{"id":4385,"date":"2024-10-02T15:49:35","date_gmt":"2024-10-02T13:49:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=4385"},"modified":"2024-10-04T11:56:05","modified_gmt":"2024-10-04T09:56:05","slug":"gendern-macht-sprache-kaputt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/gendern-macht-sprache-kaputt\/","title":{"rendered":"Schorsch (72) findet Gendern bl\u00f6d, weil es die Sch\u00f6nheit und Eleganz der Sprache kaputtmachen tut"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4386\" aria-describedby=\"caption-attachment-4386\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-1024x575.jpg\" alt=\"Rentner w\u00fctend wegen Gendern\" width=\"580\" height=\"326\" class=\"size-large wp-image-4386\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-2048x1151.jpg 2048w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-1200x674.jpg 1200w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Rentner_wuetend_wegen_Gendern-1980x1113.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4386\" class=\"wp-caption-text\">Schorsch (72) geht es gar nicht mehr gut, er findet sich nicht nur in seiner Sprache nicht mehr zurecht<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Knackpunkt: &#8222;\u2026 und fragen Sie in Ihre \u00c4rztin, Ihren Arzt oder Ihrer Apotheke&#8220; (statt &#8222;\u2026 und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker&#8220;), weiteres Ungemach: Sch\u00fcler:innen, Radfahrende,\u00a0 \u2026<\/p>\n<p>Schorsch (72) aus M\u00fcnchen ist stinksauer. Viele Medien gendern, auch seine geliebte Tagesschau entzieht sich dem Trend nicht. Selbst bei seiner Stra\u00dfenbahn-Hauslinie ert\u00f6nt an einigen Haltestellen &#8222;Achten Sie beim Aussteigen auf Radfahrende!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kruzifix nochmal, das hei\u00dft Radfahrer!&#8220; sagt der Berentete. &#8222;Was macht ein Radfahrender im Bett? Tut der da liegend auf dem R\u00fccken Rad fahren, hebt seine Haxen und strampelt?&#8220;<\/p>\n<p>Auf das alte Wort &#8222;Reisende&#8220; angesprochen, das analog zu &#8222;Studierende&#8220; gebildet wurde, fragt Schorsch anklagend: &#8222;Was sollen denn Reisende sein? Ist damit das Ende des Reises in China gemeint?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Richtig hei\u00dft das <em>der\/die Reiser, die Reiserin und die Reiserinnen<\/em>&#8222;, kl\u00e4rt uns der eloquente Ex-Buchhaltende auf.<\/p>\n<p>&#8222;Stauende!&#8220;, auch so ein Wort, grantelt Schoersch. &#8222;Die stauen sich, warum sagt man das nicht einfach?&#8220; Den Einwand, es sei das Ende des Staus gemeint, wischt Schorsch beseitige und ist wieder voll in seinem Element.<\/p>\n<p>&#8222;Frauen kommen in der Sprache sehr wohl vor&#8220;, f\u00fchrt Schorsch weiter auf. &#8222;Sie seien stets mitgemeint und wenn sie das anders empfinden tun, dann ist das deren Problem!&#8220;<\/p>\n<p>Auch die &#8222;\u00c4rztin&#8220; lehnt er begrifflich ab. &#8222;Das hei\u00dft Arzt, basta&#8220;, sagt Schorsch. &#8222;Meinetwegen ein weiblicher Arzt&#8220;, setzt der Sprachrettende fort, &#8222;das ist ja ohnehin greislich genug.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Die depperte Genderei tut die ganze sch\u00f6ne Sprache kaputtmachen. Das Genderverbot von S\u00f6der ist daher richtig. Doch das gilt a nur f\u00fcr \u00f6ffentliche Einrichtungen. Aber ist die Tagesschau nicht \u00f6ffentlich? Gut, die kommt aus dem preu\u00dfischen Hamburg&#8220;, redet sich Schorsch in Rage.<\/p>\n<p>Das Schlimmste sei das Gender-Sternchen. &#8222;Fr\u00fcher habe man junge weibliche Stars als <em>Sternchen<\/em> bezeichnet. Und heute? Zum Speien!&#8220;<\/p>\n<p>Dann gebe es so viele Zeichen, nicht nur Gender-Sternchen, sondern auch den Doppelpunkt (:), Unterstrich (Lehrer_innen), Binnenmajuskel (LehrerInnen) \u2026 Von manchen hat Schorsch noch nie etwas geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&#8222;Warum tun die Deppen nicht wenigstens unsere Sprache einheitlich zerst\u00f6ren?&#8220;, fragt Schorsch mit immer mehr Schaum vor seinem Mundende.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/5b19c2e88def4e3d8451d6272b0aa727\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Knackpunkt: &#8222;\u2026 und fragen Sie in Ihre \u00c4rztin, Ihren Arzt oder Ihrer Apotheke&#8220; (statt &#8222;\u2026 und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker&#8220;), weiteres Ungemach: Sch\u00fcler:innen, Radfahrende,\u00a0 \u2026 Schorsch (72) aus M\u00fcnchen ist stinksauer. Viele Medien gendern, auch seine geliebte Tagesschau entzieht sich dem Trend nicht. 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