{"id":2427,"date":"2017-01-03T13:00:18","date_gmt":"2017-01-03T12:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=2427"},"modified":"2017-01-03T13:41:01","modified_gmt":"2017-01-03T12:41:01","slug":"ueberqueren-von-bahnuebergaengen-wird-kostenpflichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/ueberqueren-von-bahnuebergaengen-wird-kostenpflichtig\/","title":{"rendered":"Schock im neuen Jahr: \u00dcberqueren von Bahn\u00fcberg\u00e4ngen wird kostenpflichtig"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2428\" aria-describedby=\"caption-attachment-2428\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bahn\u00fcbergang_Jenfelder_Stra\u00dfe_Hamburg-Wandsbek.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2428\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bahn\u00fcbergang_Jenfelder_Stra\u00dfe_Hamburg-Wandsbek.jpg\" alt=\"Bahn\u00fcbergang\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bahn\u00fcbergang_Jenfelder_Stra\u00dfe_Hamburg-Wandsbek.jpg 800w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bahn\u00fcbergang_Jenfelder_Stra\u00dfe_Hamburg-Wandsbek-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Bahn\u00fcbergang_Jenfelder_Stra\u00dfe_Hamburg-Wandsbek-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2428\" class=\"wp-caption-text\">Wer einen Bahn\u00fcbergang k\u00fcnftig \u00fcberqueren will, muss nicht nur warten, bis die Schranken offen sind. 50 Cent muss beispielsweise der Fu\u00dfg\u00e4nger berappen. Wer sich weigert und erwischt wird, zahlt 60&nbsp;Euro erh\u00f6htes \u00dcbergangsentgelt. Damit hat die Deutsche Bahn bereits das zweite Produkt auf dem Markt, bei dem man viel bezahlt, aber dennoch oft vor der Benutzung warten muss. Das erste ist die Bahnfahrkarte. Foto: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Bahn%C3%BCbergang_Jenfelder_Stra%C3%9Fe_(Hamburg-Wandsbek).jpg\" target=\"_blank\">GeoTrinity<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch 2017 m\u00fcssen die Deutschen mit Mehrbelastungen rechnen. Wie heute bekannt wurde, wird die Deutsche Bahn noch im Sommer dieses Jahres eine Geb\u00fchr f\u00fcr die \u00dcberquerung von h\u00f6hengleichen Bahn\u00fcberg\u00e4ngen einf\u00fchren. Begr\u00fcndet wird diese Ma\u00dfnahme damit, dass beim \u00dcberqueren teure Bahnanlagen und Sicherungstechnik benutzt w\u00fcrden. Auch sei der Unterhalt von Bahn\u00fcberg\u00e4ngen sehr kostspielig. Viele Bahn\u00fcberg\u00e4nge wurden in den letzten Jahren aufw\u00e4ndig modernisiert oder mit Schranken und Signalanlagen nachger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Bahnchef R\u00fcdiger Grube sieht es nicht ein, dass sogar Kunden, die nie eine Bahnfahrkarte kaufen, hier Bahnanlagen und damit Eigentum der DB Netz AG kostenlos benutzen w\u00fcrden. Beim \u00dcberqueren betrete man Bahngel\u00e4nde und passiere die Schienen, wenngleich quer. Die erbrachte Leistung sei, dass man durch Sicherungstechnik nicht vom Zug \u00fcberfahren werde. Das k\u00f6nne man in Zukunft nicht mehr gratis anbieten.<\/p>\n<h3>Bezahlung der \u00dcbergangsgeb\u00fchr per Automat und Nummernschild-Scanning<\/h3>\n<p>F\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer werden an den Bahn\u00fcberg\u00e4ngen Ticketautomaten aufgestellt, an denen Einmal- und Tageskarten gezogen werden k\u00f6nnen. Das einmalige \u00dcberqueren kostet 50 Cent, die Tageskarte, die auch f\u00fcr andere Bahn\u00fcberg\u00e4nge gilt, 2&nbsp;Euro, Jahreskarten 39&nbsp;Euro. Kontrollen sollen stichprobenartig erfolgen. Erwischte Schwarzgeher bzw. Schwarzfahrer m\u00fcssen 60&nbsp;Euro &#8222;Erh\u00f6htes \u00dcbergangsentgelt&#8220; entrichten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Pkw- und Lkw-Fahrer gibt es ausschlie\u00dflich elektronische Vignetten, die im Internet gebucht werden k\u00f6nnen. Hier werden Kennzeichen und Buchungszeitraum eingegeben. Angeboten werden Tages-, Wochen- und Jahrestickets, die f\u00fcr alle Bahn\u00fcberg\u00e4nge in Deutschland gelten. Der Abgleich erfolgt \u00fcber Nummernschild-Scanner, die an den Bahn\u00fcberg\u00e4ngen installiert werden. F\u00fcr Pkw-Fahrer soll eine Jahreskarte 99&nbsp;Euro kosten. Die anderen Preise und auch die Strafen f\u00fcr erwischte Schwarzfahrer sollen noch festgelegt werden.<\/p>\n<p>Den Vorwurf des Abkassierens weist Grube zur\u00fcck. Niemand werde gezwungen, Bahn\u00fcberg\u00e4nge zu benutzen, jeder k\u00f6nne auch die n\u00e4chste Br\u00fccke und Unterf\u00fchrung ansteuern. Diese geh\u00f6rten zum Stra\u00dfennetz und seien daher weiterhin kostenlos. Das h\u00f6hengleiche Passieren von Schienen au\u00dferhalb offizieller \u00dcberg\u00e4nge sei au\u00dferdem bereits heute schon kostenpflichtig. Da rege sich auch keiner auf, so Grube. Man bezahle im schlimmsten Fall mit dem Leben, im besten Fall komme man als ertappter Schwarzgeher mit einem Bu\u00dfgeld wegen illegalen Betretens von Bahnanlagen davon, das bis zu 50.000&nbsp;Euro betrage.<\/p>\n<p>Der ADAC kritisiert in einer ersten Stellungnahme die neue \u00dcbergangsgeb\u00fchr als unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Auch sei dank dieser &#8222;Gruben-Maut&#8220; damit zu rechnen, dass weniger Bahn\u00fcberg\u00e4nge durch Br\u00fccken und Unterf\u00fchrungen ersetzt werden. Die Bahn h\u00e4tte dann kein Interesse mehr, langfristig alle Bahn\u00fcberg\u00e4nge abzuschaffen, fiele doch dann eine lukrative Einnahmequelle weg.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/76d2a32f8b91460c9865bdfec82ab688\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch 2017 m\u00fcssen die Deutschen mit Mehrbelastungen rechnen. Wie heute bekannt wurde, wird die Deutsche Bahn noch im Sommer dieses Jahres eine Geb\u00fchr f\u00fcr die \u00dcberquerung von h\u00f6hengleichen Bahn\u00fcberg\u00e4ngen einf\u00fchren. Begr\u00fcndet wird diese Ma\u00dfnahme damit, dass beim \u00dcberqueren teure Bahnanlagen und Sicherungstechnik benutzt w\u00fcrden. Auch sei der Unterhalt von Bahn\u00fcberg\u00e4ngen sehr kostspielig. 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