{"id":124,"date":"2013-08-08T07:00:22","date_gmt":"2013-08-08T05:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/?p=124"},"modified":"2020-02-27T01:26:01","modified_gmt":"2020-02-27T00:26:01","slug":"essen-illegales-sm-studio-aufgeflogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/essen-illegales-sm-studio-aufgeflogen\/","title":{"rendered":"Essen: Illegales SM-Studio aufgeflogen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_126\" aria-describedby=\"caption-attachment-126\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/49394275_8171739c2a_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-126\" src=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/49394275_8171739c2a_o-205x300.jpg\" alt=\"Schmerzen\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/49394275_8171739c2a_o-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.keinblatt.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/49394275_8171739c2a_o.jpg 410w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-126\" class=\"wp-caption-text\">Ein Herz f\u00fcr den Schmerz, die Schmerzen der Herzen (Symbolbild). Foto: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/89732889@N00\/49394275\/\" target=\"_blank\">Michelle Zell-Wiesmann<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/2.0\/\" target=\"_blank\">CC BY-NC-ND 2.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>In Essen ist ein illegales SM-Studio nach Tipp eines ehrenhaften B\u00fcrgers aufgeflogen. Dem Inhaber, einem gewissen Dominik Peinig, wird vorgeworfen, nicht nur Kunden, die ihn wegen ihrer masochistischen Neigung aufgesucht haben, sondern auch B\u00fcrgern ohne eine solche Vorliebe in sadistischer Weise Schmerzen zugef\u00fcgt zu haben. Laut eines Kriposprechers fehlte in diesen F\u00e4llen das gegenseitige Einvernehmen. Es sei davon auszugehen, dass der Inhaber durch diese Ausweitung seines Kundenkreises nicht nur seine Einnahmen steigern, sondern auch seine eigene Neigung besonders perfide ausreizen konnte. Es habe ihn offenbar besonders erregt, wenn ein Kunde ihm ausgeliefert war, der es gar nicht wollte. Zwar sei ein szenen\u00fcbliches Stoppsignal vereinbart worden, um anzugeben, dass die Schmerzen nicht mehr auszuhalten und die Handlungen daher sofort zu unterbrechen seien. Allerdings sei dieses Zeichen entweder nicht beachtet worden oder h\u00e4tte aufgrund der Umst\u00e4nde gar nicht abgegeben werden k\u00f6nnen. Es sei damit von vornherein eine Finte gewesen.<\/p>\n<p>Paul M\u00fcller (Name von der Redaktion ge\u00e4ndert), eines der Opfer, ist fassungslos. Er hatte schon seit Tagen qu\u00e4lende Schmerzen. Gerade deshalb habe er ja den Laden aufgesucht. Masochistisch veranlagt sei er \u00fcberhaupt nicht. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass es sich hierbei um ein SM-Studio handele, ganz im Gegenteil, vielmehr habe der Laden einen \u00e4u\u00dferst seri\u00f6sen Eindruck auf ihn gemacht. Ihm sei zun\u00e4chst der Inhaber vorgestellt worden. Nachdem er Platz genommen hatte, sagte ihm der Inhaber, wenn er es vor Schmerz nicht mehr aushalten k\u00f6nne, solle er &#8222;Halt!&#8220; rufen.<\/p>\n<p>Der Inhaber setzte eine Spritze. Der Einstich habe kurzzeitig schrecklich weh getan, so M\u00fcller, dann aber habe er erst einige Zeit kaum mehr Schmerzen gesp\u00fcrt. Als die Schmerzen langsam zur\u00fcckkamen und irgendwann heftiger wurden, habe es M\u00fcller schlie\u00dflich nicht mehr ausgehalten und wollte &#8222;Halt!&#8220; rufen. &#8222;Ich habe gemerkt, dass das \u00fcberhaupt nicht geht&#8220;, so M\u00fcller, &#8222;Ich konnte ja gar nicht sprechen, wenn der Kerl mir im Mund rumfuhrwerkt! Das wusste der doch, das ist doch kriminell.&#8220; Nach qu\u00e4lend langer Zeit habe er endlich gehen d\u00fcrfen. Danach habe er mehr Schmerzen gehabt als vorher, so M\u00fcller. Nach ein paar Stunden sei der Schmerz dann endlich zur\u00fcckgegangen. Einige Tage sp\u00e4ter habe er jedoch eine gepfefferte Rechnung im Briefkasten vorgefunden. Die Summe h\u00e4tte bei ihm schreckliche Kopfschmerzen ausgel\u00f6st, wahrscheinlich sei das auch Teil des Konzeptes, vermutet M\u00fcller. Dem Ladenbetreiber sei es anscheinend nur um sadistisch motivierte Schmerzerzeugung gegangen.<\/p>\n<p>Die Kriminalpolizei hat einen weiteren schweren Vorwurf. Nicht nur seinen Kunden habe der Inhaber \u00fcberh\u00f6hte Rechnungen geschickt. Zur weiteren Geldvermehrung soll er sich ersten Ermittlungen zufolge auch heftigst bei den Krankenkassen bedient haben. Dort habe er sein Studio in einer an Dreistigkeit kaum zu \u00fcberbietenden Weise als Dentalpraxis ausgegeben. Weitere Ermittlungen werden folgen. Keinblatt.de bleibt an diesem ungeheuren Fall dran.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vg\" style=\"display: none !important;\" hidden=\"\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/5cc180a88cbc427e9c5f1d5d37ccc7e0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Essen ist ein illegales SM-Studio nach Tipp eines ehrenhaften B\u00fcrgers aufgeflogen. Dem Inhaber, einem gewissen Dominik Peinig, wird vorgeworfen, nicht nur Kunden, die ihn wegen ihrer masochistischen Neigung aufgesucht haben, sondern auch B\u00fcrgern ohne eine solche Vorliebe in sadistischer Weise Schmerzen zugef\u00fcgt zu haben. Laut eines Kriposprechers fehlte in diesen F\u00e4llen das gegenseitige Einvernehmen. 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