{"id":3813,"date":"2020-11-22T12:10:17","date_gmt":"2020-11-22T11:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=3813"},"modified":"2020-11-22T12:29:15","modified_gmt":"2020-11-22T11:29:15","slug":"sambia-verbietet-kruzifixe-da-sie-bei-nachfahren-christi-immer-wieder-traumata-ausloesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/sambia-verbietet-kruzifixe-da-sie-bei-nachfahren-christi-immer-wieder-traumata-ausloesen\/","title":{"rendered":"Sambia verbietet Kruzifixe \u2013 da sie bei Nachfahren Christi immer wieder Traumata ausl\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3818\" aria-describedby=\"caption-attachment-3818\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-3818\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut-1024x768.jpg\" alt=\"Kruzifix\" width=\"580\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Kruzifix_Blut.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3818\" class=\"wp-caption-text\">Kein sch\u00f6ner Anblick. Wohl keiner m\u00f6chte seinen Verwandten so begegnen. Ein afrikanischer Staat macht nun wegweisend Schluss damit. Foto: Wolfgang Sauber, bearbeitet durch keinblatt.de \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/deed.en\" target=\"_blank\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Sambia ist zwar ein christlich gepr\u00e4gter Staat mit rund 95 % Christenanteil, dennoch verbietet das afrikanische Land nun Kruzifixe. Die Begr\u00fcndung ist, dass mit diesem Symbol immer wieder daran erinnert werde, wie stark der ans Kreuz genagelte Jesus Christus bei seiner Hinrichtung habe leiden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Das sei f\u00fcr Gl\u00e4ubige schon schwer genug, f\u00fcr Nachfahren von Jesus Christus sogar schier unertr\u00e4glich. &#8222;Wir k\u00f6nnen so nie abschlie\u00dfen. Dauernd werden wir an seinen Tod durch die grausame Hinrichtung erinnert&#8220;, sagt Ruphia, ein Ururururururur\u2026enkel Christi. Auch die Wiederauferstehung \u00e4ndere daran nichts, da die Leiden dennoch blieben und die Reinkarnation nur von kurzer Dauer (n\u00e4mlich 40 Tage) gewesen sei.<\/p>\n<h3>Wie soll man so mit dem Tod eines lieben Verwandten abschlie\u00dfen k\u00f6nnen?<\/h3>\n<p>&#8222;\u00dcberall sehe ich meinen geliebten Ururururururur\u2026gro\u00dfvater, wie er geschunden und blutend am Kreuz h\u00e4ngt. Das halte ich kaum aus!&#8220;, f\u00fchrt Ruphia aus, der durch das Kruzifix in seinem Klassenzimmer und den Besuch von Gottesdiensten ein schweres Trauma zur\u00fcckbehalten hat.<\/p>\n<p>Doch damit ist bald Schluss. Alle Kruzifixe m\u00fcssen in Sambia bis zum 01.03.2021 aus \u00f6ffentlichen und halb\u00f6ffentlichen R\u00e4umen verschwinden. Auch gilt ab diesem Stichtag ein absolutes Einfuhr- und Verkaufsverbot von Kruzifixen. Das Gleiche gilt f\u00fcr Gem\u00e4lde, welche die Kreuzigung Jesu Christi zeigen. Auch einfache Kreuze ohne Leib Christi fallen unter das Verbot, sodass auch die protestantischen Kirchen, die meiste diese schlichtere Form verwenden, auf ihr Symbol verzichten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Als Ersatz f\u00fcr die Kruzifixe werden nun\u00a0 Gem\u00e4lde aufgeh\u00e4ngt, die einen gl\u00fccklichen, unverletzten Jesus zeigen. So wie er sich wohl selbst am liebsten sehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ob sich dem Verbot weitere Staaten anschlie\u00dfen, ist v\u00f6llig offen. In Afrika gilt dies aber als relativ wahrscheinlich, da Sambia ein Zeichen gesetzt hat. Aus Deutschland gibt es verhaltenere T\u00f6ne. Hierzulande wolle man an der Tradition offenbar festhalten, auch als R\u00fccksicht auf die starke Kruzifixindustrie, erfuhr unsere Redaktion aus den Kreisen der katholischen und evangelischen Kirche. Selbst bei besonders martialischen Kruzifixe, die im \u00f6ffentlichen Raum h\u00e4ngen und damit f\u00fcr Kinderaugen sichtbar sind, will man angeblich keine Ausnahme machen, obwohl der Jugendschutz in Deutschland als einer der strengsten der Welt gilt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/3ba1b542b84f46b9a61f8e2a12025773\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sambia ist zwar ein christlich gepr\u00e4gter Staat mit rund 95 % Christenanteil, dennoch verbietet das afrikanische Land nun Kruzifixe. Die Begr\u00fcndung ist, dass mit diesem Symbol immer wieder daran erinnert werde, wie stark der ans Kreuz genagelte Jesus Christus bei seiner Hinrichtung habe leiden m\u00fcsse. 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