{"id":363,"date":"2013-11-19T12:55:47","date_gmt":"2013-11-19T11:55:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=363"},"modified":"2015-04-15T22:23:41","modified_gmt":"2015-04-15T20:23:41","slug":"auch-in-gefaehrlichen-und-schmutzigen-berufen-die-frauenquote-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/auch-in-gefaehrlichen-und-schmutzigen-berufen-die-frauenquote-kommt\/","title":{"rendered":"Auch in gef\u00e4hrlichen und schmutzigen Berufen: Die Frauenquote kommt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_364\" aria-describedby=\"caption-attachment-364\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2195668036_c087c4cd82_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-364\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2195668036_c087c4cd82_o-300x199.jpg\" alt=\"M\u00fcllabfuhr\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2195668036_c087c4cd82_o-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2195668036_c087c4cd82_o-624x415.jpg 624w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/2195668036_c087c4cd82_o.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-364\" class=\"wp-caption-text\">Dem M\u00fcll eine Abfuhr erteilen. Immer noch ein typischer M\u00e4nnerberuf. Das wird so nicht bleiben. Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/ceiling\/2195668036\/\" target=\"_blank\">ceiling<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie bereits in der Systempresse zu lesen war, haben sich SPD und CDU\/CSU bei den Koalitionsverhandlungen auf eine Frauenquote von 30\u00a0% in Aufsichtsr\u00e4ten b\u00f6rsennotierter Unternehmen geeinigt. Etwas untergegangen in der Berichterstattung ist jedoch, dass auch in gef\u00e4hrlichen und schmutzigen Berufen, in denen Frauen bekanntlich noch unterrepr\u00e4sentiert sind und daher von Chancengleichheit keine Rede sein kann, eine Frauenquote von ebenso 30 % eingef\u00fchrt wird. Analog zu den Aufsichtsr\u00e4ten greift hier die Regelung, dass die jeweiligen Arbeitspl\u00e4tze unbesetzt bleiben m\u00fcssen, sollte die Quote nicht erf\u00fcllt werden. Die Kommunen f\u00fcrchten indes um die Sauberkeit der St\u00e4dte, da es bei Stra\u00dfenreinigung und M\u00fcllabfuhr zu Personalengp\u00e4ssen kommen k\u00f6nnte. SPD-Vizin Manuela Schwesig (SPD) kann hier jedoch beruhigen, es werde voraussichtlich gro\u00dfz\u00fcgige \u00dcbergangsregelungen geben, \u00fcber die im Detail noch zu verhandeln sein werde.<\/p>\n<p>Vereinbart wurde au\u00dferdem eine Frauenquote f\u00fcr das Amt des Bundeskanzlers von 100 %, da dies bereits der Lebenswirklichkeit entspreche. Die SPD wollte hier der Union keine Steine in den Weg legen, zumal man mit m\u00e4nnlichen Kanzlerkandidaten in letzter Zeit eher schlechte Erfahrungen gemacht habe (Steinbr\u00fcck, Steinmeier, Scharping, Rau, Vogel, Lafontaine). Es kann daher erwartet werden, dass die SPD mit Hannelore Kraft oder Andrea Nahles als Kanzlerkandidatin in den Wahlkampf f\u00fcr die n\u00e4chste Bundestagswahl ziehen wird, f\u00fcr die FDP kommt dann wieder einmal nur Guido Westerwelle infrage.<\/p>\n<p>Sprachlich soll sich auch das eine oder andere \u00e4ndern. Der diskriminierende Begriff <em>Mitglied<\/em> (man beachte die zweite Silbe) etwa wird durch <em>Mitfrau<\/em> ersetzt. Die deutsche Sprache ist jedoch gesetzlich nicht geregelt, sodass die Regelung nur f\u00fcr die Beh\u00f6rden verbindlich ist. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die gro\u00dfen Zeitungen und Medien nicht verweigern und freiwillig ihre Schreibvereinbarungen \u00fcberarbeiten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/491b5e0e736e4f6c96267c68ad51d6f9\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie bereits in der Systempresse zu lesen war, haben sich SPD und CDU\/CSU bei den Koalitionsverhandlungen auf eine Frauenquote von 30\u00a0% in Aufsichtsr\u00e4ten b\u00f6rsennotierter Unternehmen geeinigt. 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