewegung in den Klimaschutz zu kommen. Denn die Bundesregierung will dafür sorgen, dass die Sommer wieder kürzer werden, und das schon dieses Jahr. Kürzere Sommer werden zum Gegentrend bei der Erderwärmung.

Kürzere Sommer in greifbarer Nähe!

Konkret sollen nun Tage nicht schon ab 25 Grad Höchsttemperatur als Sommertage gewertet werden, sondern erst, wenn das Quecksilber mindestens 30 Grad erreicht. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist vom Erfolg der Maßnahme überzeugt. Man visiere wieder Sommer an, wie sie in den 1970er-Jahren üblich gewesen seien.

Schulze sagte unserme Blatt: „Endlich gibt es ein vernünftiges, tragfähiges Konzept, um den Klimawandel nicht nur zu bremsen, sondern sogar umzudrehen. Wir erreichen nicht nur alle Klimaziele, sondern schaffen sogar eine Übererfüllung.“

Man werde solche Maßnahmen aber auch weiterentwickeln. So lasse man untersuchen, ob ein Schrauben an der Definition einer Tropennacht (derzeit, wenn die Temperatur die ganze Nacht nicht unter 20 Grad fällt) auch nachhaltige positive Effekte hätten. Die Definition von Wintertagen stünden ebenso auf dem Prüfstand, ist aus dem Bundesumweltministerin zu hören.

Weitere Maßnahmen

Doch erfreulicherweise ist das noch nicht alles. Schulze scheint sogar in eine Handlungsneurose verfallen zu sein. So wird auch Folgendes untersucht bzw. ist schon umgesetzt:

  • Bei den Beratungsstellen für Pilzsammler zählen ab sofort auch Heizpilze als ungenießbar und werden von den fleißigen Mitarbeitern aussortiert. Eine Vernichtung an Ort und Stelle soll dafür sorgen, dass die Pilze keine Wirkung entfalten.
  • Damit die Abluft von Klimaanlagen nicht die Umgebung draußen aufheizt, soll sie nicht mehr nach draußen abgeführt werden, sondern nach innen und dort in einem weiteren Durchgang in Apparatur geleitet und auf diese Weise gekühlt werden.
  • Der Hot Button, besonders aus Fernsehsendungen bekannt, wird verboten.
  • Mit nassen Tüchern lässt sich die Temperatur einer Wohnung senken. Dazu muss aber nasse Wäsche auch aufgehängt werden und nicht im Trockner landen. Damit das Aufhängen attraktiver wird, soll eine Strafabgabe auf elektrische Wäschetrockner erhoben werden.
  • Mit einer Kampagne sollen reifere Frauen in den gesellschaftlichen Mittelpunkt gerückt werden. Denn jüngere Frauen werden im sexuellen Sinne eher als „heiß“ empfunden, was ja den Bemühungen, dem Klimawandel zu begegnen, zuwider läuft.
  • Hotels sollen in Zukunft „Cooltels“ heißen. Der Rat der Deutschen Sprache hat dem bereits zugestimmt. Auch die „Hotline“ ist begrifflich auf dem Prüfstand, ebenso die „Heisenbergsche Unschärferelation“.
  • Der beliebte Spielfilm „Manche mögen‘twere heiß“ steht nun auf dem Index für klimagefährdende Medien.
Hitze
Lizenz: Public Domain
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In Deutschland ist es derzeit heißer als in Spanien und Portugal zusammen!

Hitze
Die Hitze wird immer unerträglicher. Lizenz: Public Domain

Eine für September ungewöhnlich starke Hitzewelle lässt die Deutschen schwitzen. Mancherorts erreicht das Quecksilber brütende 34 Grad Celsius. Rechnet man alle Ortsmeldungen aus Deutschland zusammen, kommt man auf stolze 25.181 Grad Celsius.

Spanien und Portugal können hier nur einigermaßen mithalten, wenn man die Ortsmeldungen beider (!) Länder addiert! Dann kommt man auf 23.188 Grad Celsius. Aber auch dann ist es in Deutschland heißer als in Spanien und Portugal zusammen!

In Berlin ist es derzeit nicht ganz so heiß. Zumindest gefühlt nicht. Der ungeheuer peinliche Wahlkampf lässt die Leute vor Scham weinen. Nun wissen wir ja, dass Flüssigkeit und somit auch Tränen auf der Haut zur Verdunstungskälte führt. Die Haut kühlt real ab.

Ärzte empfehlen, ausnahmsweise die blaue Burka zu tragen, da sich dies nicht so stark wie die schwarze aufheizt. Autodieben wird aus ähnlichen Gründen entsprechend empfohlen, keine zu dunklen Autos zu „fahren“. Kaffee sollte möglichst schnell getrunken werden, da er sonst zu heiß wird. Raucher sollten auf spezielle Eiszigaretten umsteigen. Diese anzuzünden, erfordert allerdings besondere Geduld.

Mit Abkühlung ist erst zu Wiesn-Beginn der Ende der Woche zu rechnen. Die Meteorologen wagen bereits eine Langzeitprognose. Am Wochenanfang nach dem Wiesn-Ende könnte es noch mal warm werden.

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Weihnachten 2015: Wärmegewitter nerven Freibadbesucher

Dantebad
Das Münchner Dantebad am 1. Weihnachtsfeiertag. Das Gewitter ist schon im Anmarsch. Foto: Guido Radig / Lizenz: CC BY 3.0

Jan (29) ist stinksauer. Wegen der frühsommerlichen Temperaturen an Weihnachten haben zwar in fast ganz Deutschland die Freibäder geöffnet. Doch der Badespaß währt meist nur kurz. Bereits am sehr frühen Nachmittag hat der Badespaß nun praktisch täglich ein jähes Ende. Denn starke Wärmegewitter setzen den Badegästen zu. In München musste gestern das beliebte Dantebad (Foto) bereits um 15:00 vorzeitig geschlossen werden, weil Sturmtief Claus im Anmarsch war. Der Sturm richtete lokal teilweise schwere Schäden an. Tische, Stürme und Sonnenschirme einiger Eiscafés flogen meterweit durch die Gegend. Am Starnberger See wurde Sturmwarnung ausgerufen. Einige Keller und Tiefgaragen liefen voll, die Feuerwehr musste im Minutentakt ausrücken. In einigen Kellern wurden Feuerwerkskörper unter Wasser gesetzt, die der Eigentümer nun entsorgen kann. Das wird dann wohl zwar ein warmes, aber auch ein ruhiges Silvester.

Jan ärgert auch, dass seine Lieblingseissorte fast überall ausverkauft ist, die Hersteller kommen mit der Lieferung kaum mehr nach. Einige Händler sind einfallsreich und bieten gekühlten Glühwein an, um den Gästen ein wenig Abkühlung zu verschaffen.

Die Kirche ist indes einiger Kritik ausgesetzt. So gingen unzählige Beschwerden ein. Besucher der Christmette wurden durch laute Klimaanlagen genervt. Dagegen fielen in den Zügen wieder reihenweise die Klimaanlagen aus. Man kann es einfach niemand recht machen.

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7 Profitipps gegen die Hitze

Hitze
Die Hitze wird immer unerträglicher. Lizenz: Public Domain

Es wird immer heißer. Daher erhalten Sie hier die notwendigen Tipps, mit denen Sie zu Ihrer verdienten Abkühlung kommen.

1. Ein Tisch- oder Standventilator bringt kaum Abkühlung. Kaufen Sie sich daher einen ausrangierten Hubschrauber und stellen Sie ihn in Ihrem Garten in Fensternähe auf. Dann öffnen Sie Ihre Fenster und werfen den Motor an (Reihenfolge beachten!). Das gibt einen Durchzug! Vergessen Sie nicht, den Hubschrauber mit Gurten festzubinden, sonst fliegt er weiß Gott wohin. Dann haben die Leute am Zielort Abkühlung, aber Sie haben doch bezahlt, oder?

2. Legen Sie möglichst alle Strecken mit dem Auto zurück. Die Klimaanlage verschafft Ihnen Abkühlung. Komisch, dass Automobile mit so etwas heute in aller Regel ausgestattet sind, Wohnungen aber kaum. Daher heißt es auch „der lachende Vagabund“, denn Sesshafte haben zumindest im Sommer nichts zum Lachen.

3. Tauschen Sie Ihre schwarze Katze durch eine weiße um. Schwarze Katzen heizen sich maximal auf, weiße dagegen minimal. Und das Tierchen muss man ja mal anfassen!

4. Stellen Sie sich noch höhere Temperaturen vor. Die Macht der Suggestion ist mehr als erstaunlich. Begeben Sie sich in Meditation. Nach Ende des Trancezustandes wird Ihnen die momentane Temperatur dann viel niedriger vorkommen. Übertreiben Sie es aber nicht, sonst wird es schnell zu kühl!

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Foto: Huhu Uet / Lizenz: CC BY-SA 3.0

5. Ziehen Sie in eine Souterrain-Wohnung um. Da ist es im Sommer angenehm kühl und im Winter angenehm warm. Diese gleichbleibende Temperatur darf aber nicht mit Langeweile verwechselt werden. Auch ist die Souterrain-Wohnung eine prima Einstimmung für eine spätere Daseinsphase. Praktikant: Das Bild entfernt er aber wieder, das hier ist kein Witzeblatt!

6. Machen Sie dort Urlaub, wo die Kanzlerin verweilt. Sie hinterlässt dort eine nicht nur menschliche Kühle.

7. Suchen Sie sich einen passenden Anlass und weinen Sie darauf los! Tränen erzeugen zusätzlich zum Schweiß angenehme Verdunstungskälte!

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Megahitze: Eisenbahnschienen verbogen!

Eisenbahnschienen verbogen
Verbogene Schienen nahe Obersaureit (Bayern) Foto: Bradley Gordon / Lizenz: CC BY 2.0

Das ganze Land ächzt unter einer fast nie dagewesenen Hitzewelle mit Temperaturen nahe der 40 Grad Celsius. Die Hitze ist so groß, dass sich sogar diverse Eisenbahnschienen verbogen haben. Bei der wichtigen bayerischen Fernbahnstrecke zwischen Untersaureit und Obersaureit (Foto) hatten die Reisenden Glück. Der nächste Halt liegt ohnehin hinter einer lang gezogenen Linkskurve, sodass eine Einstellung des Bahnbetriebs nicht notwendig war. Mit Abkühlung ist erst Mitte nächster Woche zu rechnen.

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Gesellschaftliches Natur/Tiere/Umweltschutz

Jan (29) beklagt gleichzeitig Hitze und Kälte

Freibad
Auch dafür ist es viel zu heiß. Foto: Michael Bruns / Lizenz: CC BY-ND 2.0

Die Sonne brannte heute in München unerbittlich herunter. Das Ergebnis: 27 Grad Celsius im nicht vorhandenen Schatten. Morgen werden 30 Grad Celsius erwartet. Jan (29) aus München war es heute bereits viel zu heiß. „Da kann man ja rein gar nichts unternehmen bei der Höllenglut.“, sagt Jan. Wie er den morgigen Tag rumkriegen soll, ist Jan völlig schleierhaft.

Aber die Aussichten sind kaum besser. In der 15-Tagesvorhersage wird bereits für übermorgen ein dramatischer Temperatursturz erwartet. In den nächsten zwei Wochen wird es voraussichtlich nur noch 16 bis 22 Grad Celsius Tageshöchstwerte geben, dafür fast jeden Tag Regen.

„Viel zu kalt und nass“, schimpft Jan. Seine Wohlfühltemperatur liege bei 24 bis 25 Grad, regnen dürfe es nicht. Armer Jan, denn da ist ja nichts für ihn dabei.