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Dank freier Intensivkapazitäten: Bundesregierung lockert Rauchverbote

Intensivstation
Intensivstation. Keine Sorge, dort wird weiterhin Rauchverbot herrschen. Aber es wird Lockerungen in anderen Bereichen geben. Lizenz: Public Domain

Die Omikron-Welle sorgt fast täglich neue Höchstmarken, dennoch ist die befürchtete Überlastung der Intensivstationen – bis hin zur Anwendung der Triage – ausgeblieben. Die Belegungsrate der Betten in den Intensivstationen stagniert vielmehr oder sinkt sogar.

Die Bundesregierung will nun konsequenterweise die momentane Intensiv-Auslastungsrate auch auch andere Bereiche ausweiten. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte unserem Blatt:

Wenn wir Einschränkungen in der Pandemie anhand der Intensivkapazitäten lockern oder verschärfen, dann muss das für mich als leidenschaftlicher Raucher auch für Tabak gelten. Da wir freie Intensivkapazitäten haben, können wir Rauchverbote abschaffen und auch z.B. die Tabakwerbespots wieder im Nachmittagsprogramm unserer gebührenfinanzierten Rundfunkanstalten ausstrahlen.

Den Hinweis, dass Rauchverbote und Tabakwerbeverbote ja nicht wegen zu geringer Intensivkapazitäten eingeführt wurden, wischte Scholz beiseite: „Das Coronavirus ist ja auch nicht wegen freier Intensivkapazitäten aus China gekommen, also ist alles logisch und konsequent.“

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer, die für die Rauchverbote verantwortlich sind, sollen Leitlinien erhalten, was beim Thema Tabak konkret alles gelockert werden könnte. Betont wird aber, dass in Bussen und Trambahnen das Rauchen nur in Anhängern wieder erlaubt werden soll.

Bald mehr Autobahnabschnitte ohne Tempolimit!

Bundesfinanzminister und Hobbyschnellfahrer Christian Lindner (FDP) denkt noch konsequent weiter und hat für Autofahrer ein Geschenk. Konkret kündigt Lindner an:

Dank der ausreichend freien Intensivkapazitäten wird die Bundesregierung in Absprache mit dem Bundesverkehrsministerium diverse Autobahnabschnitte, die derzeit mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung versehen sind, vom Knebel-Tempolimit befreien. Es gilt dann dort „Freie Fahrt für freie Intensivkapazitäten!“

3 Antworten auf „Dank freier Intensivkapazitäten: Bundesregierung lockert Rauchverbote“

Zu spät. Ich bin beim Aufheben einer brennenden Kippe mit 180 in die Leitplanke gekracht und am Unfallort verstorben.

Tabak-Nikotindrogenprofiteur

Verehrter Herr Irlbeck,

nach Ihrem für uns erfreulichen Artikel: „Dank freier Intensivkapazitäten: Bundesregierung lockert Rauchverbote“, bieten wir Ihnen 100.000 Euro an, wenn Sie es unterlassen, einen zweiten gegenteiligen Text zu schreiben, in dem Sie nachteilig für uns darauf hinweisen, dass unsere Genussmittel, mit denen man als Drogenabhängiger verantwortungsvoll umgehen sollte, falls man dies bei Drogen überhaupt kann, beseitigt werden müssen.
Unsere Tabak-Nikotindrogen sind bekanntlich ca. 3x häufiger tödlich als das Coronavirus. Wir erzeugen bis zu 140.000 Tote, darunter viele Zwangsberauchte – auch viele Kinder – und Millionen Erkrankungen pro Jahr alleine in Deutschland mit unseren legalen Produkten. Wir schätzen unsere Politiker, weil sie in wesentlichen Punkten untätig bleiben und bremsen sowie uns sogar im Gesetzgebungsverfahren mitwirken lassen. Wir sind im Tabak-Nikotindrogensystem bestens vernetzt und haben entscheidende Teile der Politik durch Gelder oder anderen Vergünstigungen etc. fest im Griff.
Und ganz wichtig für unsere Existenz ist, dass die 100 Milliarden Euro Folgekosten des Rauchens pro Jahr(!) in Deutschland weiterhin vergesellschaftet werden. Sie sollten daher auf keinen Fall darauf hinweisen, dass dies ein volkswirtschaftlicher Irrsinn ist, der sofort beseitigt werden muss. Das heißt, wir sollten als Verursacherin keinesfalls diese Kosten bezahlen müssen. Wo kämen wir da hin? In den Ruin!
Und werden Sie bitte nicht unverschämt, indem Sie nun für Ihr Schweigen das Doppelte verlangen, nachdem wir Sie vertraulich informiert haben, was jeder wissen könnte, wenn er nur ein wenig an diesem gesundheitspolitischen Thema Nr. 1 interessiert wäre.
Und kommen Sie bloß nicht auf den Gedanken, als sofortiges Ziel die ausnahmslose Tabak-Nikotindrogenbeseitigung oder die e-zigaretten- und tabak-nikotindrogenfreie Gesellschaft/Welt zu fordern, wie dies konsequente Gesundheits- und Lebensschützer tun.
Unsere Rauchgenießer, die als Drogensüchtige diffamiert werden, würden auch ohne unsere Produkte sterben. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass nun seit Längerem von unseren Produkten ablenkend über dieses mindere Risiko Corona gesprochen wird. Es ist schon erstaunlich, was diese Politiker hier investieren und uns dabei unbehelligt lassen und unsere erheblich höheren Risiken nicht ansprechen. Wie ich bereits sagte: Wir haben sie inkl. vieler Medien fest im Griff! Zu unserer Freude strotzen die Fernsehproduktionen vor Werbung für unserer Produkte. Sie wissen doch, warum das so ist!

Eigentlich müssten unstimmige Spitzenpolitiker wie Herr Scholz und seine Vorgängerin, Frau Dr. Merkel, zu den Gesundheitsaposteln gehören, die lauthals bei der Coronapandemie sinngemäß tönten: „Jedes Menschenleben zählt bzw. muss geschützt werden.“ Ob die sich nicht selbst vor Lachen über ihre unstimmigen Aussagen gebogen haben, bei weit über 350 Tabaktoten pro Tag?
Auch die Kirchen bis hin zum Papst glänzen durch lobenswertes Schweigen. Dreimal dürfen Sie raten, warum?
Weisen Sie nicht darauf hin, dass unser supertoller und drogenindustriefreundlicher und uns unterstützender Staat kurzsichtig im Verhältnis zu den Folgekosten des Rauchens – in einer Art Dealerfunktion – pro Jahr ca. 15 Milliarden Euro an Tabaksteuern kassiert, die die Gesundheitsapostel als „Blut- Dealer- und Todesgeld“ bezeichnen.
Nach der Realisierung deren Ziele (u.a. Tabakbeseitigung) könnten wir Sie jedoch nicht einmal mehr mit 1 Euro bezahlen, weil wir pleite wären. Also halten Sie sich schön brav zurück. Oder deutlicher gesagt: Halten Sie den Mund, unser mit reichlich viel Geld errichtetes Tabak-Nikotindrogensystem bringen Sie – auch nicht mit einer Satire, wie auch dieser hier – nicht zu Fall!
Es grüßt Sie in freudiger Erwartung Ihres Nichtstuns und Schweigens

Ihr Tabak-Nikotindrogenprofiteur

Drillinge im Mutterleib klopfen einen Skat. Missmutig wirft eines die Karten auf den Tisch und schimpft, weil es über die Nabelschnur zu wenig Nikotin bekommt. Irgendein blöder Arzt hat unserer Mutter gesagt, dass Tabakqualm für uns schädlich sei. So ein Unsinn. Dabei ist
sagt doch jeder Metzger klar verständlich, dass geräuchertes Fleisch länger hält. Ich fange an zu streiken, sollte unsere Mutter für uns nicht ihr Bestes geben und genüsslich weiter zu qualmen für eine inhaltsreiche, schmackhafte Luft. Ich mache Krawall wenn ich hier rauskomme! So schon mit den Ungeborenen umzugehen, ist eine mütterliche Unverschämtheit! Wenn alle Politiker sagen, dass Tabak-
Nikotindrogen nicht schädlich sind, dann ist das auch so. Wer will denn
glauben, dass da lauter Idioten hocken? Dann wäre doch unser Bundespräsident total Unglaubwürdig dem seine dumme Tochter sagt, er dürfe zuhause nicht mehr rauchen? Will sie ihm auch noch das Atmen verbieten! Ich will nicht in einen Schurkenstaat hineingeboren werden, der alles verbieten will, was Spaß macht. Was ist schon ein
Leben ohne Tabak und Aklohool?

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