„Hallo“ und „Tschüss“ verboten – Söder macht „Grüß Gott“ als Grußformel in Behörden verpflichtend

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Markus Söder
Markus Söder (CSU): Christianisierung ist Modernisierung. Foto: Freud / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nach dem erfolgreichen Kruzifixgebot, das von einer Mehrheit der Bayern begrüßt wird, setzt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine neue Verordnung in Kraft. Wiederum soll die christliche Prägung Bayerns betont werden.

Ab dem 1. August diese Jahres gelten für alle Mitarbeiter staatlicher und kommunaler Einrichtungen in Bayern verbindliche Grußformeln. Als Begrüßung ist nur noch „Grüß Gott“ erlaubt, als Verabschiedung „Pfiat Eana Gott“ (oder alternativ wiederum „Grüß Gott“), als Dankesformel „Vergelt’s Gott“.

Die anti-bairischen Grußformeln wie „Hallo“, „Guten Tag“ oder gar „Tschüss“ dürfen nicht mehr verwendet werden. Vor allem im Kundenverkehr in Behörden soll wieder mehr Bairisch mit christlichem Bezug gesprochen werden. Aber auch bei der Kommunikation zwischen Erziehern und Kindern bzw. Schülern soll wieder die bayerische Identität mehr in den Fokus rücken.

Erzieher, die Kinder bis zur 8. Klasse unterrichten und demzufolge die Kinder duzen, dürfen als Ersatz für „Pfiat Eana Gott“ auf die Variante „Pfiat di Gott“ oder „Pfiat eich Gott“ zurückgreifen, Söder ist eben großzügig. Leichte Abweichungen sollen generell toleriert werden, wichtig aber ist, dass in den Gruß- und Dankesformeln der Ausdruck „Gott“ vorkommt.

Verstöße sollen in einer dreimonatigen Übergangszeit nicht sanktioniert werden, danach können aber empfindliche Bußgelder verhängt werden.

Söder weist auf Nachfrage zudem darauf hin, dass Karel Gott, sollte er nach Bayern einreisen, mit „Grüß Gott, Herr Gott“ zu begrüßen sei. In diesem Fall müsse also ein doppeltes „Gott“ enthalten sein. Wenn Behördenmitarbeiter nicht darauf achten, machen sie sich in Zukunft strafbar.

Zusammenfassung

Ab 01.08.2018 sind in Bayern folgende Grußformeln verbindlich:

  • Begrüßung: Grüß Gott
  • Verabschiedung: Pfiat Eana Gott, Pfiat di Gott, Pfiat eich Gott (oder: Grüß Gott)
  • Dankesformel: Vergelt’s Gott

Sieben Prominente und ihre wahren Motive

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Schuldnerberater
Peter Zwegat (links). Lizenz: Public Domain

Peter Zwegat: Dem RTL-Schuldnerberater geht es nicht um seinen Gewinn, wenn er hilft. Er will einfach nur ins Fernsehen!

Angela Merkel: Politik hat sie noch nie interessiert. Sie will einfach nur Kohls Rekord von 16 Jahren Kanzlerschaft knacken.

Peter Kloeepel
Peter Kloeppel. Foto: A.Savin / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Peter Kloeppel:  Schwere Vorwürfe auch an den RTL-Chefsprecher. Fernsehen interessiert ihn gar nicht, er will einfach nur ins Fernsehen!

U-Bahnfahrer: Psychologen sagen, U-Bahnfahrer übten einen Fetisch aus. Die Einfahrt mit einem langen Zug in eine enge Röhre sei schließlich nichts anderes als die Penetration, der Geschlechtsverkehr (Verkehr, U-Bahn!). Alles Unsinn, U-Bahn-Fahrer haben nur Spaß daran, Fahrgäste in den Türen einzuzwicken.

Raucher: Psychologen sind der Auffassung, das Ziehen an der Zigarette sei eine Ersatzbefriedigung für das Saugen des Säuglings (daher der Begriff!) an Mutters Brüsten zur Milchaufnahme. Suchtexperten widersprechen: Rauchen sei eine besonders destruktive und schwere Form einer Sucht. Was aber ist nun richtig? Beides ist richtig!

Donald Trump will die USA gar nicht wieder großartig machen. Er hat wegen eines nie aufgearbeiteten Kindheitstraumas einfach Spaß daran, zu lügen. Es gibt sieben Formen der Lüge, Trump beherrscht alle acht.

Gott ging es nicht darum, den Menschen nach seinem Ebenbild zu erschaffen. Er existiert vielmehr nicht, weil er einfach nicht ins Fernsehen will, müsste er sonst doch dort sehr unangenehme Fragen beantworten, etwa, warum er den Holocaust zugelassen habe.

Jesus wurde auf der Osterinsel geboren und schlüpfte aus ungeflecktem Ei! – Die Deutschen und ihr Bibelwissen

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Auferstehung von Dieric Bouts
„Auferstehung“. Urheber: Dieric Bouts. Lizenz: Public Domain

Ostern steht vor der Türe, und die meisten Deutschen freuen sich auf ein paar freie Tage. Das Wissen um Ostern und das Christentum verblasst jedoch immer mehr.

So glaubt erstmals in der deutschen Geschichte eine knappe Mehrheit (53 Prozent) fälschlicherweise, dass Jesus Ostern geboren wurde und Weihnachten gekreuzigt wurde. Das ergab eine Studie der Universität Gelsenkirchen, die heute vorgestellt wurde und einen ziemlichen Wirbel verursachte.

Jesus: Auf der Osterinsel aus einem Ei geschlüpft?

Erschreckende 7 Prozent meinen, Jesus Christus sei auf der Osterinsel geboren worden, daher der Name. Bezeichnend ist die Bemerkung von Max M. aus Chemnitz, der meint, Jesus sei aus einem ungefleckten, also fleckenlosen Ei geschlüpft. Sonst ergebe ja der Eier-Kult an Ostern keinen Sinn, und auch nur so sei die ungefleckte Empfängnis erklärbar. Sollte das Wunder daran liegen, dass Jesus von einem Huhn gelegt wurde, das vom Heiligen Geist geschwängert wurde? Jesus, der Heilige Geist und Gott seien gewissermaßen ein und dieselbe Person, man spreche aus diesem Grund von Dreifaltigkeit und gedenke daher mit dem Drei-Minuten-Ei, glaubt Maria S. aus Leipzig.

Jesus: An Weihnachten gekreuzigt?

Auch Chantal F. aus Frankfurt/Main glaubt an die Ostergeburt, folglich sei Jesus an Weihnachten gestorben, so die überzeugende Logik. Er sei am Heiligen Abend an ein Holzkreuz geschlagen worden, daher schlägt man zu Weihnachten einen Nadelbaum und stellt ihn aus Ehrfurcht geschmückt ins Wohnzimmer. Die Nadeln stünden symbolisch für die Dornenkrone, die Jesus bei seiner Kreuzigung tragen musste, die Kugeln für die Blutstropfen, zumindest die roten. Am zweiten Weihnachtsfeiertag sei er nach seiner Nahtoderfahrung ins Leben zurückgeholt worden. Er sei klinisch tot gewesen, obwohl es damals doch noch keine Kliniken gab. Daher ein Wunder. Jesus sei einfach wieder aufgestanden, das glaubt auch Felix G. aus Bremen. Später sei er dann doch gestorben, weil er nicht mehr der Jüngste war und auch nicht gesund. Intensivstationen habe es damals noch nicht gegeben, führt Felix G. weiter aus, gesund wurden die Leute nur durch Wunderheiler, was aber nicht so recht funktionierte, da die Lebenserwartung damals nachweislich viel geringer gewesen sei. Auch habe sich Jesus nicht mehr selbst heilen können, auch durch Handauflegen nicht, da dies bei der eigenen Hand aus naheliegenden Gründen nicht klappte. So habe sich auch Münchhausen nicht mit seinem eigenen Arm aus dem Sumpf ziehen können, meint Sandra O. aus München.

Angekündigte Studie zum Thema Pfingsten

Die Universität Gelsenkirchen hatte ursprünglich auch eine Studie über das Wissen der Deutschen zum Thema Pfingsten angekündigt, aber jetzt überraschend einen Rückzieher gemacht.

Homöopathie wird im Saarland Bestandteil des Religionsunterrichts

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Samuel Hahnemann
Samuel Hahnemann: Begründer einer neuen Religion oder genialer Reformer des Christentums? Bild: Alexbrn / Lizenz: Public Domain

Schon seit langen Zeiten unterstellen Kritiker den Anhängern der Homöopathie religiöse Züge. So gibt es bis heute keine Hinweise darauf, dass Homöopathie über den Placebo-Effekt hinaus wirksam ist. In den hochpotenzierten Präparaten findet sich meist nicht einmal mehr auch nur ein einziges Molekül des Arzneistoffes. Damit basiert die Homöopathie weitgehend auf wirkstofffreien Medikamenten.

Homöopathen führen die angebliche heilende Wirkung ihrer Alternativmedizin darauf zurück, dass Wasser ein Gedächtnis habe. Wissenschaftlich gesehen gibt es dafür jedoch keine Belege.

Homöopathie-Begründer Samuel Hahnemann selbst glaubte, dass durch die Potenzierung eine „im innern Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft“ wirksam werde. Die Verwendung von Hochpotenzen erklärte der große Meister noch abenteuerlicher und nahm an, dass sich hier „die Materie […] roher Arznei-Substanzen […] zuletzt gänzlich in ihr individuelles geistartiges Wesen auflöse“.

Die Homöopathie kommt, die unbefleckte Empfängnis fliegt aus dem Lehrplan

Madonna im Rosenhag
Maria mit dem geborenen Gottessohn, der gleichzeitig sein Vater und Erzeuger ist (Dreifaltigkeit). Urheber: Stefan Lochner / Lizenz: Public Domain

Die saarländische Kultusministerin Regina Talhack (CDU) , die als Modernisierung des Religionsunterrichts gilt, hat daher einen geänderten Lehrplan entwickeln lassen, der auch biblische Interpretationen der heutigen Zeit berücksichtigt. Entsprechend werden ab dem Schuljahr 2016/2017 zehn Unterrichtsstunden des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts für die Homöopathie reserviert. Im Gegenzug wird die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Marias aus dem Lehrplan gestrichen. „Wir wissen heute, dass in der Zeit, als das Neue Testament entstand, Jungfrauengeburten gerne als Spannungselement eingefügt wurden, um Geschichten interessanter zu machen“, so die Ministerin. Diese Ausschmückung sei dann letztlich auch in den Evangelien gelandet, mit der Realität habe dies jedoch nichts gemein.

Die Kirchen hat sie mit im Boot. Der Kirchen-Kultusbeauftragter Egidius Müller freut sich, dass die grenzenlose Kraft eines imaginären, göttlichen Wesens nun in einer zeitgemäßen, praktischen Form berücksichtigt werde. Das stärke den Glauben. „Gott ist größer, als wir glauben“, so Müller. Da muss er aufpassen. Die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) textete dies auch einmal. Danach verlor sie ihren Doktortitel.

Katholische Kirche führt Frauenquote von 0 Prozent ein

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Papst Franziskus
Papst Franziskus – Sachte, sachte beim Reformieren! Foto: Catholic Church (England and Wales) / Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Es ist nur ein kleines Signal nach dem Motto „Wir haben darüber geredet“. Immerhin. Für viele ist es aber eine große Enttäuschung, nicht nur für Homosexuelle und Geschiedene, sondern auch für Frauen, also für alle Randgruppen.

Bei der Familiensynode im Vatikan wurde für alle große Reformvorhaben die notwendige Neunundneunzighundertstelmehrheit klar verfehlt.

In der katholischen Kirche werden also weiterhin Frauen nicht Priester, Bischof oder Papst werden können. Der Minikompromiss sieht nun aber so aus, dass immerhin eine Frauenquote von 0 Prozent als Maximalquote festgeschrieben wurde. Dies darf bereits als bemerkenswerter Fortschritt angesehen werden, da die Möglichkeit, dass es einmal Frauen in Ämtern geben könnte, damit zumindest einmal aufgeschrieben wurde (im Vatikan! Auf Lateinisch!). Vorerst bleibt das einzig Weibliche in den höheren Positionen in der römisch-katholischen Kirche also die langen eleganter Kleider mit den schönen Farben, die die Amtsinhaber tragen. Der Papst ganz in Weiß!

Homosexuelle und Geschiedene werden ebenso keine wichtigere Rolle spielen. Homosexuellen darf man nicht mit mehr Respekt begegnen und wiederverheiratete Geschiedene sind weiterhin vom Abendmahl ausgeschlossen.

Gott konnte sich nicht durchsetzen

Gott selbst ist bekanntlich ein geschlechtsloses Wesen, das damit männliche und weibliche Elemente vereint, und hätte folgerichtig gerne Homosexuellen und Frauen mehr Rechte eingeräumt. Folgerichtig stimmte Gott bei allen Reformvorhaben für eine Liberalisierung. Aber selbst Gott hat halt nur eine Stimme (nur Giovanni di Lorenzo darf als Doppelstaatler zwei Stimmen abgeben – blöde Demokratie!) und es hat einfach nicht gereicht.

Es darf nicht vergessen werden, dass nun Gott selbst auch ein wenig sauer ist. Nicht, dass er jetzt mal wieder ein paar Blitze schleudert!

Gott glaubt nicht an Gott – Exklusives Interview mit dem Allmächtigen

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Gott
Kein alltägliches Interview. Bild: Waiting For The Word / Lizenz: CC BY 2.0

Unser Reporter hat exklusiv mit Gott gesprochen.

keinblatt.de: Lieber Gott, ich darf Sie doch so nennen, „Grüß Gott“ klingt albern und unlogisch, denn dann müssten Sie ja sich selbst von mir grüßen, und „Sehr geehrter Gott“ ist auch nicht so der Bringer.

Gott: Einverstanden. Generell möchte ich aber, dass wir beim distanzierten Sie bleiben.

keinblatt.de: Gerne. Die erste Frage: Glauben Sie an Gott?

Gott: Was für eine sinnlose Frage! Ich weiß ja, dass es mich gibt. Also kann ich ja schlecht an mich glauben. Ich bin ja. Ich bin der Ich-bin, Sie verstehen?

keinblatt.de: O.k. Wer hat Sie erschaffen?

Gott: Schon wieder so eine Frage. Gegenfrage: Wer hat Sie erschaffen?

keinblatt.de: Ich habe gefragt, wer Sie erschaffen hat.

Gott: Und ich habe geantwortet.

keinblatt.de: Aber nicht auf die Frage.

Gott: Doch.

keinblatt.de: Nein.

Gott: Doch.

keinblatt.de: Sie haben mit einer Gegenfrage geantwortet. Ich würde gerne eine Antwort auf meine Frage bekommen.

Gott: Haben Sie doch!

keinblatt.de: Ja, eine Gegenfrage.

Gott: Die Gegenfrage ist die Antwort.

keinblatt.de: Nächste Frage. Warum haben Sie den Holocaust zugelassen?

Gott: Jetzt haben Sie zur Abwechselung eine Suggestivfrage. Wer sagt Ihnen denn, dass ich ihn zugelassen habe?

keinblatt.de: Zumindest haben Sie nicht eingegriffen. Als allmächtiger Gott hätten Sie etwas unternehmen können. Das kann zweierlei bedeuten. Erstens: Sie sind nicht allmächtig, was sollten wir aber von einem Gott halten, der nicht allmächtig ist? Damit wäre ja das Fundament jedes Glaubens erschüttert. Zweitens: Sie sind doch allmächtig, dann sind Sie aber nicht gütig, sonst hätten Sie ja den Gräueltaten nicht tatenlos zugesehen.

Gott: Jetzt kommen Sie gleich mit der ganzen Keule an philosophischen Verrenkungen. Ich sage Ihnen mal was, wenn Sie mich reinlegen wollen, dann suchen Sie sich einen anderen Gott. Aber ich will es Ihnen dennoch erklären: Ich habe die Welt erschaffen mit allen Naturgesetzen. Eine Welt, die so komplex aufgebaut ist, dass auch ein freier Wille möglich ist. Meine Liebe besteht darin, dafür gesorgt zu haben, dass die Leute selbst entscheiden und für sich selbst verantwortlich sind. Was wäre von mir zu erhalten, wenn ich dauernd wie ein Marionettenspieler in mein Werk eingreifen müsste, weil es nicht perfekt ist? Ihr Menschen seid für Euer Schicksal selbst verantwortlich, macht nicht mich verantwortlich, weil ich etwas nicht verhindert habe.

keinblatt.de: Das würde aber auch bedeuten, dass wir Sie gar nicht brauchen.

Gott: Ich habe die Welt erschaffen und das soll dann der Dank sein?

keinblatt.de: So haben wir das nicht gemeint.

Gott: Hat sich aber so angehört.

keinblatt.de: O.k., nächste Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tode? Die Wiedergeburt? Den Himmel, das Paradies, das Nirvana, die Hölle, Geister, das Fegefeuer?

Gott: Himmel! – Jesus! – Das sind ja wieder Fragen. – Bis auf das Fegefeuer, das eine Mär ist, gibt es alles.

keinblatt.de: Wie geht es Ihrem Sohn?

Gott: Sie können wohl die Suggestivfragen nicht lassen. Wer sagt Ihnen denn, dass ich einen Sohn habe?

keinblatt.de: Das steht in der Bibel.

Gott: Sie haben weder die Bibel bzw. Ihre Vorgänger diese richtig übersetzt noch diese verstanden, noch haben Sie diese richtig interpretiert, noch haben Sie begriffen, dass die Texte von Menschen geschrieben wurden.

keinblatt.de: Das sind ja eine ganze Menge Vorwürfe.

Gott: Aber sie sind allesamt berechtigt.

keinblatt.de: Stimmt. Nächste Frage: Wie lautet die Weltformel?

Gott: E = mc2 + µ / 42xu-1/12

keinblatt.de: Einstein war also nahe dran.

Gott: Dazu sage ich jetzt mal nichts.

keinblatt.de: Lieber Gott, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Papst Franziskus: Gott existiert „möglicherweise“

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Papst Franziskus
Papst Franziskus. Kommen nun die Reformen? Foto: Catholic Church (England and Wales) / Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Bisher sind es nur Worte und noch keine Reformen. Aber was Papst Franziskus in einem Interview andeutete, schlug ein wie eine Bombe. In Zukunft wolle die Kirche niemanden mehr ausgrenzen, der nicht streng nach der katholischen Morallehre lebe. Der Papst sieht die Kirche nicht als Instanz, die sich in das persönliche Leben einmischen dürfe. Homosexuelle etwa sollten nicht von der Kirche moralisch verurteilt werden. Auch deutete der Papst an, dass Frauen in Zukunft eine wichtigere Rolle in der Kirche spielen könnten: „Maria – eine Frau – ist wichtiger als die Bischöfe […] Der weibliche Genius ist nötig an den Stellen, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden.“

Für viele, die sich von der Kirche abgewandt haben oder die nicht mehr mit vollster Überzeugung dabei sind, sind die Worte mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Längst überfällige Reformen sind zumindest in Reichweite. Für Fundamentalisten dagegen klingen diese Überlegungen wie eine Kriegserklärung, könnten sie doch das Wesen der katholischen Kirche tief greifend verändern. Dogmen, die für alle Zeiten betoniert schienen, könnten umgeworfen werden. Nichts wäre dann mehr so, wie es schien.

Die Frage nach der Existenz Gottes – erfrischende Ehrlichkeit oder Tabubruch?

Ein weiteres Interview, das der Papst nun gab, dürfte das Weltbild nicht nur von besonders konservativen Christen noch einmal heftig erschüttern. Franziskus meldet darin sogar Zweifel an der Existenz Gottes an. Natürlich hoffe und glaube er, dass es Gott gebe, so der Papst. Skeptiker seien aber in der 2.000-jährigen Geschichte des Christentums immer wieder in Erscheinung getreten, so ehrlich müsse man sein. Auch er selbst habe keine überzeugenden Antworten, warum Gott, der ja ein allmächtiger, ein gütiger Gott sei, etwa den Holocaust zugelassen habe. Dieselbe Frage stelle er sich bei Krankheiten, bei Unfällen – oft träfe es die Edelmütigen. Das seien sicherlich Prüfungen, schwere Prüfungen, aber der Sinn so mancher Prüfung erschließe sich nicht für ihn, vor allem, wenn das damit verbundene Leid grenzenlos sei. Letztlich sei die Frage, ob Gott „ist“, nicht final zu beantworten, „möglicherweise  …  wahrscheinlich“, so der nachdenkliche Papst. Er schöpfe Kraft aus dem Glauben, jeder Christ könne das, sagt Franziskus, aber die wohl größte aller Fragen, nach Allmacht und Existenz Gottes, lasse sich nach dem derzeitigen Stand nicht mit absoluter Gewissheit beantworten. „Im Grunde genommen macht diese Frage Gott aber noch viel größer, vorausgesetzt, er existiert.“

Man darf gespannt sein, was von diesem Papst noch kommt.

Wie seelenlos – Papst Benedikt XVI: „Ich wurde gefeuert“

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Papa Benedikt XVI. 2011
Papst Benedikt XVI. (2011). Ganz der Papa! Foto: Madrid11 / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Schon länger wurde darüber spekuliert, dass der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. (Joseph Aloisius Ratzinger) nicht so ganz freiwillig gewesen sein könnte. Nun kommt die Wahrheit scheibchenweise ans göttliche Licht. Wie der emeritierter Papst mitteilen ließ, habe es sich um eine Anweisung von ganz oben gehandelt, direkt aus dem Kanzel-Amt (sic!), genauer seinem Chef, also Gott höchstpersönlich. Salopp gesagt wurde der Papst gefeuert. Solche Kündigungen reihen sich ein in eine Gesellschaft, die immer mehr Leistung abverlangt. Wer nicht liefert, der muss gehen. Zuerst der Vize, wenn das auch nichts hilft, der Boss persönlich.

Eine Klage vor dem Arbeitsgericht habe Benedikt abgelehnt. Ganz einfach, weil ihm da Gott ebenfalls eine Anweisung gegeben habe, die ihm das untersagt habe. Und Gott sei er ja bedingungslos verpflichtet. „Was meinen Sie, welchen Eindruck so eine Klage machen würde?“, so der Ex-Papst, „Das wäre schlimmer, als wenn man den lieben Gott persönlich verkla… ähhh, na, sehen Sie …“

Inzwischen versteht Benedikt den Sinn der vorzeitigen Neubesetzung immer besser. Das Charisma seines Nachfolgers Franziskus (der ohne rote Schuhe) leuchte einfach stärker. Franziskus verkörpere die moderne Gesellschaft, in der sich Arbeit wieder lohnen müsse. „Einer Modernisierung könne sich auch Gott nicht verschließen, verstehen Sie? Sonst wäre er ja nicht Gott“, erklärt der geschasste Pontifex Maximus. Der Papst werde jetzt beten, zu Gott – für alle, die an ihn glaubten, für alle, die das nicht täten, und für alle Ungläubigen. Wir alle müssten auch Rückschläge einstecken, auch wenn manche Entscheidungen, vor allem bei vorzeitigen Auflösung von Arbeitsverträgen, schon arg übertrieben seien. Das ist mitunter durchaus Pedanterie, die päpstlicher sei als der Papst, führt Benedikt aus. Amen!

Jesus! Professor weist Gott nach

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Einem Hamburger Professor für mathematische Statistik und statistische Mathematik ist es gelungen, ein Rätsel zu lösen, das die Menschen schon seit Jahrtausenden beschäftigt. Gibt es Gott? Professor Dr. Dr. Hämmerli hat einen neuen Ansatz gesucht und schließlich auch gefunden – in seinem Fachgebiet, also der Statistik. keinblatt.de sprach mit dem Professor.

Gott
Gott existiert. Ein Professor hat es jetzt statistisch nachgewiesen. Bild: Waiting For The Word / Lizenz: CC BY 2.0

In einer umfangreichen Befragung, bei der 20.000 Menschen in Deutschland ausgewählt wurden, ist Hämmerli der Sache auf den Grund gegangen. Wichtig war, so Hämmerli, dass die Auswahl rein zufällig geschehen sei – so wie die Lottokugeln ja auch nicht präkognitiv (vorhersehbar) aus dem Ziehungsgerät geschleudert, sondern dort höchstens einmal hängen bleiben würden wie letztens bei der unsäglichen Lottopanne.

Bei der Erhebung wurden alle erdenklichen Fragen gestellt: Kennen Sie Gott? Haben Sie mit Gott schon einmal gesprochen? Hat Gott schon einmal mit Ihnen gesprochen? Haben Sie Gott schon einmal gesehen? Hat Gott Sie schon einmal gesehen?

Die Auswertung ergab absolut Eindeutiges, so Hämmerli: „Sensationelle 99,9 Prozent kennen Gott mindestens vom Hörensagen, aber 92,8 Prozent haben schon einmal mit Gott gesprochen oder es zumindest versucht. 38,5 Prozent bekamen schon mindestens einmal eine Antwort. 21,1 Prozent haben Gott schon einmal gesehen, 6,5 Prozent sogar von hinten.“

Hämmerli ist überzeugt, dass es unmöglich sei, dass eine so hohe Anzahl an Menschen genau diesen einen Gott kennen und mit ihm kommunizieren, aber nur einer Sinnestäuschung, Wahnvorstellung oder einem Irrtum unterliegen würden. Die Zahlen seien so eindeutig, dass ein Zweifel mathematisch völlig ausgeschlossen sei. Damit sei Gott rein statistisch nachgewiesen, aber auch real. Hämmerli zieht einige Aktenordner hervor. Hunderte Seiten Fehlerrechnung. Am Ende bleibe ein Unsicherheitsfaktor von 0,171 × 10-666. Das sei praktisch null, so der Professor: „Gott existiert damit zu 100,0 Prozent, ob Sie es glauben oder nicht.“

„Sie dürfen nicht an diese Sonntagsfragen denken, die der FDP 2 Prozent vorhersagen und diese dann tatsächlich nur 1,1 Prozent erhält. Oder 10 Prozent. Solche Umfragen sind zwar exakt, decken immer nur eine Momentaufnahme ab.“ In die Zukunft schauen könne man damit kaum. „Es ist immer vorstellbar, dass am Wahltag auf einmal doch ein Haufen zusätzliche Leute so irre sind, FDP – ich wiederhole, FDP  – zu wählen.“

Ihren Wert hätten aber Umfragen, so der schon fast in transzendente Ekstase geratene Professor, wenn man etwas Zeitnahes aus der Vergangenheit abdecke: „Wenn Sie einen Tag nach der Bundestagswahl per Zufallsprinzip 1.000 Leute anrufen und fragen, was sie gewählt haben, kriegen Sie fast exakt das tatsächliche Wahlergebnis. Ist irre, ist aber so. Machen Sie das Ganze ein paar Monate später, weicht das Ergebnis schon erheblich ab, da viele Leute bereits vergessen haben, was sie gewählt haben. Kein Wunder bei immer mehr Wechselwählern. Was habe ich gleich letztes Mal gewählt? … Warten Sie … Sehen Sie ….“

Das sei jetzt der springende Punkt, so der Professor: „Wir haben einen hohen Anteil an Befragten, die erst vor kurzer Zeit, das heißt vor wenigen Stunden mit Gott gesprochen haben, etwa bei ihrem Nachtgebet. Damit scheiden Erinnerungslücken oder gar Amnesie praktisch aus. Glauben ist jetzt keine Glaubenssache mehr.“ Amen.