{"id":4467,"date":"2025-04-14T18:50:28","date_gmt":"2025-04-14T16:50:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=4467"},"modified":"2025-04-14T19:04:16","modified_gmt":"2025-04-14T17:04:16","slug":"fairer-lohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/fairer-lohn\/","title":{"rendered":"Merz und SPD einigen sich \u2013 Mindestlohn hei\u00dft ab sofort &#8222;fairer Lohn&#8220;"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4468\" aria-describedby=\"caption-attachment-4468\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4468\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter-1024x768.jpg\" alt=\"Arbeiter\" width=\"580\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Arbeiter.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4468\" class=\"wp-caption-text\">Arbeiter sollten fair bezahlt werden! Lizenz: Public Domain<\/figcaption><\/figure>\n<p>Fast w\u00e4re die neue Gro\u00dfe Koalition aus Union und SPD noch am Mindestlohn gescheitert. Nun aber wurde nach z\u00e4hen Verhandlungen doch noch eine L\u00f6sung gefunden. In Zukunft erhalten Arbeitende in Deutschland keinen Lohn, der in diskriminierende Weise mit dem Wort &#8222;mindest&#8220; bezeichnet wird. Denn letztlich bedeutet das Adjektiv &#8222;geringst&#8220; und steht in der Redewendung &#8222;nicht das Mindeste&#8220; sogar f\u00fcr &#8222;gar nichts&#8220;. Auch im Kinderschreckspruch &#8222;Zumindest dein Zimmer k\u00f6nntest du ja mal aufr\u00e4umen, du Hu\u2026&#8220; wird die abwertende Intention deutlich.<\/p>\n<h3>&#8222;Fairer Lohn&#8220; f\u00fcr alle kommt<\/h3>\n<p>Statt dessen wird in Zukunft in Deutschland &#8222;fairer Lohn&#8220; ausbezahlt. Arbeitende bekommen somit endlich ihre Wertsch\u00e4tzung. Auch Politiker der Oppositionsparteien kommen nicht umhin zu sagen, dass es in Deutschland &#8222;fairen Lohn&#8220; f\u00fcr alle gebe, denn so lautet nun mal die Bezeichnung.<\/p>\n<h3>H\u00f6he \u00e4ndert sich vorerst nicht<\/h3>\n<p>W\u00f6rter schaffen Wirklichkeiten, was auch beim Thema Aufr\u00fcstung der Bundeswehr und Reparatur der Infrastruktur sehr gut funktioniert. Aus &#8222;gr\u00f6\u00dfte Neuverschuldung aller Zeiten im Bereich einer Billion Euro&#8220; wurde ein &#8222;Sonderverm\u00f6gen&#8220;. Was dort funktioniert, funktioniert auch beim Lohn.<\/p>\n<p>Daher und auch aufgrund der Tatsache, dass sich die Wirtschaftslage derzeit in einem ausbauf\u00e4higen Zustand befindet, betr\u00e4gt der &#8222;faire Lohn&#8220; weiterhin 12,82 Euro pro Stunde \u2013 oder auch dar\u00fcber (ebenso pro Stunde). Das b\u00f6se &#8222;M-&#8222;-Wort taucht im Koalitionspapier nicht mehr auf.<\/p>\n<p>Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kann sich bei der anvisierten gesenkten Stromsteuer sogar eine dazu harmonisierende Anpassung vorstellen. &#8222;Bei sinkenden Lebenshaltungskosten kann sich der Ma\u00dfstab f\u00fcr Fairness verschieben. Fair ist, das zu bekommen, das man zum Leben braucht&#8220;, sagte Merz unserem Blatt.<\/p>\n<p>SPD-Chef Lars Klingbeil ist mit dem Kompromiss, den er f\u00fcr sich reklamiert, ebenso hochzufrieden. Niemand habe der SPD zugetraut, dass sie mit dem Finanzhai Merz erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen fairen Lohn f\u00fcr alle w\u00fcrden hinbekommen.<\/p>\n<p>Der faire Lohn in Deutschland wurde von der Gro\u00dfen Koalition (Kabinett Merkel III) am 1. Januar 2015 eingef\u00fchrt und betrug anfangs 8,50 Euro pro Stunde. Er wurde damals noch anders bezeichnet. Seitdem wurde er schrittweise erh\u00f6ht.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/0c526d6a2e354330832d6d802a200f79\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast w\u00e4re die neue Gro\u00dfe Koalition aus Union und SPD noch am Mindestlohn gescheitert. Nun aber wurde nach z\u00e4hen Verhandlungen doch noch eine L\u00f6sung gefunden. In Zukunft erhalten Arbeitende in Deutschland keinen Lohn, der in diskriminierende Weise mit dem Wort &#8222;mindest&#8220; bezeichnet wird. 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