„Verstehen Sie Spaß?“ schafft versteckte Kamera ab und filmt nun offen

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Guido Cantz
Guido Cantz mit Begleitung beim Deutschen Fernsehpreis 2012. Foto: JCS / Lizenz: CC BY 3.0

Vorigen Samstag war es mal wieder so weit, der beliebte Showklassiker „Verstehen Sie Spaß“ zeigte vor der Sommerpause in einem Best-of noch einmal die gemeinsten Streiche, die mit versteckter Kamera gefilmt wurden. Doch Deutschlands lustigste Sendung mit Moderator Guido Cantz ist in die Jahre gekommen. Auch haben selbst die alte Rundfunktante ARD und der drollige SWR inzwischen erkannt, dass in Zeiten von NSA, Spionage-Affäre, Totalüberwachung und Vorratsdatenspeicherung das Instrument der versteckten Kamera negativ besetzt ist.

Daher führt der SWR nun einen radikalen Kurswechsel durch. Ab sofort wird keine versteckte Kamera mehr eingesetzt, sondern eine deutlich sichtbare. Guido Cantz weiß, wie ungelenk sich Menschen bewegen, wenn sie vor einer Kamera stehen, und hofft neben den eigentlichen Streichen auf jede Menge unfreiwillige Komik zum Ablachen. Die liebe private Konkurrenz habe ja mit ihren geskripteten Pseudo-Dokusoaps à la „Verdachtsfälle“ oder „Die Schulermittler“ und ihren Laienschauspielern einen riesigen Erfolg, so der sympathische Moderator, das sei also ein eminent vielversprechender Ansatz.

In der ersten Sendung nach der Sommerpause am 20. September wird bereits das neue Showkonzept umgesetzt. Wir freuen uns und drücken ganz fest die Daumen!

Kornkreis-Sichtungen nehmen zur Erntezeit stark zu

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Kornkreise
Kornkreise, wohin das Auge blickt. Foto: Hans Westbeek / Lizenz: CC BY 2.0

In einem Feld bei Weilheim (Oberbayern) wurde ein Kornkreis entdeckt. In Ermangelung echter Nachrichten hat es dieser Kornkreis sogar in die TV-Hauptnachrichten geschafft.

Es ist ja auch sonst nichts los – gut, der Ukraine-Russland-Konflikt (blutig), der Israel-Palästina-Konflikt (blutiger), die NSA-Affäre, die bekannten einnahmeorientierten Politikervorschläge („Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse erheben, das für den Eigenbedarf auf dem Balkon angebaut wurde“) oder die üblichen Boulevardmeldungen, etwa: „Reinhard Fendrich sucht zwölf Jahre nach Euro-Einführung immer noch Ersatzreim für Strada del Sole – hab kane Lire und kane Papiere, so wos haut di net vire“.

Inzwischen häufen sich die Kornkreis-Sichtungen (siehe Foto). Ein Zusammenhang mit der Ernte wird von den meisten Esoterikern bestritten. Eine neue Theorie geht davon aus, dass Kornkreise von Chemtrails verursacht werden. Zumindest glauben das immer mehr Mitglieder der International Chemtrail Association und deren Anhänger. Die Sichtung der ersten veränderten Kondensstreifen (eben der Chemtrails) und die Entdeckung der ersten ernst zu nehmenden Kornkreise lägen zeitlich auffallend nahe beisammen.

Dabei müssten es gar nicht Außerirdische sein oder göttliche Werke. Man suche hier eher weltliche Erklärungen. Eben Menschen, die diese Werke als Streich in den Boden trampeln. Jetzt kommt aber die Verschwörung: So könne es sich um durch zu viel Chemie manipulierte Studenten handeln, denen solche Streiche regelrecht eingeimpft würden, um die Weltgemeinschaft von den echten Problemen (andere Verschwörungen, versteht sich) abzulenken.

Soziologe: Auftritt von Helene Fischer schlimmer als Gaucho-Tanz

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Helene Fischer
Helene Fischer: Atemlos durch die Nacht. Foto: Fred Kuhles / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auf der Weltmeister-Party in der Berliner Fanzone verulkten die deutschen Nationalspieler Mario Götze, Miroslav Klose, Toni Kroos, André Schürrle, Shkodran Mustafi und Roman Weidenfeller die Unterlegenen aus Argentinien. Sie sangen in gebückter Haltung auf der Bühne: „So geh’n die Gauchos, die Gauchos, die geh’n so!“ Anschließend hopsten sie in aufrechter Haltung und grölten dazu: „So geh’n die Deutschen, die Deutschen die geh’n so!“. Das wurde mehrere Male wiederholt.

Dies kam nicht bei allen so besonders gut an, Kritik war sowohl im Inland als auch im Ausland zu vernehmen. Schnell wurde der veräppelnde Tanz zur Affäre #Gauchogate hochstilisiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht gar ein „gigantisches Eigentor“.

Der bekannte deutsche Soziologe Werner Eisenstein, der schon mal in der einen oder anderen Talkshow sitzt, kann hierin zwar keine weltmeisterliche Leistung erkennen, da es ja in der Tat nicht wirklich nett gewesen sei, aber auch keine rassistische Entgleisung. Das sei ja nur eine Abwandlung des alten Kinderliedes „Ich kenne einen Cowboy“, offenbar gepusht mit einer gewissen Menge „Prozentigem“.

Rheinische Post: „Helene Fischer ist der neue Xavier Naidoo“

Den Party-Auftritt von Helene Fischer, die von der Rheinischen Post zum neuen Xavier Naidoo erklärt wurde, hält er dagegen für weit problematischer. Die Wiedererstarkung des deutschen Primitivschlagers mit seinen inhalts- und kritiklosen Heile-Welt-Texten sei die wahre kulturelle Katastrophe. „Nichts gegen Frau Fischer persönlich“, sagt Eisenstein, „Aber das war und ist wirklich schlimm. Es habe ihn sicher nicht atemlos gemacht, sondern allenfalls sprachlos.“

Inhalt unverständlich: Bild-Zeitung druckt Schumi-Krankenakte nicht

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Michael Schumacher
Michael Schumacher 2011. Foto: Mark McArdle / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Nicht nur die Fans von Schumi sind geschockt: Seine Krankenakte wurde gestohlen und Medienvertretern zum Kauf angeboten. Offenbar spekulieren die Diebe darauf, dass Sensationsgier keine Grenzen kennt.

Doch die Bild-Zeitung und wohl auch die anderen großen Medien haben nur überschaubares Interesse. Zwar hat die Bild-Chefredaktion mit der von den Dieben implementierten Funktion „Blick in die Krankenakte!“, die der Amazon-Funktion „Blick ins Buch!“ nachempfunden ist, einen Einblick in die Krankenakte genommen. Doch aus der Chefredaktion ist zu hören, da stände nur unverständliches Mediziner-Latein gepaart mit schrecklichen Abkürzungen darin. Kein Mensch verstände das und erst recht kein Mensch könne das in eine irgendwie verständliche Form übersetzen.

Bei „Bild“ hätte man sicher gerne Vokabeln wie „Schock-Akte“, „Hoffnungsschimmer aus dem Röntgengerät“, „Das ist Schumis Wunderarzt“ und „Mit dieser 500 PS-Maschine lernt Schumi wieder laufen“ gesehen.

Paris: Geländer mit Liebesschlössern bricht zusammen – danach auffallend viele Trennungen

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Liebesschlösssr, Paris
Liebesschlösser an einer Brücke in Paris (Symbolbild). Foto: JD / Lizenz: CC BY 2.0

In Paris ist am Sonntagnachmittag auf der Brücke Pont des Arts, die über die Seine führt, ein Teil eines Brückengeländers eingestürzt. Das Geländer war unter der Last Tausender Liebesschlösser zusammengebrochen.

Zeitgleich wurde die franzsösische Polizei zu ungewöhnlich vielen Einsätzen im ganzen Land gerufen. Bürger in fast ganz Frankreich beschwerten sich über Lärm, es kam zu Ehe- und Partnerschaftsstreitigkeiten, vor allem zu spontanen Trennungen. Auch aus dem Ausland wurden ungewöhnlich viele Auseinandersetzungen zwischen Paaren und viele Trennungen gemeldet. Es wird berichtet, getrennt hätten sich Paare, die als Fans der französischen Hauptstadt bekannt seien.

Kachelmann als Gerichtsreporter im Fall Alice Schwarzer? – Frauenknast kündigt Tag der offenen Tür an

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Jörg Kachelmann
Jörg Kachelmann. Foto: René Mettke / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wie heute berichtet, wurde die Wohnung der weltberühmten Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wegen des Verdachts auf Steuerbetrug durchsucht. Es besteht der Verdacht, dass Frau Schwarzer mithilfe ihres Schweizer Kontos mehr Geld am Fiskus vorbeigeschleust hatte, als sie es in ihrer Selbstanzeige angegeben hatte. Die Selbstanzeige könnte damit unvollständig und unwirksam sein.

Inzwischen hat sich der Wettermoderator Jörg Kachelmann für ein mögliches Steuerstrafverfahren gegen Frau Schwarzer als Gerichtsreporter angeboten. Er will offenbar Revanche! Wir erinnern uns, Frau Schwarzer arbeitete bei dem Vergewaltigungsprozess gegen Jörg Kachelmann als Gerichtsreporterin für die Bild-Zeitung. Kachelmann war vorgeworfen worden, seine Ex-Freundin vergewaltigt zu haben. Schwarzer hielt Kachelmann für schuldig, der dessen ungeachtet freigesprochen wurde.

Schwarzer glaubte damals aufgrund ihrer Eindrücke und Kenntnisse der Ex-Freundin, obwohl sie Kachelmanns Schuld anfangs für „unwahrscheinlich“ gehalten habe.

Jörg Kachelmann zu den aktuellen Entwicklungen:

Ich glaube aufgrund meiner Eindrücke und Kenntnisse, dass der Staat das Opfer ist, obwohl ich das vor kurzem noch für unwahrscheinlich gehalten habe. Nach meiner Empfindung hat Frau Schwarzer ihre matriarchalische Stellung schamlos ausgenutzt und den schwächeren Staat betrogen. Und das ausgerechnet über ein Schweizer Konto. Sie wissen doch, ich bin Schweizer. Ich schäme mich für Frau Schwarzer.

Tag der offenen Tür im Frauengefängnis angekündigt

Das Frauengefängnis Willich II hat inzwischen angekündigt, nach dem Vorbild der JVA Landshut, in der Uli Honeß einsitzt, noch im Herbst einen Tag der offenen Tür veranstalten zu wollen.

Verwechslung: Tierarzt streckt Mann in Gorilla-Kostüm mit Betäubungsschuss nieder

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Gorilla
Foto: EvelynGiggles / Lizenz: CC BY 2.0

Ein Tierarzt hat im Zoo auf Teneriffa einen kostümierten Mann für einen echten Gorilla gehalten und ihn mit einem Betäubungsgewehr niedergeschossen. Tatsächlich handelte es sich um eine Übung, wie im Falle eines ausgebüchsten Gorillas zu verfahren ist. Der niedergestreckte Mann musste zur Behandlung in ein Spital gebracht werden.

Wie geht es Michael Schumacher? keinblatt.de verrät es exklusiv

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Intensivstation
Intensivstation. Foto: Quinn Dombrowski / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Heute Abend erfährt man in der Talkrunde „Günther Jauch“ im zwangsgebührenfinanzierten „Ersten“, die vom gleichnamigen Prominenten geleitet wird, wie es Michael Schumacher nach seinem schweren Skiunfall geht. Das Thema soll aber wohl mehr sein, wo die Grenzen der Berichterstattung liegen und ob Prominente ein Recht auf Privatsphäre haben.

Hier beantwortet keinblatt.de die drei wichtigsten Fragen:

„Wie geht es Michael Schumacher?“

– Schlecht.

„Haben Prominente ein Recht auf Privatsphäre?“

– Ja.

„Kann eine Talksendung sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, ohne sich selbst zum Teil einer Maschinerie zumachen, die mit reißerischen Mitteln auf Sensationen und niedere Instinkte setzt, zumal Sabine Kehm, Managerin und persönliche Beraterin von Michael Schumacher, die sehr wahrscheinlich „mehr“ weiß, auf der Gästeliste steht?“

– Nach bisheriger Erfahrung: nein.

Dritter Weltkrieg ausgebrochen: Wegen „Wetten, dass..?“-Einstellung nur geringes Interesse

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Atombombe 550
Der Dritte Weltkrieg ist eben ausgebrochen. Und wer berichtet mal wieder fast als einziges Medium? keinblatt.de! Foto: vaXzine / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0
Spiegel Online
Spiegel Online mit sieben Berichten zur „Wetten, dass.?“-Einstellung auf der Startseite

Vor ein paar Wochen wäre es sicherlich „die“ Schlagzeile für alle großen Medien gewesen: der Ausbruch des Dritten Weltkriegs. Nun gerade ist es so weit, der Krieg ist da!

Allerdings halten sich die großen Medien auffallend zurück. Praktisch alle Medien berichten fast ausschließlich über die Einstellung einer 33 Jahre alten Unterhaltungssendung, die in einem staatlichen Rundfunkkanal läuft.

Spiegel Online etwa macht mit gleich sieben (!) Top-Berichten unmittelbar untereinander (!) auf, selbst für den Wett(er)bericht muss man nun ewig nach unten scrollen, bis das Mausrad rausspringt.

Hinweis: Bei diesem Bericht handelt es sich um eine adaptierte Variante eines bereits vor 33 Jahren erschienenen keinblatt.de-Artikels.

Publikumswette heute bei „Wetten, dass..?“ – „Ich wette, dass dies die letzte ‚Wetten, dass..?‘-Sendung ist“ (Kurzmeldung)

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Markus Lanz
Markus Lanz. Moderiert er heute die letzte „Wetten, dass..?“-Sendung überhaupt? Foto: Udo Grimberg / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wie die keinblatt.de-Redaktion in Erfahrung bringen konnte, lautet die heutige Publikumswette bei „Wetten, dass..?“ folgendermaßen:

„Ich wette, dass dies die letzte ‚Wetten, dass..?‘-Sendung“ für immer ist.“

keinblatt.de meint: Endlich gibt es mal eine spannende, sinnvolle Publikumswette, bei der nicht soundsoviele Leute in einem bestimmten Kostüm antanzen und musizieren müssen.

Update:

Wette gewonnen! Zumindest fast. „Wetten, dass..?“ wird eingestellt. Nun ja, bis zum Jahresende gibt es noch Sendungen, aber dann ist Sense.

ZDF lässt Markus Lanz im Programm – verspricht aber mit neuem Namen Lanzarote mehr Transparenz

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Markus Lanz
Fans atmen auf: Markus Lanz bleibt! Foto: Udo Grimberg / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das ZDF sieht derzeit keinen Grund, die Sendung „Markus Lanz“, gegen die eine Petition gestartet wurde (keinblatt.de berichtete), einzustellen oder mit einem anderen Moderator zu besetzen. Über 80.000 Fernsehzuschauer haben die Petition bereits gezeichnet. Die Petition wird damit begründet, dass Lanz vor allem Gäste, die dem linken politischen Spektrum zugewandt sind, nicht ausreden lasse. Die nach Meinung vieler Zuschauer unfaire Behandlung der linken Politikern Sahra Wagenknecht war schließlich der Hauptauslöser für die Petition.

Ein ZDF-Sprecher stellte heute klar, dass die Sendung im Programm bleibe. Allerdings will man durch die Namensänderung in „Lanzarote“ mehr Transparenz schaffen.

Neuer Name für „Markus Lanz“: Lanzarote

Politiker aus dem linken politischen Spektrum sollten wissen, dass Lanz und die Roten Gegensätze seien und sie daher keine faire Behandlung zu erwarten hätten, so der Sprecher. Zusammengesetzt bedeutet das „Lanz“ (der Junge heißt schließlich so), dann ein „a“ (griechisch für un- (Gegensatz) wie z.B. in asozial zu finden) und „Rote“, da Lanz bekanntlich kein Freund der Roten ist. Herauskommt „Lanz Arote“ oder eben „Lanzarote“.

Die Anspielung auf die gleichnamige kanarische Insel Lanzarote sei beabsichtigt, führt der Sprecher aus, schließlich würden die ZDF-Zuschauer diese herrliche Insel lieben und auf dieser oder einer der anderen kanarischen Inseln so gerne überwintern. Manche seien seit Jahrzehnten nie wieder zurückgekehrt, hätten aber dort ZDF-Empfang, da der sogenannte Kanarenspot der Satelliten auch die Kanarischen Inseln ausleuchte.

Markus Lanz mit Einschaltquote unter null – Über 220.000 sehen ihn nicht

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Markus Lanz
Moderator Markus Lanz. Tief, unter null gefallen. Foto: Udo Grimberg / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die ZDF-Sendung „Markus Lanz“ ist ein Phänomen. In dieser Sendung lässt ein rein zufällig gleich heißender Moderator nach Meinung gelangweilter Zuschauer die Gäste nicht ausreden und versucht mit immer neuen Fangfragen stets erfolglos, den Gästen etwas zu entlocken, was sie nicht sagen dürfen, wollen und können. Ein besonders gelangweilter Zuseher hat eine Online-Petition gegen die Sendung, genauer gegen den Moderator, gestartet. Die Forderung besteht darin, dass der Moderator abgesetzt werden solle. Die Petition heißt folgerichtig „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“.

Bereits über 220.000 (ehemalige) Zuschauer haben die Petition gezeichnet und schauen „Markus Lanz“ nicht (mehr) an.

Eine Einschaltquote von unter null! Die Zuschauer, die bei „Markus Lanz“ nur einmal kurz vorbeischalten, um zu sehen, ob die Sendung bereits mit einem neuen Moderator besetzt wurde, sowie die Zuschauer, die in ihrem Fernsehsessel (mit oder ohne mechanische Aufstehhilfe) kurz oder für immer eingeschlafen sind, sollen an dieser Stelle aus Gründen der Vereinfachung vernachlässigt werden.

Es gibt Dinge, die abstrakt sind. Das sind vor allem Zahlen unter null. Wenn jemand weniger als null Euro hat, hat er schlicht Schulden. Wenn aus einem Bus mit fünf Fahrgästen acht Leute aussteigen, müssen drei Personen zusteigen, damit der Bus leer ist. Entsprechend kann es auch negative Einschaltquoten geben. Wenn die 220.000 Petenten von einem neuen Moderator überzeugt werden, wieder einzuschalten, hätte die Sendung wenigstens wieder eine Quote oberhalb von null Zuschauern.

Wer aber übernimmt im Falle einer erfolgreichen Petition die Sendung? Wen wollen die Zuschauer als neuen Moderator der Sendung „Markus Lanz“?

Irrer Plan: Alligatorschildkröte Lotti bleibt verschwunden – jetzt soll Sarkophag gebaut werden

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Schnappschiildkröte
Das Ungeheuer von Loch Irsee (Symbolbild). Foto: Karim Rezk / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Deutschland ist jedes Jahr im Sommerloch mit einem mehr oder weniger gefährlichen Tier beschäftigt. Dieses Jahr ist es die Alligatorschildkröte Lotti, die in der Allgäuer Gemeinde Irsee einen 8-jährigen Bub schwer verletzt haben soll. Dem Jungen wurde beim Baden im Oggenrieder Weiher die Achillessehne gleich zweimal durchtrennt. Der Bub musste operiert werden. Gesehen hat das Tier bislang niemand, nur anhand der Verletzung geht man davon aus, dass hier eine Alligatorschildkröte ihr Unwesen treibt. Das gefährliche Tier, das zu den Schnappschildkröten gehört, wurde offenbar von seinem Besitzer ausgesetzt.

Um Lotti einzufangen, wurde inzwischen das Wasser des Weihers abgelassen. Doch die Bestie bleibt verschwunden und hat sich offenbar im Schlamm versteckt. Helfer durchwühlten bereits den Schlamm, auch ein Spürhund half mit. Doch alle Bemühungen blieben bislang ergebnislos. Es muss das Schlimmste befürchtet werden.

Inzwischen arbeitet die Gemeinde in Absprache mit den Behörden an einem irren Plan, um die Gefahr zu bannen. „Wir haben alles geprüft, auch eine Sprengung des Geländes“, so ein Sprecher der Gemeinde. Alle Maßnahmen hätten sich aber als wenig erfolgversprechend herausgestellt. Nun wolle man einen riesigen Sarkophag bauen. „Wir mauern gewissermaßen Lotti mit Spundwänden ein, die wir viele, viele Meter tief in den Boden rammen. Dann kommt ein Betondeckel drauf. Also ein Sarkophag, der Begriff sagt Ihnen hoffentlich noch etwas – Stichwort Tschernobyl!? So was ist absolut sicher und dicht! Da kommt keiner mehr raus, zumindest nicht lebend.“ Der Sprecher setzt fort: „Das mag grausam klingen, ist aber immer noch besser als eine Detonation, wo uns dann der ganze Dreck vom Seegrund kilometerweit um die Ohren fliegt.“ Mit dem Sarkophag müsste man dann nur ein paar Jahre warten, bis die Gefahr vorbei sei, wobei diese Schildkrötenart aber durchaus 80 Jahre werden könne. Aber das Problem löse sich immerhin von selbst. „Ich betone, von selbst.“

Als Attraktion könne man ja ein Einkaufszentrum auf den Sarkophag stellen. „Wir geben doch das Gelände wegen des Viechs nicht einfach auf, wir nutzen es weiterhin für unsere Bürger und den Tourismus“, so der Sprecher. Dort käme natürlich auch eine Zoohandlung rein. Und ein Schwimmbad als Ersatz für den beliebten Badeweiher.

Herzogin Kate mit Wehen in Klinik eingeliefert – ARD und ZDF richten Geburtskanal ein

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Herzogin Kate
Catherine, Duchess of Cambridge, genannt Kate, erwartet Nachwuchs. Die Welt hält den Atem an. Foto: Surtsicna / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die hochschwangere Herzogin Kate wurde mit Wehen in eine Londoner Klinik eingeliefert. Zur TV-Berichterstattung dieses weltbewegenden Ereignisses, das vom Medieninteresse wohl nur vom ersten bemannten Mondflug übertroffen wurde, haben ARD und ZDF einen eigenen Geburtskanal installiert. So kann rund um die Uhr live gesendet werden.

Dieses System, das sich innerhalb des Körpers der Herzogin befindet, umfasst diverse innere Organe, die das royale Kindchen passieren muss, um schließlich durch das Becken zu rutschen und das elektrische Licht der Welt zu erblicken. Das Prinzip des Geburtskanals sei genial, so ein Sendersprecher, jedes weibliche Säugetier weise so ein System auf, das sich bewährt habe. Warum also sollte man dies dem hochrangigen Adelsgeschlecht vorenthalten?

Dies ändert aber nichts daran, dass indes die Spannung kaum mehr zu übertreffen ist. Jedes weitere Ereignis (Ernennung von Christian Ude zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten etwa, falls er überhaupt gewinnt) wird es verdammt schwer haben, hier anzuknüpfen.