Kategorien
Medizin/Gesundheit Politik

Kompromiss beim Thema Sterbehilfe: Spahn kündigt homöopathische Selbsttötungspille an

Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) . Foto: Olaf Kosinsky / Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Es ist ein sehr heikles Thema. Menschen haben in Deutschland unter eng gefassten Bedingungen das Recht, eine tödliche Dosis einer Substanz zu erwerben, um ihr Leben durch Selbsttötung (Autothanasie) beenden zu können. Das betrifft schwerstkranke Menschen, bei denen keine Aussicht auf Heilung besteht und die eigenverantwortlich vor der eigentlichen Sterbephase aus dem Leben scheiden wollen. Dies ist Bestandteil der freien Entfaltung der Persönlichkeit und dient auch dem Schutz der Menschenwürde.

Doch erst kürzlich wurde bekannt, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 123 Anträge auf Erwerb von Suizidpräparaten an Schwerstkranke pauschal ohne Überprüfung abgelehnt hat. 22 Antragssteller waren inzwischen verstorben, der Rest erhielt einen negativen Bescheid. Beobachter sehen in Spahns Vorgehensweise einen klaren Rechtsverstoß .

Inzwischen hat Spahn eingelenkt und die Zulassung einer homöopathischen Selbsttötungspille in Aussicht gestellt. Spahn sagte: „Mit der geplanten Pille ist den gesetzlichen Anforderungen genüge getan –  nur auf eine endlich sanfte, alternative, biologische, natürliche, CO2-neutrale ähhh, das Letzte nicht … Art. Habe ich noch was vergessen?“

Ein Präparat zur Selbsttötung ist natürlich keine Medizin, da diese ja heilen oder Symptome lindern soll. Aber wenn wir uns in den Bereich der Medizin bewegen, weisen Kritiker der Homöopathie schon lange darauf, dass Homöopathie eine Art Selbstmord sei, da notwendige und wirkungsvolle Therapien verschleppt werden können.

Wirkungsweise des homöopathischen Selbsttötungspräparats

Zurück zu der Selbsttötungspille. Diese soll ersten Berichten streng der Lehre der Homöopathie folgen. Die Basis ist ein gesunder Stoff, der extrem stark potenziert wird. Mit der Methode, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln (Similarprinzip), wird das Gesunde mit dem Gesunden bekämpft, sodass das Gesunde komplett weicht und der Tod das Ergebnis ist.

Homöopathie
Homöopathie mit neuem Einsatzgebiet. Lizenz: Public Domain
Kategorien
Medizin/Gesundheit

Instant-Globuli zum Selbstbeschriften kommen auf den Markt

Globuli
Globuli. Einfach beschriften, das ist alles! Lizenz: Public Domain

Der bekannte Pharmahersteller D6D8 bringt die ersten Globuli zum Selbstbeschriften auf den Markt. D6D8-Pressesprecher Sebastian Hahn sieht das neue Produkt als ideale Ergänzung für den mündigen Homöopathie-Patienten, der sich nicht wegen jeder Kleinigkeit in der Apotheke ein spezielles Präparat kaufen will.

Ein Stift reicht für den Selfmade-Apotheker

Die Packungen ließen sich mit einem einfachen Stift beschriften, so Hahn. Sowohl der Wirkstoff als auch die Potenz (etwa D8) könne man selbst eintragen, entsprechende Felder seien vorhanden. Hahn erläutert, dass bei üblichen Potenzierungen ohnehin kein einziges Molekül des ursprünglichen Wirkstoffes mehr enthalten sei. Daher spiele das keine Rolle, ob man diese oder jene Zuckerkügelchen schlucke.

Auf unseren Einwand, dass bei Homöopathie die Struktur des hoch verdünnten Wirkstoffes erhalten bleibe, sodass es sehr wohl eine Rolle spiele, welche Zutaten verwendet würden, erwidert Hahn, dass das tatsächlich das Grundprinzip der Homöopathie sei, aber nur in der Theorie.

Hahn holt aus: „Jeder rational denkende Mensch weiß, dass zwar Tiere und Menschen ein Gedächtnis haben und meinetwegen auch Computer, aber Flüssigkeiten und Zucker haben definitiv keines. Sonst könnte man Computerspeicher aus Zucker bauen.

Keine Computerspeicher aus Zucker

Wir haben bereits vor 15 Jahren unsere Produktion aus Effizienzgründen umgestellt und verarbeiten seitdem gar keinen Wirkstoff mehr. Und ich sage Ihnen: Die Beschwerden wegen Unwirksamkeit sind um keinen Deut gestiegen, ganz im Gegenteil. Sie sind sogar leicht gesunken, was aber wohl nur eine statistische Abweichung ist.

Für mich ist es klar: Sie bekommen chemisch gesehen das Gleiche wie früher, nämlich Zucker, im Grunde genommen also nichts, deswegen wirkt es auch gleich gut.“

Andere Hersteller müssen auch rationalisieren

keinblatt.de will wissen, warum dann andere Hersteller nicht auch so vorgingen. Hahn schmunzelt und erläutert dann viel sagend: „Wer sagt Ihnen denn, dass sie nicht auch längst ihre Produktion vereinfacht haben? Ich behaupte einmal, dass die meisten Hersteller in der Zwischenzeit ein Einheits-Globuli verwenden, das sie nur entsprechend dem Produktionsauftrag beschriften. Keiner wird es je merken, dass da ein wenig getrickst wird. Zum Nachteil des Patienten ist es aber keinesfalls. Der muss ohnehin seine Heilung selbst herbeiführen, das ist das Wesen der Homöopathie. Glauben Sie‘s mir!“