Merkel: „AKK – Merz – Spahn – die können es alle drei nicht, ich mache doch weiter!“

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Angela Merkel
Merkel ist die beste Mutti, sie bleibt – Foto: European People’s Party / Lizenz: CC BY 2.0

Es ist eine kleine Sensation in Berlin. Angela Merkel macht weiter! Aber alles der Reihe nach. Zunächst hatten sich alle drei möglichen Nachfolger für den CDU-Parteivorsitz und auch als mögliche nächste Kanzler blamiert und mehr oder weniger als unfähig erwiesen.

Friedrich Merz verhaspelte sich beim Asylrecht und erweckte den Eindruck, er wolle es infrage stellen. Merz sagte:

Deutschland ist das einzige Land der Welt, das ein Individualrecht auf Asyl in seiner Verfassung stehen hat. Ich bin seit langem der Meinung, dass wir darüber reden müssen, ob wir dieses Asylrecht behalten wollen, wenn es ein europäisches Asylsystem geben soll. Wir kriegen kein europäisches Asylsystem hin, wenn wir dieses Grundrecht behalten.

Der Wahrheitsgehalt des erste Satzes wird zudem von Experten angezweifelt, etwa vom Faktenfinder der ARD Tagesschau.

Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigte erneut ihre bisherigen Ansichten zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften. Vor drei Jahren sagte sie:

„Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.“

Letztlich kann man hier reininterpretieren, dass sie Homosexualität mit Vielehe und Inzest gleichsetze. Nicht nur ihr zweiter Ehemann widerspricht dem nach wie vor,  sondern auch viele, viele liberale CDU-Anhänger, in deren Augen sie sich nun absolut disqualifiziert habe.

Jens Spahn hat die politische Überkorrektheit kritisiert, aber auch den Uno-Migrationspakt sowie die TV-Sendung „Adam sucht Eva“, die er durch ein längeres Wort zum Sonntag ersetzen lasse wolle.

Wie auch Merz hat Spahn mit einer Reihe von Aussagen am rechten Rand gefischt. Damit wollen beide abtrünnige Wähler von der AfD zur Union zurückholen – eine Taktik, die ganz üblen Gerüchten zufolge selbst Horst Seehofer wegen Erfolglosigkeit und gegenteiligen Effekten inzwischen aufgegeben haben soll.

Merkel war nie weg, ist aber jetzt wieder da!

Für Merkel ist die Sache nun klar, sie sagte: „Die können es alle drei nicht, ich mache doch weiter.“ – Merkel meint damit den Parteivorsitz und auch das Amt der Bundeskanzlerin. Unserem Blatt verriet sie durch einen Black-out (der Strom war 14 Minuten weg), dass sie das von Anfang an so geplant habe. Spahn, AKK und Merz sind sozusagen nur Schaufensterpuppen oder bessere Mikrofonständer, die ihr die alte Beliebtheit und den alten Erfolg zurückbringen sollten. Die Rechnung könnte aufgegangen sein.

„Ehe für alle“ kommt – alle müssen in Zukunft verheiratet sein, Zölibat fällt

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Regenbogenfahne
Regenbogenfahne: Das internationale schwul-lesbische Symbol. Lizenz: Public Domain

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Abstimmung über die „Ehe für alle“ überraschend freigegeben. Es gibt keinen Fraktionszwang mehr innerhalb der Union, sodass es als sehr wahrscheinlich gilt, dass die „Ehe für alle“ kommt.

Wie der Ausdruck schon sagt, müssen in Zukunft alle in Deutschland Lebenden, die die Ehereife (das heißt Volljährigkeit) erreicht haben, verheiratet sein. „Alle“ sind eben „alle“. Auch der Zölibat fällt entsprechend, denn wie eben erklärt wurde, gilt die neue Regelung für „alle“. Für die meisten katholischen Pfarrer ist das nicht weiter schlimm, denn diese müssen nur ihre heimliche Ehe offiziell anerkennen lassen.

Bundeskanzlerin Merkel sagte, es gehe ihr nicht um das Wohl von homosexuellen Menschen, denn ein schwuler Mann dürfe bereits heute ganz legal eine lesbische Frau heiraten. Stattdessen wolle sie die vielen Single-Haushalte abschaffen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. Außerdem möchte sie den Grünen mal wieder ein Thema und damit auch Stimmen klauen. Merkel bemerkte süffisant, dass die Grünen nun kein einziges Thema mehr hätten. „Gut, den verpflichtenden Strickkurs für Buben haben sie noch als Forderung, mal sehen, das kriege ich auch noch vor der Bundestagswahl hin“, so die Bundeskanzlerin.

Kramp-Karrenbauer vergleicht Homo-Ehe mit Polygamie – ihr zweiter Ehemann widerspricht

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Annegret Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU): Immer schön konservativ! Foto: Photo Claude TRUONG-NGOC / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) lehnt die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ab. Sie sieht die Gefahr, dass künftig auch Verwandte oder mehr als zwei Menschen den Bund der Ehe eingehen möchten.

Kramp-Karrenbauers zweiter Ehemann Johannes Karren widerspricht. Er habe seine Annegret ja auch so begehrt und schließlich bekommen, da bräuchte es die Homo-Ehe ja gar nicht als Rechtfertigung. Schon seit zwei Jahrzehnten führe er eine glückliche Ehe mit seiner Annegret. Ähnlich sieht es Kramp-Karrenbauers dritter Ehemann Paul Bauer, der mit Kramp-Karrenbauer seit knapp 20 Jahren verheiratet ist. Er vertritt die Auffassung, Polygamie werde sicher nicht zunehmen, sollte die Homo-Ehe eingeführt werden. Von Kramp-Karrenbauers erstem Ehemann Franz Kramp (die beiden sind seit über 20 Jahren miteinander verheiratet) ist keine Stellungnahme bekannt.

„Niederlage für die Menschheit“ – Nach Irlands Ja zur Homo-Ehe: Vatikan will alle Iren exkommunizieren

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Pietro Cardinal Parolin
Klare Worte aus dem Vatikan von  Staatssekretär Seiner Heiligkeit Pietro Parolin: „Alle Katholiken in Irland exkommunizieren!“ – Foto: Pufui Pc Pifpef I / Lizenz: CC BY-SA 3.0

In einem Referendum im streng katholischen Irland (über 80 Prozent der Iren sind Katholiken) hat sich eine deutliche Mehrheit von über 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen ausgesprochen.

Der Vatikan ist nicht sonderlich begeistert. Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin, Vertrauter von Papst Franziskus, bezeichnete das Votum gar als „Niederlage für die Menschheit“. Inzwischen legte Parolin nach und fordert eine Exkommunikation aller irischen Katholiken, da sich diese der Häresie schuldig gemacht hätten. Alle seien schuld, sagte Parolin, man könne jetzt nicht sagen, man bestrafe nur diejenigen, die mit „Ja“ gestimmt hätten, weil es ja ein Wahlgeheimnis gebe. Damit gelte es, das Kollektiv zu bestrafen. Auf Häresie steht nach Kirchenrecht 1388 § 1 die Todesstrafe die Exkommunikation.

Das letzte Wort hat nun Papst Franziskus. Dessen Stellungnahme wird mit Spannung erwartet. Franziskus gilt als etwas weltoffener als seine erzkonservativen Kollegen. In Anbetracht der klaren Wortwahl „Niederlage für die Menschheit“ wird jedoch nicht davon ausgegangen, dass der Papst die Worte umdrehen und das Gegenteil „Sieg für die Menschheit“ verkünden wird. Unbestätigten Meldungen zufolge will der Papst diplomatisch von einem „unentschieden“ sprechen.

Nach der Homo-Ehe: Aktivist fordert Single-Ehe

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Hochzeit
Hochzeit: Bald ohne Diskriminierung für alle? Foto: Andreas Feusi / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Karl Eisen ist stinkig. Da werde zwar völlig richtigerweise eine Diskussion über die Homo-Ehe geführt. Dabei würden aber die Leute vergessen, die alleine lebten, weil sie sich entweder bewusst dafür entschieden hätten, weil sie asexuell, einfach zu perfekt, unattraktiv oder weil sie riesengroße Arschlöcher seien, mit denen es kein Partner länger als 14 Tage aushalte.

Für ihn als Alleinlebenden gebe es keine Ehe, kein Ehegattensplitting bei der Einkommensteuer, keine wertvollen Geschenke bei der Hochzeit, die auf eBay eine Menge brächten, keine Zeremonie, keine Flitterwochen – gar nichts. Das sei einfach ungerecht, so Eisen. Dabei gebe es in Deutschland so viel Alleinlebende wie noch nie.

Die Gesellschaft müsse diese Ausgrenzung endlich beenden und das Single-Lebensmodell als gleichwertiges Modell anerkennen, mit allen Rechten und Pflichten. Für Eisen ist zunächst einmal die Debatte wichtig. Langfristig will er aber mehr Rechte, dazu gehöre auch die Möglichkeit einer Ehe mit sich selbst. Er wolle einfach nicht immer „ledig“ in die Formulare schreiben, das sei diskriminierend.

Die überwiegende Rechte einer Ehe könnten auch Alleinstehende wahrnehmen. Beistand und Fürsorge etwa seien gesetzlich gefordert, was den Ehepartner betrifft. Wer im eigenen Interesse handele, der erfülle dies automatisch, das funktioniere also sogar besser als in einer herkömmlichem Ehe. Eine Pflicht zum Kinderkriegen gebe es in der Ehe ohnehin nicht, also spräche dies nicht gegen die Single-Ehe. Einen gemeinsamen Namen – eine weitere Pflicht –  könnte er auch problemlos führen, der wäre dann halt Eisen, so Eisen. Notfalls auch Eisen-Eisen.

Zwar seien manche Rechte, etwa dass der Ehegatte erbberechtigt sei, eher unsinnig, weil dann würde er ja im Falle seines Ablebens selbst erben, wovon er aber dann nichts mehr hätte, weil er ja dann tot wäre. Aber solche einzelnen Punkte seien generell keine tragfähigen Argumente gegen ein auch gesetzlich und gesellschaftlich anerkanntes Lebensmodell.

Auch an die Möglichkeit einer Scheidung sollte gedacht werden, so Eisen. Manche Leute kommen ja nicht einmal mit sich selbst aus und würden nur in endlosen Selbstgesprächen streiten, also müsse es auch die Möglichkeit einer formalen Trennung geben.