{"id":157,"date":"2013-08-22T22:36:38","date_gmt":"2013-08-22T20:36:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=157"},"modified":"2019-09-21T21:16:41","modified_gmt":"2019-09-21T19:16:41","slug":"riesiger-drogenring-auf-dem-muenchner-oktoberfest-gesprengt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/riesiger-drogenring-auf-dem-muenchner-oktoberfest-gesprengt\/","title":{"rendered":"Riesiger Drogenring auf dem M\u00fcnchner Oktoberfest gesprengt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_158\" aria-describedby=\"caption-attachment-158\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/8033730205_53a9ed43d8_b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-158\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/8033730205_53a9ed43d8_b-300x199.jpg\" alt=\"Kinderkarussell Wiesn\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/8033730205_53a9ed43d8_b-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/8033730205_53a9ed43d8_b-624x414.jpg 624w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/8033730205_53a9ed43d8_b.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-158\" class=\"wp-caption-text\">Kinderkarussell auf der Wiesn: All dies war offenbar nur Fassade und Ablenkung. Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/14646075@N03\/8033730205\/\" target=\"_blank\">digital cat<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf dem gr\u00f6\u00dften Volksfest der Welt, dem M\u00fcnchner Oktoberfest, unter Einheimischen schlicht als <em>Wiesn<\/em> bekannt, trieb offenbar bereits seit geraumer Zeit ein Drogenring sein Unwesen.<\/p>\n<p>Unter dem Deckmantel eines riesigen Familienfestes mit Kettenkarussells, Achterbahnen, St\u00e4nden mit kulinarischen K\u00f6stlichkeiten, Losbuden, Showdarbietungen und vielem mehr und unter dem Motto der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung mit Besuchern aus aller Welt sollen Drogendealer hochgef\u00e4hrliche Substanzen verabreicht haben.<\/p>\n<p>Felix, 19, erinnert sich an seinen ersten Wiesnbesuch im letzten Jahr. Er sei schnell high gewesen. Erst habe bei ihm eine enthemmende Euphorie eingesetzt, die in einen Flash mit ungeheurer Gl\u00fcckseligkeit \u00fcberging. Dann habe er mit wildfremden Damen geschunkelt und peinliche Volksschlager mitgesungen, ohne den Text zu kennen. Mit den Damen, die wie durch ein Wunder immer attraktiver wurden, habe er dann auf den B\u00e4nken getanzt und marionettenhaft in einer Endlosschleife sinnlose Ansto\u00dfrituale ausgef\u00fchrt. Seine Koordinationsf\u00e4higkeit habe stark nachgelassen. &#8222;Ich konnte kaum mehr laufen, hatte aber m\u00e4chtig Spa\u00df dabei&#8220;, sagt Felix, sp\u00e4ter sei ihm dann Gott erschienen und er habe auf einmal die ganze Welt verstanden. Wie die Natur funktioniere, warum Automaten manchmal streikten und was sich hinter der T\u00fcre mit dem Schild &#8222;Zutritt verboten!&#8220; befinde, all das sei auf einmal so unendlich klar gewesen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter sei er dann in einem Stadtpark aufgewacht. Ihm sei f\u00fcrchterlich schlecht gewesen und er habe sich nicht mehr erinnern k\u00f6nnen, wie er in den Park gekommen war. Er habe sich stundenlang \u00fcbergeben m\u00fcssen. Zwei stolze Tage habe er gebraucht, um sich wieder zu erholen.<\/p>\n<p>Drogenexperte Manfred Probst erkl\u00e4rt: Der auf der Wiesn in verschiedenen Getr\u00e4nken enthaltene Alkohol sei ganz klar als harte Droge zu sehen, sogar eine der gef\u00e4hrlichsten, mit extrem hohem Suchtpotenzial, hoher zerst\u00f6rerischer und durchaus auch t\u00f6dlicher Wirkung. Die Entzugserscheinungen seien oft f\u00fcrchterlich. Selbst eine drastische Zunahme von Straftaten sei unter Alkohol festzustellen. &#8222;Eine hochkriminelle Substanz&#8220;, so Probst, die aber f\u00fcr die Dealer ein rauschendes Gesch\u00e4ft sei.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rden hatten trotz vielfacher Hinweise lange Zeit nichts unternommen, sondern wohlwollend zugeschaut. Offenbar waren die Verantwortlichen selbst angefixt worden und damit Teil des Systems.<\/p>\n<p>Doch jetzt endlich griff die Staatsmacht durch. An zahlreichen Orten wurden Hausdurchsuchungen in mit Marmor verkleideten Villen durchgef\u00fchrt, zahlreiche Wirte und Standlbesitzer verhaftet, teilte ein Polizeisprecher mit.<!--Ob die Wiesn, die bereits im Aufbau ist, nach diesem dramatischen Vorfall dieses Jahr \u00fcberhaupt stattfinden kann, war bis zum Redaktionsschluss noch v\u00f6llig unklar.--><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/54e1c00c803a4267add82cbd5eb5ae42\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem gr\u00f6\u00dften Volksfest der Welt, dem M\u00fcnchner Oktoberfest, unter Einheimischen schlicht als Wiesn bekannt, trieb offenbar bereits seit geraumer Zeit ein Drogenring sein Unwesen. 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