{"id":3100,"date":"2019-06-08T23:42:02","date_gmt":"2019-06-08T21:42:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=3100"},"modified":"2019-12-15T11:34:01","modified_gmt":"2019-12-15T10:34:01","slug":"krise-in-der-pharmabranche-patienten-lassen-sich-weniger-verschreiben-weil-sie-keinen-traubenzucker-mehr-in-der-apotheke-geschenkt-bekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/krise-in-der-pharmabranche-patienten-lassen-sich-weniger-verschreiben-weil-sie-keinen-traubenzucker-mehr-in-der-apotheke-geschenkt-bekommen\/","title":{"rendered":"Krise in der Pharmabranche: Patienten lassen sich weniger verschreiben, weil sie keinen Traubenzucker mehr in der Apotheke geschenkt bekommen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3101\" aria-describedby=\"caption-attachment-3101\" style=\"width: 660px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/havana-2269053_1920.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-3101\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/havana-2269053_1920-1024x683.jpg\" alt=\"Apotheke\" width=\"660\" height=\"440\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/havana-2269053_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/havana-2269053_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/havana-2269053_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/havana-2269053_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3101\" class=\"wp-caption-text\">Apotheke. Lizenz: Public Domain<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) l\u00e4sst eine ganze Branche beben. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bgh-verbietet-geschenke-in-apotheken-bei-medikamenten-auf-rezept-a-1271128.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kunden, die mit Rezept vom Arzt in die Apotheke kommen, d\u00fcrfen keine Geschenke erhalten, auch keine im Centbereich<\/a>. Denn auch &#8222;geringwertige Werbegaben&#8220; seien ein sp\u00fcrbarer Versto\u00df gegen Preisvorschriften und damit wettbewerbswidrig. Der Hintergrund: Verschreibungspflichtige Medikamente m\u00fcssen einen Einheitspreis haben. Wenn nun aber Apotheken dem Kunden noch etwas gratis dazugeben, unterbieten sie den Preis.<\/p>\n<p>Die Apotheker sind stinksauer, vor allem aber die Pharmabranche. Inzwischen deutet sich bereits an, dass sich viele Patienten weniger Medikamente verschreiben lassen, weil sie keinen begehrten Traubenzucker mehr gratis erhalten. Der Branchenverband rechnet mit einem Wegfall von zehntausenden Arbeitspl\u00e4tzen in der Pharmabranche. Erste Reaktionen gibt es auch von den Papiertaschent\u00fccherherstellern. Ein verschnupfter Branchensprecher meint, das f\u00fchre nur dazu, dass die verw\u00f6hnten Kunden in Zukunft in die Hand oder den Ellenbeugen schn\u00e4uzen w\u00fcrden. Aus hygienischen Gr\u00fcnden sei das abzulehnen. Viele seien es ja gar nicht mehr gewohnt, sich Taschent\u00fccher zu kaufen, da bislang die Apotheke die Hauptversorgungsquelle gewesen sei.<\/p>\n<p>Begr\u00fc\u00dft wird das Urteil dagegen von den Haus\u00e4rzten. Diese rechnen damit, dass \u00fcberf\u00fcllte Wartezimmer durch Traubenzuckerabzocker der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Besonders starke R\u00fcckg\u00e4nge seien im Dezember zu erwarten, so ein \u00c4rztesprecher, da dann die Patienten ausbleiben d\u00fcrften, die sich eine Arznei aufschreiben lassen, um einen Gratiskalender f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr zu schmarotzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) l\u00e4sst eine ganze Branche beben. Kunden, die mit Rezept vom Arzt in die Apotheke kommen, d\u00fcrfen keine Geschenke erhalten, auch keine im Centbereich. Denn auch &#8222;geringwertige Werbegaben&#8220; seien ein sp\u00fcrbarer Versto\u00df gegen Preisvorschriften und damit wettbewerbswidrig. Der Hintergrund: Verschreibungspflichtige Medikamente m\u00fcssen einen Einheitspreis haben. 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