{"id":294,"date":"2013-10-18T13:55:34","date_gmt":"2013-10-18T11:55:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=294"},"modified":"2015-06-08T23:27:17","modified_gmt":"2015-06-08T21:27:17","slug":"deutsche-wirtschaft-stimmt-ueberraschend-mindest-und-maximallohn-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/deutsche-wirtschaft-stimmt-ueberraschend-mindest-und-maximallohn-zu\/","title":{"rendered":"Deutsche Wirtschaft stimmt \u00fcberraschend Mindest- und Maximallohn zu"},"content":{"rendered":"<p>Die SPD dr\u00e4ngt bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union auf einen staatlich garantierten Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde. Bis vor kurzem war noch v\u00f6llig unklar, ob sie dieses Ziel erreichen kann. Denn die Wirtschaftsverb\u00e4nde stellten sich quer. Es war gar die Rede von einem Arbeitsplatz-Vernichtungsprogramm.<\/p>\n<figure id=\"attachment_300\" aria-describedby=\"caption-attachment-300\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/8758050903_e4ae3b7cbd_b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-300\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/8758050903_e4ae3b7cbd_b-300x200.jpg\" alt=\"Textilfabrik\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/8758050903_e4ae3b7cbd_b-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/8758050903_e4ae3b7cbd_b-624x416.jpg 624w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/8758050903_e4ae3b7cbd_b.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-300\" class=\"wp-caption-text\">D\u00fcrfen sich freuen, denn sie verdienen bald mindestens 8,50 Euro in der Stunde: Arbeiterinnen und Arbeiter in einer Textilfabrik. Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/worldbank\/8758050903\/\" target=\"_blank\">World Bank Photo Collection<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY-NC-ND 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei einem eilig einberufenen Treffen der Spitzen-Wirtschaftsverb\u00e4nde in Stuttgart kam dann heute Vormittag \u00fcberraschend die Kehrtwende. Die deutschen Unternehmen w\u00fcrden nun der Bundesregierung keine Steine mehr in den Weg legen. Der Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde k\u00f6nne kommen, unter der Bedingung, dass die Mehrkosten f\u00fcr die Unternehmen kompensiert w\u00fcrden. Dabei habe man sich darauf verst\u00e4ndigt, dass im Gegenzug ein staatlich festgelegter Maximallohn von 9,99 Euro in der Stunde f\u00fcr Arbeiter und Angestellte eingef\u00fchrt werde. Leitende Angestellte seien davon ausdr\u00fccklich ausgenommen.<\/p>\n<p>Der Sprecher der &#8222;Deutschen Unternehmer&#8220; Hans-J\u00fcrgen Paulus begr\u00fc\u00dft den Vorsto\u00df. Durch den dann auf ein vern\u00fcnftiges Ma\u00df reduzierten Wettbewerb fiele bei Arbeitern und Angestellten der Anreiz weg, den Arbeitsplatz zu wechseln, da sie bei der Konkurrenz kaum mehr verdienen k\u00f6nnten. Damit w\u00fcrden Arbeiter und Angestellte besser an ihre Unternehmen gebunden. Die Firmen h\u00e4tten auf diese Weise die Basis, kosteneffektiver zu arbeiten und somit den Spitzenplatz Deutschlands in Europa zu erhalten und auszubauen. Damit zeige sich, dass sozialistische Gleichmacherei nicht unbedingt sozialistische Gleichmacherei sein m\u00fcsse. Vielmehr k\u00f6nnten einzelne Konzepte des Sozialismus durchaus sinnvoll und zum Wohle aller eingesetzt werden.<\/p>\n<p>SPD-Parteichef Sigmar Gabriel soll sich bereits begeistert gezeigt haben, will aber \u00fcber Details noch verhandeln.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/a0ef5dd1e7fb4f5ea02990aab01ccaab\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD dr\u00e4ngt bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union auf einen staatlich garantierten Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde. Bis vor kurzem war noch v\u00f6llig unklar, ob sie dieses Ziel erreichen kann. Denn die Wirtschaftsverb\u00e4nde stellten sich quer. Es war gar die Rede von einem Arbeitsplatz-Vernichtungsprogramm. 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