Das Aus! Zuschauer sorgen für Ende von „Wetten, dass..?“

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Wetten, dass..? vom 23.03.2013
Das Aus für „Wetten, dass..?“. Die Zuschauer haben demokratisch entschieden. Foto: Ailura / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das war’s! Die Sendung „Wetten, dass..?“ wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Mit einem Trick sorgten verärgerte Zuschauer für den überfälligen Untergang des ehemaligen ZDF-Flaggschiffs. Eine ungeheure Anzahl an Zuschauern riefen während der heutigen Sendung beim ZDF-Zuschauerservice an und teilten den irritierten Mitarbeitern mit, dass sie ausdrücklich für Markus Lanz als Wettkönig stimmen wollten, obwohl dieser ja Gastgeber und nicht Wettkandidat war und somit für ihn entsprechend gar keine eigene Telefonnummer zur Abstimmung eingeblendet worden war.

Am Ende wurde es ganz knapp, mit 20,0 Prozent landete Markus Lanz hauchdünn vor der zweitplatzierten Kandidatin Tanja Hänsel (19,9 Prozent), die mit ihrem sensationellen fotografischem Gedächtnis in der Lage war, eine hinzugeschummelte Nadel in einem Nadelhaufen ohne Heu zu finden.

Damit hat sich gezeigt, dass die ZDF-Zuschauer viel intelligenter sind, als man ihnen allgemein nachsagt. Denn sie wussten intuitiv, dass die Regularien es nicht zulassen, dass ein Wettkönig in der nächsten Sendung erneut teilnehmen kann. Damit steht die Sendung ohne Showmaster da.

Markus Lanz nahm es sportlich. „Die Zuschauer lieben mich, sonst hätten sie nicht für mich angerufen“, so Lanz. Die Regeln werde er aber akzeptieren, dafür seien Regeln ja da.

Ob die Sendung „Wetten, dass..?“ nun für immer verschwinden oder mit einem neuen Moderator besetzt wird, ist ebenso wenig entschieden wie die Frage, ob die in die Kritik geratene ZDF-Talksendung „Markus Lanz“ weitergeführt wird. Inzwischen haben schon über 220.000 erboste Rundfunkgebührenzahler eine Petition gegen die Sendung gezeichnet.

ZDF lässt Markus Lanz im Programm – verspricht aber mit neuem Namen Lanzarote mehr Transparenz

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Markus Lanz
Fans atmen auf: Markus Lanz bleibt! Foto: Udo Grimberg / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das ZDF sieht derzeit keinen Grund, die Sendung „Markus Lanz“, gegen die eine Petition gestartet wurde (keinblatt.de berichtete), einzustellen oder mit einem anderen Moderator zu besetzen. Über 80.000 Fernsehzuschauer haben die Petition bereits gezeichnet. Die Petition wird damit begründet, dass Lanz vor allem Gäste, die dem linken politischen Spektrum zugewandt sind, nicht ausreden lasse. Die nach Meinung vieler Zuschauer unfaire Behandlung der linken Politikern Sahra Wagenknecht war schließlich der Hauptauslöser für die Petition.

Ein ZDF-Sprecher stellte heute klar, dass die Sendung im Programm bleibe. Allerdings will man durch die Namensänderung in „Lanzarote“ mehr Transparenz schaffen.

Neuer Name für „Markus Lanz“: Lanzarote

Politiker aus dem linken politischen Spektrum sollten wissen, dass Lanz und die Roten Gegensätze seien und sie daher keine faire Behandlung zu erwarten hätten, so der Sprecher. Zusammengesetzt bedeutet das „Lanz“ (der Junge heißt schließlich so), dann ein „a“ (griechisch für un- (Gegensatz) wie z.B. in asozial zu finden) und „Rote“, da Lanz bekanntlich kein Freund der Roten ist. Herauskommt „Lanz Arote“ oder eben „Lanzarote“.

Die Anspielung auf die gleichnamige kanarische Insel Lanzarote sei beabsichtigt, führt der Sprecher aus, schließlich würden die ZDF-Zuschauer diese herrliche Insel lieben und auf dieser oder einer der anderen kanarischen Inseln so gerne überwintern. Manche seien seit Jahrzehnten nie wieder zurückgekehrt, hätten aber dort ZDF-Empfang, da der sogenannte Kanarenspot der Satelliten auch die Kanarischen Inseln ausleuchte.

Markus Lanz mit Einschaltquote unter null – Über 220.000 sehen ihn nicht

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Markus Lanz
Moderator Markus Lanz. Tief, unter null gefallen. Foto: Udo Grimberg / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die ZDF-Sendung „Markus Lanz“ ist ein Phänomen. In dieser Sendung lässt ein rein zufällig gleich heißender Moderator nach Meinung gelangweilter Zuschauer die Gäste nicht ausreden und versucht mit immer neuen Fangfragen stets erfolglos, den Gästen etwas zu entlocken, was sie nicht sagen dürfen, wollen und können. Ein besonders gelangweilter Zuseher hat eine Online-Petition gegen die Sendung, genauer gegen den Moderator, gestartet. Die Forderung besteht darin, dass der Moderator abgesetzt werden solle. Die Petition heißt folgerichtig „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“.

Bereits über 220.000 (ehemalige) Zuschauer haben die Petition gezeichnet und schauen „Markus Lanz“ nicht (mehr) an.

Eine Einschaltquote von unter null! Die Zuschauer, die bei „Markus Lanz“ nur einmal kurz vorbeischalten, um zu sehen, ob die Sendung bereits mit einem neuen Moderator besetzt wurde, sowie die Zuschauer, die in ihrem Fernsehsessel (mit oder ohne mechanische Aufstehhilfe) kurz oder für immer eingeschlafen sind, sollen an dieser Stelle aus Gründen der Vereinfachung vernachlässigt werden.

Es gibt Dinge, die abstrakt sind. Das sind vor allem Zahlen unter null. Wenn jemand weniger als null Euro hat, hat er schlicht Schulden. Wenn aus einem Bus mit fünf Fahrgästen acht Leute aussteigen, müssen drei Personen zusteigen, damit der Bus leer ist. Entsprechend kann es auch negative Einschaltquoten geben. Wenn die 220.000 Petenten von einem neuen Moderator überzeugt werden, wieder einzuschalten, hätte die Sendung wenigstens wieder eine Quote oberhalb von null Zuschauern.

Wer aber übernimmt im Falle einer erfolgreichen Petition die Sendung? Wen wollen die Zuschauer als neuen Moderator der Sendung „Markus Lanz“?