Neuer VR-Trend: Schlaf statt Datenbrille – Nerds tauchen im Traum in fremde, realistische Welten ein und erleben Unglaubliches

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VR
Völlig „out“: Nerd mit Datenbrille. Lizenz: Public Domain

Die Datenbrille ist schon wieder out. Nerds haben eine viel bessere und realistische Art der Virtual Reality entdeckt: den Schlaf. Ben (19) schwärmt: „Schlafen ist ja noch viel besser als jede Datenbrille. Es ist viel realistischer, es ist viel einfacher! Und das Beste ist: Es ist völlig kostenlos.“

Auch für Felix (20) ist das „der“ neue Trend: „Ich kann im Traum alles erleben. Ich kann sogar fliegen, ich kann Zeitreisen machen, ich kann zwei Personen gleichzeitig sein und ferne Welten erkunden. Sogar Gangbang-Partys auf einem fremden Planeten sind jetzt möglich! Geil!“

Schlafender Mann
So einfach ist das: schlafender Mann. Lizenz: Public Domain

Jonas (21) hat auch nur lobende Worte: „Im Traum gibt es 3D, ich kann sogar riechen, das können die verfickten Datenbrillen nicht.“

Fantasy
All das und noch viel mehr ist in Schlaf 1.0 möglich! Lizenz: Public Domain

Max (22) kann sich auch kaum halten: „Ich habe den letzten Jahren ja kaum geschlafen. Tagsüber habe ich offiziell studiert, nachts war ich mit meiner Datenbrille online. Wenn ich gewusst hätte, dass Schlaf so tolle Effekte hat, hätte ich mehr geschlafen. Weg mit der depperten Datenbrille, brauche ich nicht mehr. Rein in Ebay. Ach nein, die verkaufe ich im Schlaf!“

Hellseherischer Albtraum: Felix (-0,2) träumt eigene Geburt

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Schlafendes Kind
Schlafendes Kind (Symbolbild). Ein Traum: Nicht nur Menschen träumen, auch Tiere und sogar ungeborene Lebewesen. Foto: clappstar / Lizenz: CC BY-NC 2.0

Dass bereits ungeborene Kinder träumen, ist längst bekannt und gilt als gesichert. Ein Schlüssel zu dieser Erkenntnis sind die sogenannten REM-Phasen (Rapid Eye Movement). Das  sind schnelle Augenbewegungen bei schlafenden Menschen während intensiver Traumphasen. Genau solche REM-Phasen konnten bei Embryos im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen an werdenden Müttern festgestellt werden.

Einen doch aber eher ungewöhnlichen Traum erlebte dabei Felix (-0,2). Er hatte in seinem zarten Alter von nicht einmal null Jahren (zum Zeitpunkt seines Traumes wurde er erst in acht Wochen erwartet) nicht nur bereits einen schrecklichen Albtraum, sondern sogar einen hellseherischen* Traum. Er träumte seine eigene Geburt.

Felix erinnert sich, es war alles so grell, so laut, einfach furchtbar. Es war die absolute Hölle, der reinste Horror. Er hatte Schmerzen, fror, fand sich viel zu klein und vor allem richtig hässlich. Auch litt er bereits an ausgeprägter Inkontinenz, einer besonders unangenehmen Krankheit, die normalerweise erst im fortgeschrittenen Alter auftreten soll. Felix ist fassungslos: „Das soll also das Leben sein, von dem alle so schwärmen?“

Zum Glück sei dies nur ein Traum gewesen, erinnert sich Felix, „Träume sind Schäume.“ Felix legt nach: „Wer sagt denn, dass das Leben überhaupt existiert? Gibt es ein Leben vor dem Tod?“, das sei doch die Frage, die immer noch reine Glaubenssache sei.

* Die richtige Bezeichnung ist streng genommen nicht hellseherisch, sondern präkognitiv (lat. vor der Erkenntnis), aber dieser Ausdruck ist nicht so verbreitet, sodass wir den weit bekannteren Begriff in die Überschrift gesetzt haben. Man mag uns das verzeihen. Hellsehen bezeichnet dagegen bereits dem Ausdruck nach, etwas hell zu sehen, womit gemeint ist, etwas zu „sehen“, was sich nicht mit den normalen Sinnen erfassen lässt. Dabei handelt es sich um Ereignisse, die zeitlich unbestimmt sind. Diese müssen also nicht in der Zukunft liegen, sondern können sich auch auf die Vergangenheit oder Gegenwart beziehen.