{"id":224,"date":"2013-09-19T22:06:58","date_gmt":"2013-09-19T20:06:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=224"},"modified":"2020-03-06T00:48:37","modified_gmt":"2020-03-05T23:48:37","slug":"schroedingers-katze-von-militanten-tierschuetzern-befreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/schroedingers-katze-von-militanten-tierschuetzern-befreit\/","title":{"rendered":"Schr\u00f6dingers Katze von militanten Tiersch\u00fctzern befreit"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_225\" aria-describedby=\"caption-attachment-225\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8132455446_3989bfea03_b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-225\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8132455446_3989bfea03_b-300x192.jpg\" alt=\"Schr\u00f6dingers Katze\" width=\"300\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8132455446_3989bfea03_b-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8132455446_3989bfea03_b-624x399.jpg 624w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/8132455446_3989bfea03_b.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-225\" class=\"wp-caption-text\">Gerade noch rechtzeitig befreit: Schr\u00f6dingers Katze (Archivbild). Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/29233640@N07\/8132455446\/\" target=\"_blank\">Robert Couse-Baker<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Sie ist das wohl ber\u00fchmteste Tier der Physik: Schr\u00f6dingers Katze. Die Katze haust bei diesem Experiment unter unw\u00fcrdigen Bedingungen in einer profanen Kiste. In der Kiste befinden sich ein Gef\u00e4\u00df mit Blaus\u00e4ure sowie eine zufallsgesteuerte Apparatur, die bei Ausl\u00f6sung das Gef\u00e4\u00df zertr\u00fcmmert. Die Katze wird dabei brutal get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Das Besondere dabei ist, dass dieser Ausl\u00f6semechanismus vom atomaren Zerfall einer radioaktiven Substanz abh\u00e4ngig gemacht wird. Sobald das erste Atom zerf\u00e4llt, wird der Mechanismus in Gang gesetzt. Laut Quantentheorie l\u00e4sst sich nicht vorhersagen, wann ein Atom zerf\u00e4llt. Es kann nur prognostiziert werden, dass in einer bestimmten Zeitspanne eine ganz bestimmte Menge an Atomen zerfallen wird. Es l\u00e4sst sich damit nur eine statistische Wahrscheinlichkeit angeben. Anhand von verschiedenen anderen Experimenten kann man nachweisen, dass sich solche Systeme vereinfacht gesagt in einem undefinierbaren Zustand befinden, bei denen man sich erst durch die Messung, das hei\u00dft Beobachtung, f\u00fcr eine von mehreren m\u00f6glichen Wirklichkeiten entscheidet.<\/p>\n<p>Anders ausgedr\u00fcckt, erst wenn man die Kiste \u00f6ffnet, wei\u00df man, ob die Katze tot oder lebendig ist. Vorher ist sie in einer Art Schwebezustand zwischen tot und lebendig. Zur Aufl\u00f6sung dieses paradoxen Zustands gibt es verschiedene Thesen. Bei der sogenannten Multiversen-Theorie, einem in der Wissenschaft durchaus ernsthaft diskutierten Modell, spaltet sich das komplette Universum bei jedem quantenmechanischen Prozess in zwei identische Kopien auf. Damit w\u00e4re das Paradoxon aufgel\u00f6st, da es keinen Schwebezustand mehr gibt. Vielmehr g\u00e4be es in jedem Universum eine Katze, die entweder tot oder aber lebendig ist. Man erkauft sich den Wegfall des Paradoxons durch ein neues Modell, das aber kaum weniger befremdlich erscheint. Immerhin bedeutet es, dass es fast unendlich viele Kopien von praktisch allem gibt. Man stelle sich das vor, es g\u00e4be mehrere Bundeskanzlerinnen Angela Merkel, sogar quasi unendlich viele. Nicht alle d\u00fcrften bei dieser Vorstellung in Ekstase geraten.<\/p>\n<h3>Die Befreiungsaktion<\/h3>\n<p>Als ein Labormitarbeiter der Universit\u00e4t von Dublin heute den Deckel der Kiste \u00f6ffnete, konnte er seinen Augen kaum trauen. Er fand keine lebendige Katze vor, aber auch keine tote Katze. Die Kiste war einfach leer. In der Poststelle landete ein Bekennerschreiben der militanten Tierschutzorganisation <em>Free Cat<\/em>. In diesem prangert die Organisation schreckliche Tierexperimente an, die leider immer noch stattfinden w\u00fcrden. Zwar habe man fr\u00fcher gedacht, dass es sich bei Schr\u00f6dingers Katze um ein Gedankenexperiment handeln soll und man gewisserma\u00dfen nur die Gedanken befreien m\u00fcsste. Doch das sei ja wohl eine dreiste L\u00fcge von skrupellosen Experimentatoren gewesen. Denn gerettet habe man ein reales schnurrendes, quicklebendiges K\u00e4tzchen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/afeb54fc35e64d07b33f86bb0e94faa4\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist das wohl ber\u00fchmteste Tier der Physik: Schr\u00f6dingers Katze. Die Katze haust bei diesem Experiment unter unw\u00fcrdigen Bedingungen in einer profanen Kiste. In der Kiste befinden sich ein Gef\u00e4\u00df mit Blaus\u00e4ure sowie eine zufallsgesteuerte Apparatur, die bei Ausl\u00f6sung das Gef\u00e4\u00df zertr\u00fcmmert. Die Katze wird dabei brutal get\u00f6tet. Das Besondere dabei ist, dass dieser Ausl\u00f6semechanismus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,15,3],"tags":[186,788,786,787],"class_list":["post-224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaftliches","category-natur","category-wissenschaft","tag-katzen","tag-quantentheorie","tag-schroedingers-katze","tag-tierschuetzer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/224\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}