{"id":241,"date":"2013-09-26T21:31:38","date_gmt":"2013-09-26T19:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=241"},"modified":"2015-04-21T01:24:13","modified_gmt":"2015-04-20T23:24:13","slug":"papst-franziskus-gott-existiert-moeglicherweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/papst-franziskus-gott-existiert-moeglicherweise\/","title":{"rendered":"Papst Franziskus: Gott existiert &#8222;m\u00f6glicherweise&#8220;"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_242\" aria-describedby=\"caption-attachment-242\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8557241226_1a8a1bc9f3_b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-242\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8557241226_1a8a1bc9f3_b-300x247.jpg\" alt=\"Papst Franziskus\" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8557241226_1a8a1bc9f3_b-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8557241226_1a8a1bc9f3_b-624x514.jpg 624w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8557241226_1a8a1bc9f3_b.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-242\" class=\"wp-caption-text\">Papst Franziskus. Kommen nun die Reformen? Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/catholicism\/8557241226\/in\/photostream\/\" target=\"_blank\">Catholic Church (England and Wales)<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY-NC-SA 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Bisher sind es nur Worte und noch keine Reformen. Aber was Papst Franziskus <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/papst-franziskus-neuer-umgang-mit-schwulen-abtreibung-und-verhuetung-a-923415.html\" target=\"_blank\">in einem Interview andeutete, <\/a>schlug ein wie eine Bombe. In Zukunft wolle die Kirche niemanden mehr ausgrenzen, der nicht streng nach der katholischen Morallehre lebe. Der Papst sieht die Kirche nicht als Instanz, die sich in das pers\u00f6nliche Leben einmischen d\u00fcrfe. Homosexuelle etwa sollten nicht von der Kirche moralisch verurteilt werden. Auch deutete der Papst an, dass Frauen in Zukunft eine wichtigere Rolle in der Kirche spielen k\u00f6nnten: &#8222;Maria \u2013 eine Frau \u2013 ist wichtiger als die Bisch\u00f6fe [\u2026] Der weibliche Genius ist n\u00f6tig an den Stellen, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr viele, die sich von der Kirche abgewandt haben oder die nicht mehr mit vollster \u00dcberzeugung dabei sind, sind die Worte mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. L\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Reformen sind zumindest in Reichweite. F\u00fcr Fundamentalisten dagegen klingen diese \u00dcberlegungen wie eine Kriegserkl\u00e4rung, k\u00f6nnten sie doch das Wesen der katholischen Kirche tief greifend ver\u00e4ndern. Dogmen, die f\u00fcr alle Zeiten betoniert schienen, k\u00f6nnten umgeworfen werden. Nichts w\u00e4re dann mehr so, wie es schien.<\/p>\n<h3>Die Frage nach der Existenz Gottes \u2013 erfrischende Ehrlichkeit oder Tabubruch?<\/h3>\n<p>Ein weiteres Interview, das der Papst nun gab, d\u00fcrfte das Weltbild nicht nur von besonders konservativen Christen noch einmal heftig ersch\u00fcttern. Franziskus meldet darin sogar Zweifel an der Existenz Gottes an. Nat\u00fcrlich hoffe und glaube er, dass es Gott gebe, so der Papst. Skeptiker seien aber in der 2.000-j\u00e4hrigen Geschichte des Christentums immer wieder in Erscheinung getreten, so ehrlich m\u00fcsse man sein. Auch er selbst habe keine \u00fcberzeugenden Antworten, warum Gott, der ja ein allm\u00e4chtiger, ein g\u00fctiger Gott sei, etwa den Holocaust zugelassen habe. Dieselbe Frage stelle er sich bei Krankheiten, bei Unf\u00e4llen \u2013 oft tr\u00e4fe es die Edelm\u00fctigen. Das seien sicherlich Pr\u00fcfungen, schwere Pr\u00fcfungen, aber der Sinn so mancher Pr\u00fcfung erschlie\u00dfe sich nicht f\u00fcr ihn, vor allem, wenn das damit verbundene Leid grenzenlos sei. Letztlich sei die Frage, ob Gott &#8222;ist&#8220;, nicht final zu beantworten, &#8222;m\u00f6glicherweise\u00a0 \u2026\u00a0 wahrscheinlich&#8220;, so der nachdenkliche Papst. Er sch\u00f6pfe Kraft aus dem Glauben, jeder Christ k\u00f6nne das, sagt Franziskus, aber die wohl gr\u00f6\u00dfte aller Fragen, nach Allmacht und Existenz Gottes, lasse sich nach dem derzeitigen Stand nicht mit absoluter Gewissheit beantworten. &#8222;Im Grunde genommen macht diese Frage Gott aber noch viel gr\u00f6\u00dfer, vorausgesetzt, er existiert.&#8220;<\/p>\n<p>Man darf gespannt sein, was von diesem Papst noch kommt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/e7fa93b5da43483aa241aa053d1c52cb\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher sind es nur Worte und noch keine Reformen. Aber was Papst Franziskus in einem Interview andeutete, schlug ein wie eine Bombe. In Zukunft wolle die Kirche niemanden mehr ausgrenzen, der nicht streng nach der katholischen Morallehre lebe. 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