Unfälle: Verkehrsexperten kämpfen neben totem Winkel nun auch gegen Reit im Winkl

Toter Winkel
Sicht des LKW-Fahrers und der tote Winkel. Foto: btr / Lizenz: GNU Free Documentation License, Version 1.2

Der sogenannte tote Winkel ist ein riesiges Problem. Speziell bei Lkw ist dieser besonders groß. Lkw-Fahrer können Fußgänger und Radfahrer, die sich dem Lkw nähern oder sich neben ihrem Fahrzeug befinden, trotz der vorgeschrieben 37 Spiegel oft nicht sehen. Immer wieder kommt es dabei zu schlimmen Unfällen. Bereits seit den Anfängen des Straßenverkehrs wird gegen den toten Winkel gekämpft. Anfangs hieß dieser noch einfach „Winkel“, bis ihn ein Sheriff 1923 aus Verärgerung, dass er fast von einem Truck überfahren worden war, totgeschlagen hat. Seitdem wird dieser Winkel „toter Winkel“ genannt (im Niederländischen heißt er übrigens „Dode hoek“; wörtlich übersetzt: „tote Ecke“, was ja irgendwie unlogisch ist, da ganz Holland im Grunde genommen eine tote Ecke ist).

Obwohl der Winkel nicht mehr lebt, ist er nach wie vor existent und verbreitet bis heute Angst und Schrecken. Experten wollen den toten Winkel nun mit Abbiegeassistenten, die in Lkw Pflicht werden, bekämpfen.

Unterschätztes Problem: Der Reit im Winkl

Inzwischen haben die Verkehrsexperten einen weiteren gefährlichen Winkel ausgemacht, den sogenannten Reit im Winkl. In Reit im Winkl kommt es immer wieder zu Unfällen, auch tödlichen. Konkret kollidieren Ski- und Snowboardfahrer mit Bäumen oder unetreinander. Das Tragische ist, dass diese Unfälle alle vermeidbar wären. Während z.B. Radfahrer sich mit ihrem Gefährt meistens konstruktiv bewegen, z.B. zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, bewegen sich Skifahrer ohne Notwendigkeit. Würden sie nicht fahren, gäbe es diese Unfälle durch den gefährlichen Reit im Winkl erst gar nicht.

Experten sind sich uneins, ob man zur Unfallvermeidung Skipisten sperren, den Reit im Winkl verbieten oder durch As-ski-Stenzsysteme entschärfen sollte.

keinblatt.de Etymologie: „Winkel“ ist etymologisch mit „winken“ verwandt. Experten haben festgestellt, dass dies bei der Problemlösung nicht weiterhilft.