{"id":280,"date":"2013-10-13T12:44:07","date_gmt":"2013-10-13T10:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=280"},"modified":"2015-05-18T10:12:59","modified_gmt":"2015-05-18T08:12:59","slug":"kunst-zukuenftig-nur-noch-online-muenchen-stellt-museen-auf-internet-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/kunst-zukuenftig-nur-noch-online-muenchen-stellt-museen-auf-internet-um\/","title":{"rendered":"Kunst zuk\u00fcnftig nur noch online \u2013 M\u00fcnchen stellt Museen auf Internet um"},"content":{"rendered":"<p>Da soll noch mal einer sagen, die Kommunen seien nicht fortschrittlich. Immer wieder wird geklagt, dass viele St\u00e4dte ihre Leistungen nur vor Ort anbieten w\u00fcrden, nicht aber im Internet. Dass es auch anders geht, beweist jetzt ausgerechnet Deutschlands konservativste Gro\u00dfstadt, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Alle Museen, in denen vorrangig Gem\u00e4lde gezeigt werden und die in st\u00e4dtischer bzw. staatlicher Hand sind, sollen zuk\u00fcnftig nur noch virtuell zu besuchen sein. Den Anfang macht die Alte Pinakothek. Dazu werden derzeit alle Gem\u00e4lde mit Hochleistungskameras abfotografiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_281\" aria-describedby=\"caption-attachment-281\" style=\"width: 229px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/458px-Peter_Paul_Rubens_105.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-281\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/458px-Peter_Paul_Rubens_105-229x300.jpg\" alt=\"Rubens und Isabella Brant in der Gei\u00dfblattlaube\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/458px-Peter_Paul_Rubens_105-229x300.jpg 229w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/458px-Peter_Paul_Rubens_105.jpg 458w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-281\" class=\"wp-caption-text\">Zieht um von der Alten Pinakothek in die Neue Virtuelle Alte Pinakothek und wird dann online zu bewundern sein: &#8222;Rubens und Isabella Brant in der Gei\u00dfblattlaube&#8220;. Foto: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Peter_Paul_Rubens_105.jpg\" target=\"_blank\">The Yorck Project<\/a> \/ Lizenz: Public Domain<\/figcaption><\/figure>\n<p>M\u00fcnchens Oberb\u00fcrgermeister Christian Ude (SPD), der sich f\u00fcr das Projekt stark macht, sieht hier ein gewaltiges Einsparpotenzial. Der Unterhalt der Museen koste jedes Jahr Millionen Euro f\u00fcr Personal, Strom, Heizung, Reinigung und Sanierung. Trotz gesalzener Eintrittspreise sei das ein riesiges Verlustgesch\u00e4ft, so Ude. Der B\u00fcrger k\u00f6nne in Zukunft ganz bequem die Museen \u00fcber seinen Webbrowser besuchen. Man m\u00fcsse nicht mehr aufw\u00e4ndig anreisen, habe keine anstrengenden Fu\u00dfm\u00e4rsche mehr und k\u00f6nne die Bilder beliebig lange betrachten, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Keine anderen Besucher w\u00fcrden mehr im Weg stehen und unangenehm durch Schwei\u00dfgeruch auffallen, so Ude. Selbst Personen mit gr\u00f6\u00dferen k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen k\u00f6nnten nun die Museen ganz einfach besuchen.<\/p>\n<p>Kunstmuseen mit einem hohen Anteil an Skulpturen sollen vorerst noch nicht umgestellt werden, die virtuelle 3D-Technik sei noch nicht ganz so weit, f\u00fchrt Ude aus. Aber bei Gem\u00e4lden sei das Internet unschlagbar.<\/p>\n<p>Was mit den frei werdenden Geb\u00e4uden geschehe, sei noch unklar. Tats\u00e4chlich herrsche in M\u00fcnchen ein nie dagewesener Bedarf an Wohnungen, sodass hieran nat\u00fcrlich in erster Linie gedacht werde. Aber auch die Einrichtung von Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften werde gepr\u00fcft, so Ude. Die Gem\u00e4lde sollen sp\u00e4ter verkauft werden, dies w\u00fcrde ebenso helfen, die Finanzen aufzubessern.<\/p>\n<p>Auch Eintrittspreise f\u00fcr die virtuellen Museen seien vorgesehen. Man k\u00f6nne nicht alles kostenlos anbieten, zumal auch die Pflege der Webserver Geld koste. Aber das Niveau der Eintrittspreise werde mit Sicherheit sinken, verspricht Ude, und man k\u00f6nne auf jeden Fall auch per PayPal bezahlen.<\/p>\n<p>Dass Touristen ausbleiben k\u00f6nnten, sei kaum zu erwarten, so Ude, die k\u00e4men wegen der Wiesn und der &#8222;Nackerten&#8220; im Englischen Garten nach M\u00fcnchen, nicht wegen ein paar Gem\u00e4lden.<\/p>\n<p>Genaue Zeitpl\u00e4ne f\u00fcr die Umstellung und eine erste Testwebsite der Neuen Virtuellen Alten Pinakothek werden noch Ende dieses Jahres erwartet.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/9a991cf0961b42eea8637f7f808b7201\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da soll noch mal einer sagen, die Kommunen seien nicht fortschrittlich. Immer wieder wird geklagt, dass viele St\u00e4dte ihre Leistungen nur vor Ort anbieten w\u00fcrden, nicht aber im Internet. 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