{"id":1731,"date":"2015-09-14T13:19:31","date_gmt":"2015-09-14T11:19:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=1731"},"modified":"2016-08-30T15:14:54","modified_gmt":"2016-08-30T13:14:54","slug":"nobelpreiskomitee-erkennt-eu-den-friedensnobelpreis-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/nobelpreiskomitee-erkennt-eu-den-friedensnobelpreis-ab\/","title":{"rendered":"Nobelpreiskomitee erkennt EU den Friedensnobelpreis ab"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1732\" aria-describedby=\"caption-attachment-1732\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/800px-OsloNobelinstituteHall.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1732\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/800px-OsloNobelinstituteHall-300x225.jpg\" alt=\" Nobelinstitut\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/800px-OsloNobelinstituteHall-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/800px-OsloNobelinstituteHall.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1732\" class=\"wp-caption-text\">Nobelinstitut in Oslo. Hier werden normalerweise die Friedensnobelpreistr\u00e4ger bekanntgegeben. Heute fand dagegen ein ungew\u00f6hnlicher Vorgang statt. Foto: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:OsloNobelinstituteHall.JPG\" target=\"_blank\">Hadi<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/deed.en\" target=\"_blank\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Das norwegische Nobelpreiskomitee hat \u00fcberraschend in einer Sondersitzung den 2012 an die Europ\u00e4ische Union verliehenen Friedensnobelpreis nachtr\u00e4glich aberkannt. Eine Aberkennung eines Nobelpreises ist ein ungew\u00f6hnlicher Vorgang, der aber in besonders schwerwiegenden F\u00e4llen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ausschlaggebend f\u00fcr die Aberkennung war nicht nur die aktuelle Entwicklung in der Fl\u00fcchtlingspolitik, sondern auch die Tatsache, dass Mitgliedsstaaten mit ihrer Waffenproduktion kriegerische Auseinandersetzungen unterst\u00fctzt und forciert haben. Wie dieses Faktum damals bei der Vergabe des Nobelpreises \u00fcbersehen werden konnte, soll ein interner Revisionszirkel nun n\u00e4her untersuchen.<\/p>\n<h3>Fl\u00fcchtlingspolitik<\/h3>\n<p>Die aktuelle Fl\u00fcchtlingspolitik sei eines Staatenverbundes nicht w\u00fcrdig, hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung. So werde mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg gegen die Schlepper vorgegangen, womit aber die Ursache daf\u00fcr, dass Menschen fliegen, nicht beseitigt werde. Einige EU-Mitglieder weigerten sich, Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen, andere machten einfach ihre Grenzen zu (Ungarn) oder setzten vor\u00fcbergehend das Schengener Abkommen au\u00dfer Kraft und f\u00fchrten wieder Grenzkontrollen ein (Deutschland). In Ungarn werden Fl\u00fcchtlinge unter menschenunw\u00fcrdigen Zust\u00e4nden in Lagern gehalten. Ungarns Pr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n r\u00e4t gar davon ab, dass Christen mit Muslimen zusammenleben. In seinem Land wolle er keine Muslime, was der Religionsfreiheit widerspreche. Dies sei eine schwere Provokation und kein Akt von N\u00e4chstenliebe und Frieden, so ein Komiteesprecher.<\/p>\n<h3>Waffenexport<\/h3>\n<p>Aktuelle Entwicklungen reichen aber nach g\u00e4ngiger Rechtsauffassung keinesfalls alleine f\u00fcr eine Aberkennung aus, da der Zeitpunkt der Vergabe des Nobelpreises entscheidend ist. Aber das Nobelpreiskomitee verweist darauf, dass der Waffenexport der EU in krassem Widerspruch zum Frieden stehe. So sei Deutschland der drittgr\u00f6\u00dfte Waffenexporteur der Welt, Frankreich der viertgr\u00f6\u00dfte und Gro\u00dfbritannien der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte.<\/p>\n<p>Wer jetzt glaubt, die Waffen w\u00fcrden nur in Staaten geliefert, die Waffen nur zu Pr\u00e4sentationszwecken kauften, der glaubt auch an den M\u00f6kkurkalfi (Figur der nordischen Mythologie, die Redaktion), so das Nobelpreiskomitee. So habe Deutschland etwa von 2001 bis 2014 f\u00fcr 2,6 Milliarden Euro R\u00fcstungsg\u00fcter an das diktatorische Regime in Saudi-Arabien geliefert. Damit gelangten Panzer, Kriegsschiffe, Munition und Waffen auch in Krisengebiete sowie in Staaten, die Menschenrechte verletzen. Diese Waffen w\u00fcrden auch eingesetzt werden, und das keinesfalls nur zur Verteidigung. Ein Friedensnobelpreistr\u00e4ger, der Kriegsger\u00e4te produziere, das sei grotesk und erschreckend. Warum bei der Verleihung des Nobelpreises dies nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt worden sei, werde nun n\u00e4her untersucht, so ein Sprecher.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: none ! important;\" hidden=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/2ea642f5ca2e4642b4fa0754eab7944a\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das norwegische Nobelpreiskomitee hat \u00fcberraschend in einer Sondersitzung den 2012 an die Europ\u00e4ische Union verliehenen Friedensnobelpreis nachtr\u00e4glich aberkannt. Eine Aberkennung eines Nobelpreises ist ein ungew\u00f6hnlicher Vorgang, der aber in besonders schwerwiegenden F\u00e4llen m\u00f6glich ist. 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