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Dem Rollator sei Dank! Krückenschlägereien in Seniorenheimen drastisch zurückgegangen!

Krücke
Lädierter Arm an Unterarmgehstütze nach Schlägerei mit selbiger. Lizenz: Public Domain

Der Rollator hat einen Siegeszug hingelegt, der einmalig ist. Längst prägen Rollatoren nicht nur Seniorenheime, sondern auch das Straßenbild.

Der Verband der Alten- und Pflegeheime in Deutschland (VdAuPhiD) ist sehr zufrieden. Verbandssprecherin Helmtraud Stock gab heute bekannt, dass die Anzahl der Schlägereien unter Heimbewohnern in den letzten zehn Jahren um über 80 Prozent zurückgegangen sei. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass nur noch wenige Heimbewohner Unterarmgehstützen und Gehstöcke besäßen, die sich als Schlagwerkzeuge eigneten und zur Eskalation bei Streitereien beitrugen. Der überwiegende Teil der Bewohner verwende inzwischen einen Rollator als Gehhilfe, so die Verbandssprecherin.

Rollatoren
Rollatoren sind nur in Parkposition aufzuhalten. Lizenz: Public Domain

Zugenommen hätten aber Konflikte wegen Rollatoren, die sich schon gerne in engen Fahrstühlen verhaken und im Extremfall schon mal mit dem Trennschleifer auseinander geflext werden müssten. Nur in wenigen Fällen kam es zu ernsthaften Verletzungen durch Auffahrunfälle, von denen aber die wenigsten provoziert gewesen seien. Stattdessen habe meist ein technischer Defekt (Scheibenbremsen verschlissen) oder menschliches Versagen vorgelegen (Laufen mit Handbremse verwechselt).

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Doppel-Rollator vorgestellt

Double Silver
Rollator Double Silver: Endlich wieder gemeinsam einkaufen. Auch im Alter und bei körperlichen Einschränkungen kein Problem mehr. Foto: Hansimglueck70, bearbeitet durch keinblatt.de / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der bekannte Gehhilfen-Hersteller Silver Mobile hat den weltweit ersten Doppel-Rollator auf den Markt gebracht. Wie ein Unternehmenssprecher unserer Redaktion sagte, habe man auf den Umstand reagiert, dass bei immer mehr Paaren beide Partner Einschränkungen beim Gehen hätten und einen Rollator nützen müssten. Mit dem Modell Silver Double werde diesem Wunsch entsprochen, sodass auch Paare gemeinsam wieder Besorgungen machen oder spazieren gehen könnten.

Um die Breite des Rollators auf das absolut notwendige Maß zu begrenzen, basiert das Gerät nicht aus zwei zusammengefassten Einzelrollatoren, sondern gewissermaßen aus ein einhalb Rollatoren.

Das heißt, die beiden Bestandteile des Double teilen sich in der Mitte die vertikale Rahmenstange und die Radreihe. Die mittlere Rahmenstange gabelt sich oben auf. Entsprechend verfügt der Rollator über zwei mal zwei Handgriffe und auch zwei mal zwei Bremsen.

Trotz der Einsparung ist das Gerät mit 98 cm Breite freilich kein Schlankheitsweltmeister. Er passt aber durch gängige Türen wie bei U-Bahn und Supermarkt durch. Es muss auch niemand Sorge haben, irgendwo – etwa bei der Supermarktkasse – mit dem Gerät steckenzubleiben. Wie üblich lässt sich der Rollator zusammenfalten. Die Besonderheit beim Modell Silver Double ist, dass sich auf Wunsch auch nur einer der beiden Halbrollatoren einklappen lässt. Der andere Halbrollator bleibt funktionsfähig. In diesem Modus kann ihn zwar nur eine Person benutzen, aber dafür ist der Rollator nun kaum breiter als ein normaler Single-Rollator.

Der Unternehmenssprecher sieht aber noch weitere Marktpotenziale in Doppel-Rollatoren. Zwar sei das Problem mit der Breite beim Silver Double durch den Faltmechachnismus souverän gelöst worden, aber viele Paare hätten den Wunsch, auf das ständige Zusammen- und Auseinanderklappen zu verzichten. Daher arbeite sein Unternehmen derzeit an einem völlig anderen Ansatz: einem Doppel-Rollator, bei dem die beiden Personen hintereinandergehen.