TV-Chefs haben Rezept gegen langweilige Fernsehnachrichten

Werbung

In den alltäglichen Nachrichtensendungen spielen sich vor allem Belanglosigkeiten ab. Die Kanzlerin (CDU) sei angeblich beliebt, wird gemeldet, Peer Steinbrück (parteilos) habe die anstehende Bundestagswahl bereits vor seit ca. zwei Jahren haushoch verloren und Philipp Rösler (wählerlos) sei völlig unlustig, obwohl er mit seinem pseudodreisten Schenkelklopfer, den Soli abschaffen zu wollen, um den vor vier Jahren ausgewanderten FDP-Wähler zur Rückkehr zu bewegen, spontane Lacher landete.

Freibad
Abkühlung im Freibad. Das Wasser ist erstaunlicherweise kälter als die Luft, obwohl es nicht gekühlt wird, sondern oft sogar beheizt wird! Foto: Michael Bruns / Lizenz: CC BY-ND 2.0

Doch was gestern in den Nachrichten der großen Netzwerke zu sehen war, hatte wirklich Nachrichtenwert. Es ist Hochsommer und es ist heiß und es wird noch heißer. Soweit noch keine Nachricht. Aber jetzt kommt es: Es gibt Abhilfe. Zum wirklich ersten Mal wurden Kinder gezeigt, die vor der Kamera von der kühlenden Wirkung von Wasser schwärmten. Ein TV-Team berichtete live vor Ort, wie die kleine Lea (8) im lokalen Freibad von Stein am Rhein sich durch einen mutigen Sprung in ein Wasserbecken Abkühlung verschaffte. Eine Schalte in einen tristen Bürohausturm zeigte, wie ein freundlicher Chef einen Ventilator aufbaute und den physikalisch hochinteressanten Effekt der Verdunstungskälte demonstrierte. Zwar blase der Ventilator nur heiße Saharaluft, aber der schweißtrocknende Effekt verschaffe tatsächlich Erleichterung, so der Reporter. Sogar das Prinzip der Klimaanlage wurde kurz erklärt. Daneben wurde auf die kühlende Wirkung von Eis (!) und kalten Getränken hingewiesen. Ein Banksprecher gab ferner die Empfehlung heraus, dass Mitarbeiter trotz der hohen Temperaturen auf die Kleiderordnung achten und nicht etwa nackt zum Dienst erscheinen mögen.

Die Fernsehbosse schwärmen bereits davon, dass sich mit einem ähnlichen Prinzip in wenigen Monaten die Abendnachrichten mit spannenden und informativen Inhalten füllen ließen. „Wir müssen das Prinzip nur umkehren“, verriet ein TV-Chef, der nicht namentlich genannt werden will. Wenn „Kälte gegen Wärme hilft, muss auch Wärme gegen Kälte helfen.“ So könnten bereits im Herbst umfassende Tipps gesendet werden, dass wärmere Kleidung empfehlenswert sei. Auch ein heißer Tee lindere das Frieren. Decken seien ebenso geeignet und es gebe auch Heizdecken und für besonders schwere Fälle sogar Kachelöfen. Ebenso könnte man so mancher Nachrichtenflaute entgegenwirken, indem man den vor Eifer überschlagenden ADAC-Sprecher vor Glatteis warnen und das Aufziehen von Winterreifen empfehlen ließe. Als Breaking News sei noch der Tipp mit Schneeketten bei besonders schlimmen Straßenverhältnissen denkbar.

Die Fernsehmacher wissen aber auch, dass der Zuschauer nur ein Kurzzeitgedächntnis hat. So bietet es sich an, diese Inhalte mindestens zehn Jahre lang immer wieder in leichten (ganz leichten!) Variationen zu wiederholen. Der Zuschauer wird es nicht merken, so ein Sendersprecher.

„In zehn Jahren lassen wir uns dann was Neues einfallen“, verspricht ein Intendant eines öffentlich-rechtlichen Senders, „etwa Nachrichten über Königshäuser, abgestürzte C-Promis, die Papstwahl, das Ungeheuer von Loch Ness und die Erstbesteigung des Butterbergs.“ Das wird sicherlich spannend, wir freuen uns!

Verwirrter Mann läuft fast nackt durch München

Werbung

Im Münchner Stadtteil Schwabing wurde gestern Nachmittag ein offenbar völlig verwirrter, etwa 25-jähriger Mann gesichtet. Der fast Nackte, der nur mit einer kurzen blauen Hose und weißen Schuhen bekleidet war, fiel durch laute Atemgeräusche und starke Schweißabsonderung auf. Im Laufschritt und unter offensichtlicher enormer Kraftanstrengung bewegte er sich durch den Stadtteil. Passanten bemerkten, dass der Mann zunächst ein großes Stück die Leopoldstraße entlanglief. Da die Strecke durch eine hochfrequentierte U-Bahnlinie bedient wird, wird die Sinnlosigkeit der Aktion deutlich. Richtig bedenklich wurde es dann, als der Mann, immer noch im Eiltempo, kurze Zeit später im Englischen Garten, den berühmten Münchner Stadtpark, gesichtet wurde.

Läufer
Was soll das? Foto: Elvert Barnes / Lizenz: CC BY 2.0

Statt sich wie die anderen Besucher im Biergarten am Chinesischen Turm oder beim Picknick auf dem herrlich grünen Rasen zu erholen, begann der Mann auf einmal, in einem Abschnitt des Parks im Kreis zu rennen. Unzählige Personen wurden Zeugen des grotesken Spektakels. Mehrere Male wurde der Läufer gesehen, immer wieder an den gleichen Stellen, zu unterschiedlichen Zeiten.

Es muss davon ausgegangen werden, dass der Mann keineswegs nur orientierungslos war, da er keine Anstalten unternahm, nach dem richtigen Weg zu fragen. Vielmehr muss von einer schweren psychischen Erkrankung ausgegangen werden.

Dass der Mann aus einer psychiatrischen Klinik entflohen ist, ist jedoch eher unwahrscheinlich. keinblatt.de nahm Kontakt mit den großen Kliniken in Bayern und dem nahen Ausland auf. Symptomatisch hierbei ist die Aussage des Sprechers des Bezirkskrankenhauses Bayreuth: „Wir vermissen keinen Patienten in unserer geschlossenen psychiatrischen Abteilung. Ganz im Gegenteil, wir haben sogar Leute eingesperrt, die geistig völlig normal sind, z.B. Gustl Mollath.“

Daher der Aufruf: Wer kann Angaben zu der Person machen? Hinweise nimmt die Redaktion vertraulich entgegen.

Schlimmer Verdacht: Ist Steinbrück zwangsverheiratet?

Werbung

Das Schicksal der 11-jährigen Nada al-Ahdal aus dem Jemen, die zwangsverheiratet werden sollte, hat die Welt berührt. Nada spricht im Namen unzähliger Menschen, die ein ähnliches Schicksal erleiden.

Peer Steinbrück
Peer Steinbrück leidet. Foto: Klaus Mindrup / Lizenz: CC BY-ND 2.0

Jetzt aber gibt es einen ungeheuerlichen Verdacht: Die Ehe von Peer Steinbrück mit seiner geliebten SPD könnte ebenso nicht ganz freiwillig zustande gekommen sein. Denn Steinbrück weist eine ganze Reihe an Merkmalen auf, die typisch für Zwangsverheiratete sind. So zeigt sich bei ihm ein absolut unterwürfiges Verhalten. Gegen seine eigenen Überzeugungen vertritt Steinbrück den deutlichen Linksschwenk der SPD. Wider besseren Wissen propagiert Steinbrück Steuererhöhungen und Eurobonds, will sogar eine Vermögenssteuer einführen, obwohl er weiß, dass diese Maßnahmen so beliebt wie Fußpilz und Eierlikör sind. Blinder Gehorsam ist das eine, das andere sind Leichtsinnsfehler, die durch den enormen psychischen Druck entstehen. Da werden schon einmal die Figuren beim Schachbrett verkehrt herum aufgestellt, obwohl es Steinbrück ja besser weiß. Einer von vielen Blackouts.

Die Honorardebatte beweist, dass Steinbrück auch nach seinem Wahlsieg nur ein lächerliches Taschengeld erhalten wird, mit dem er verständlicherweise unzufrieden ist.

Auch Galgenhumor kann ein Ausdruck des ungeheuren Leidens sein, unter dem Zwangsverheiratete stehen. Bei Steinbrück zeigt sich der Humor aber meist in Gestalt uralter, schlechter Kalauer. Der Kanzlerin erzählte er allen Ernstes den Witz „Wenn Sie in der Wüste regieren, wird der Sand knapp“, über den wahrscheinlich schon zu Zeiten Dschingis Khans niemand mehr lachen konnte.

Ein weiteres Indiz für eine Zwangsehe sind tränenreiche Gefühlsausbrüche bis hin zum Nervenzusammenbruch. Auf einem Parteikonvent in Berlin konnte sich Steinbrück nicht mehr unter Kontrolle halten und erlitt einen Weinkrampf. Die nervliche Anspannung war einfach zu hoch. Ganz Deutschland konnte sehen, wie stark Steinbrück unter seiner Ehe leidet. Mit einem Wort: grausam. Besonders typisch für Zwangsverheiratete sind auch Handlungen, die – getrieben von Gehirnwäsche und drohendem Fernsehverbot (Steinbrück guckt besonders gerne die Wiederholungen der Club 2-Talkshows im ORF III) – trotz ihrer Aussichtslosigkeit vollzogen werden. So wiederholt Steinbrück mantraartig die Formel, die ihm seine SPD aufgetragen habe, dass er die Kanzlerin schlagen und Kanzler der Deutschen werden wolle. Ein schreckliches Symptom eines Realitätsverlustes, wie er üblicherweise in Zwangsehen zu finden ist.

NSA-Abhörskandal: Medien reagieren mit Verschlüsselung

Werbung

Als Reaktion auf den unerhörten Abhörskandal, bei dem die NSA (National Security Agency) alleine in Deutschland jeden Monat 500 Millionen Kommunikationsverbindungen im Rahmen von PRISM (keinblatt.de berichtete ausdrücklich nicht) überwachen soll (auch Ihre Daten und die Ihrer lieben Tante Gundeline könnten dabei sein!), reagieren nun immer mehr Betroffene.

Verschlüsselung
So einfach ist Verschlüsselung. Foto: towo™ / Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Den einzigen Schutz, wenn auch keinen hundertprozentigen, kann eine Verschlüsselung der Kommunikation bieten. Geheimtinte dagegen ist eher ein untaugliches Mittel. Doch noch viel zu wenige machen von Verschlüsselung Gebrauch, oft aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis. Allerdings ändert sich das Bewusstsein nun langsam.

Wie keinblatt.de in Erfahrung brachte, setzen inzwischen immerhin einige TV-Sender Verschlüsselung ein. „Wir verschlüsseln bereits seit unserem Bestehen“, so ein Sprecher der Pay-TV-Senderkette Sky, „und sind damit Vorreiter.“ – Tatsächlich bekommt der TV-Zuschauer bei Sky nur ein schwarzes Kummerbild zu Gesicht, dafür ohne Ton, wenn er seinen eben im Baumarkt gekauften Receiver an die Dose klemmt. Am Gerät liegt es nicht, denn der Empfang von ARD, ZDF und einigen weiteren Volksmusik- und Groschenroman-Verfilmungssendern wird in aller Regel gelingen.

3D TV
Und schon ist das Bild hell. Wenn nur die lächerlichen Brillen nicht wären. Foto: LGEPR / Lizenz: CC BY 2.0

Doch absolute Sicherheit gibt es nicht, ganz im Gegenteil. Die Verschlüsselung der Pay-TV-Sender ist sogar vergleichsweise einfach zu umgehen. Man braucht nur einen sogenannten zertifizieren Receiver mit integriertem Kartenlesegerät. Im Normalfall muss man nur die richtigen Kabel richtig einstecken und eine ganze Reihe an Einstellungen am Gerät vornehmen. Etwas Fluchen, bis alles passt, ist auch meist unerlässlich. Eine zugehörige Chipkarte (Smartcard) ist ebenso notwendig. Völlig unverständlicherweise werden solche Smartcards sogar offiziell vom Sender angeboten, gegen das entsprechende Kleingeld, versteht sich. Im Rahmen des jeweiligen Abonnements (Filmpaket, Sport 1, Sport 2 HD, Sport 3D usw.) wird dann die Verschlüsselung ganz legal ausgehebelt. Das Bild wird hell.

Markus Lanz
Markus Lanz setzt nicht auf Verschlüsselung. Foto: Schröder+Schömbs … / Lizenz: CC BY-ND 2.0

Eine völlig andere Strategie fahren dagegen ARD und ZDF. Diese wollen in absehbarer Zeit keine Verschlüsselung einführen. „Wir setzen ganz darauf, dass unser Programm so uninteressant ist, dass es ohnehin niemand abhören will“, so ein Sendersprecher. Warum aber dennoch Millionen an Fernsehzuschauern kindliche, peinliche Darbietungen im Rahmen lächerlicher Sendungen à la „Wetten, dass?“ verfolgen, konnte auch der Sprecher nicht beantworten: „Das ist ein Mysterium, das noch näher untersucht werden muss.“ Einmal musste in dieser Wettsendung sogar ein Hollywood-Schauspieler mit aufgesetzter Katzenmütze (!) zum Sackhüpfen antreten. So etwas müsste eigentlich mehr Wirkung haben als die beste Verschlüsselung, dennoch schalteten nur wenige Tausend Zuschauer zum „Heiteren Tiereraten mit Heinz Sielmann (†)“ um. Mit einem noch langweiligeren Programm könnte man den Wirkungsgrad eventuell erhöhen, wobei diese Methode allerdings schon bis zum Anschlag ausgereizt sein dürfte. Notfalls ließe sich das Programm auch schützen, indem es nur noch produziert, aber nicht mehr ausgestrahlt wird. keinblatt.de bleibt am Thema.

Herzogin Kate mit Wehen in Klinik eingeliefert – ARD und ZDF richten Geburtskanal ein

Werbung

Herzogin Kate
Catherine, Duchess of Cambridge, genannt Kate, erwartet Nachwuchs. Die Welt hält den Atem an. Foto: Surtsicna / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die hochschwangere Herzogin Kate wurde mit Wehen in eine Londoner Klinik eingeliefert. Zur TV-Berichterstattung dieses weltbewegenden Ereignisses, das vom Medieninteresse wohl nur vom ersten bemannten Mondflug übertroffen wurde, haben ARD und ZDF einen eigenen Geburtskanal installiert. So kann rund um die Uhr live gesendet werden.

Dieses System, das sich innerhalb des Körpers der Herzogin befindet, umfasst diverse innere Organe, die das royale Kindchen passieren muss, um schließlich durch das Becken zu rutschen und das elektrische Licht der Welt zu erblicken. Das Prinzip des Geburtskanals sei genial, so ein Sendersprecher, jedes weibliche Säugetier weise so ein System auf, das sich bewährt habe. Warum also sollte man dies dem hochrangigen Adelsgeschlecht vorenthalten?

Dies ändert aber nichts daran, dass indes die Spannung kaum mehr zu übertreffen ist. Jedes weitere Ereignis (Ernennung von Christian Ude zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten etwa, falls er überhaupt gewinnt) wird es verdammt schwer haben, hier anzuknüpfen.

Gefährliche Mutprobe auf zwei Rädern

In letzter Zeit sind immer wieder gefährliche Mutproben zu beobachten. Gestern legte in München ein etwa 30-jähriger Mann auf einem halsbrecherischen Gerät, das nur zwei dünne große Räder aufweist, eine Strecke von mehreren Hundert Metern zurück. Überprüfungen ergaben, dass das Gerät keinerlei Kippsicherheit besitzt. Bereits im Stand bleibt es nicht mal auf dem Boden stehen, sondern stürzt innerhalb von Sekundenbruchteilen unter riesigem blechernem Getöse um.

Nur zwei R#der
Unglaublicher Leichtsinn. Foto: DieselDemon / Lizenz: CC BY 2.0

Nur ein massiver Ständer, der extra zum Abstellen des Gefährts ausgefahren werden kann, hindert dieses am Umfallen. Die Auflagefläche auf dem Boden beträgt zudem lediglich wenige Quadratzentimeter. Das Gerät selbst besteht kaum mehr als aus ein paar dünnen Metallstangen und Drähten. Demzufolge ist es ein ungeheuerlicher Leichtsinn, sich mit einem solchen Gefährt überhaupt fortzubewegen, und ein noch viel größerer, damit sogar schnell zu fahren. Böse Verletzungen sind vorprogrammiert. Für entsprechende Klinikaufenthalte zahlt aber die Allgemeinheit. Nicht ohne Grund haben übliche Fahrzeuge eine vernünftige Anzahl an Rädern, um das Gefährt vor dem Abflug zu bewahren. Bei einem Automobil sind es in aller Regel vier, bei einem Trambahnzug sogar unzählige mehr.

Forscher entdecken zweite Erde

Zwei Forschern aus Erding bei München ist offenbar eine Sensation gelungen. Nach Durchsicht einer umfangreichen NASA-Datenbank, in der Myriaden an Daten zu bislang erfassten Himmelsgestirnen verzeichnet sind, sind sich Professor Dr. Jürgen Kyzkywiz und Professor Dr. Dr. Dr. Erduğrul Meier-Meier sicher, eine zweite Erde gefunden zu haben.

Erde
So könnte unser Zwillingsplanet aussehen. Bild: woodleywonderworks / Lizenz: CC BY 2.0

Der Datensatz #71.637.863.571.266 weist einen Planeten in dem benachbarten Sonnensystem Kahua o na hoku aus, der größte Gemeinsamkeiten mit der Erde besitzt. Durchmesser, Umlaufzeit, Temperatur – zumindest das dort Protokollierte gleicht unserer Mutter Erde fast wie aufs Haar.

„Es ist verblüffend, alle Grundparameter sind mit denen der Erde vergleichbar“, so Professor Dr. Kyzkywiz. Auch die Daten des Zentralgestirns sowie Anzahl und Beschaffenheit der übrigen Planeten sind verblüffend ähnlich. Damit sei unser Sonnensystem kein absoluter Sonderfall, sondern eher typisch, schätzen die Forscher.

Die Forscher sind erstaunt, dass die Gemeinsamkeiten bislang noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen seien. Die NASA habe allerdings so unverschämt viele Daten gespeichert, dass schon einmal etwas durch das Raster falle könne, meinen die Forscher. Auch das Naheliegendste übersehe man oft, auch oder gerade weil es oft vor den Füßen liege. Allerdings könnten dem Mitarbeiter, der die Daten ursprünglich erfasst und bearbeitet habe, wohl sehr wohl die Ähnlichkeiten aufgefallen sein. Damit ließe sich erklären, warum dieser den Namenszusatz „Earth!“ vermerkt habe. Danach sei die Geschichte wohl in Vergessenheit geraten.

Nicht sicher sind sich die Forscher allerdings, ob auch Leben, gar intelligentes Leben auf dem Erdenzwilling möglich sei. Gewissheit würde man erst erlangen, wenn man eine Sonde oder gar ein bemanntes Raumschiff zum dem Erdenzwilling schicke. Zwar liegt das Zentralgestirn nur rund acht Lichtminuten von unserer Erde entfernt, was für galaktische Maßstäbe ein mittlerer Witz ist. Aber die Raumschiffe sind auch bei solchen vergleichsweise geringen Entfernungen überfordert. Das schnellste bemannte Raumschiff kam über 37.000 km/h nicht hinaus, was etwa 10 km in der Sekunde beträgt. Die Lichtgeschwindigkeit ist jedoch rund 30.000 Mal höher (ca. 300.000 km/s). Sonden erreichen zwar höhere Geschwindigkeiten, müssen aber erst einmal aufwändig und in mehreren Stufen beschleunigt werden, wobei man sich der mächtigen Gravitation riesiger Planeten, etwa des Jupiter bedienen kann. Die Sonde kann also hier gewissermaßen beim Vorbeiflug Schwung holen.

Die Lichtgeschwindigkeit ist ohnehin eine natürliche Grenze, die nach heutiger Kenntnis unüberwindbar ist, auch wenn es einige abartige Thesen gibt, wie man doch schneller als das Licht reisen könnte. Etwa Wurmlöcher oder für besonders große Entfernungen Mauselöcher. Reisen in Nachbargalaxien wie Andromeda oder Lakta vojo bleiben jedoch vermutlich immer ein Traum, aber vielleicht gelingt ja eines Tages zumindest ein Besuch auf der zweiten Erde.